Testbericht

Samsung SGH-D900i

Kleines i, grosse Wirkung: Bei der Verbesserung der Ausstattung wollte es Samsung nicht belassen, sondern hat sein D900 gründlich überarbeitet - mit Erfolg.

  1. Samsung SGH-D900i
  2. Datenblatt
Samsung SGH-D900i

© Archiv

Samsung SGH-D900i

Pro

  • Kamera liefert gute Bildqualität
  • automatischer Sendersuchlauf
  • weltweit einsatzbereit

Contra

  • Klangqualität etwas nachgelassen

Fazit

Connect-Urteil: 397 von 500 Punkten, befriedigend
0,0%

Den kurzen Lebenszyklus eines Handys mit einer "i"-Variante zu verlängern, ist in der schnell rotierenden Mobilfunkbranche üblich. Diese Updates schließen meist eine Lücke bei der Ausstattung, manchmal gibt's nicht viel mehr als eine neue Oberschale. Das D900i hat da deutlich mehr zu bieten, denn Samsung hat die Vorlage offensichtlich grundlegend überarbeitet.

Endlich Radio!

Samsung SGH-D900i

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Mit Schließen des Sliders verschwindet die Kamera im Gehäuse - samt Spiegel für Selbstporträts und einer LED als Blitzersatz.

Das Highlight bleibt sicherlich die 3,15-Megapixel-Kamera, die wie beim Vorgänger eine gute Bildqualität liefert (siehe Kameratest Seite 26), nun aber deutlich schneller auslöst und die Aufnahmen auch schneller speichert. Ein zusätzliches Extra findet sich bei den Musikfunktionen: Samsung hat das D900i mit einem UKW-Empfänger aufgerüstet. Der arbeitet wie üblich nur, wenn das als Antenne dienende mitgelieferte Headset angeschlossen ist. Wiedergeben kann man den Rundfunk aber auch über den integrierten Lautsprecher - etwa wenn das Handy als Radiowecker dienen soll. Praktisch ist der automatische Sendersuchlauf, der eine Liste mit den gefundenen Stationen erstellt, die den Sendernamen allerdings nicht im Klartext nennt.

Globaler SOS-Modus

Samsung SGH-D900i

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Trotz 13 mm schlankem Gehäuse wirkt das D900i stabil.

Wer das Musikprogramm selber bestimmen will, kann den Musicplayer mit MP3-, AAC-, M4A- und WMA-Dateien befüllen. Der Klang über die Kopfhörer war gut, lediglich M4A-Dateien mit einer Bitrate von 192 kbit tönten etwas verzerrt. Samsung verzichtet zwar auf spezielle Musiktasten, ein kurzer Klick auf die rote Hörertaste genügt aber, um den Musicplayer jederzeit zu stoppen. Die Lautstärke lässt sich über die Seitentasten regeln. Eine Neuerung ganz anderer Art versteckt sich im Nachrichtenmenü: Bei aktiviertem SOS-Modus kann man mit vier Klicks auf die Lautstärketaste eine Notfall-Nachricht an vorher bestimmte Empfänger abschicken. Und das rund um den Globus, denn als Quadband-Modell ist das D900i weltweit einsatzbereit. Für den Datenverkehr stehen GPRS und EDGE zur Verfügung. Kontakte und Termine lassen sich mit Outlook synchronisieren, wahlweise per Bluetooth oder über das beiliegende Datenkabel. Eine optionale Micro-SD-Karte wird vom PC als externes Laufwerk erkannt, obendrein bietet das Handy einen Videoausgang.

Schlankere Schrift

Weiter verbessert haben die Koreaner die bereits gute Bedienung. So verwendet Samsung eine magerere Schrift, dank der nun viele Einträge komplett aufs Display passen. Zwar sind einige Bezeichnungen noch immer zu lang und ziehen als Laufschrift über die Anzeige - dafür fällt die Schrift angenehm groß aus. Äußerlich kommt das D900i in Silber und Grau so edel daher wie sein Vorgänger, auch läuft der Slider sicher und wackelfrei. Kleiner Unterschied: Statt der Softtouch-Oberfläche regiert herkömmlicher Kunststoff, weswegen auch der Akkudeckel zum typischen Knarzen neigt.

Viel besserer Empfang

UKW-Radio

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Der Suchlauf erstellt automatisch eine Senderliste, zeigt aber nicht, welche Station dahintersteckt.

Das dürfte man angesichts der Verbesserungen gerne in Kauf nehmen. Denn neben den Fortschritten bei  Ausstattung und Handhabung macht das D900i den richtig großen Sprung bei der Sende- und Empfangsqualität. Während der Vorgänger hier noch schwächelte, was bei schlechter Funkversorgung schnell zu Kontaktproblemen führt, trumpft das D900i unter den hier getesteten Neuheiten mit der besten Sende- und Empfangsqualität auf.

Mächtiger Satz nach vorn

Menü

© Für die einen praktisch, für die anderen unübersichtlich: Die Einblendung zeigt die nächste Menüebene.

Auch bei der Ausdauer hat der Slider zugelegt: Standby-Zeit und Betriebszeit mit eingeschaltetem Display haben sich zwar nicht verändert. Doch die Gesprächszeit scheint von der besseren Sende- und Empfangsqualität zu profitieren und legte im D-Netz um eine Stunde auf 5:30 Stunden, im E-Netz gar um etwa eineinhalb Stunden auf rund 6:20 Stunden zu. Da ist es auch zu verschmerzen, dass die Klangqualität etwas nachgelassen hat. Die Verständlichkeit ist dadurch nicht gefährdet. Insgesamt macht das D900i im Test 19 Punkte gegenüber dem Vorgänger gut - ein Quantensprung! Ein derart gelungenes Update sieht man wirklich selten.

Samsung SGH-D900i

  
HerstellerSamsung
Preis389.00 €
Wertung397.0 Punkte
Testverfahren0.9

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