Testbericht

Samsung SGH-L760

Günstige UMTS-Handys sind schwer im Kommen - und besonders willkommen, wenn sie so schick sind wie das brandneue Samsung SGH-L760. Ob auch die inneren Werte stimmen, klärt der Test.

  1. Samsung SGH-L760
  2. Datenblatt
Samsung SGH-L760

© Archiv

Samsung SGH-L760

Pro

  • attraktive Optik
  • einfache Handhabung
  • hochwertige Verarbeitung
  • günstiger Preis
  • Screen mit strahlend heller Darstellung

Contra

  • nervende Töne bei jeder Eingabe
  • Kein Konfigurations-Assistent für Mail-Client

Fazit

Connect-Urteil: 385 von 500 Punkte, befriedigend
0,0%

Handys aus dem Hause Samsung sind  für ihre attraktive Optik, die einfache Handhabung und eine hochwertige Verarbeitung bekannt. Diese Attribute haben die koreanischen Ingenieure auch dem neuen UMTS-Modell SGH-L760 auf die Fahnen geschrieben, das mit einem Preis von 289 Euro obendrein günstig daherkommt und bei Vodafone sowie O2 bereits ab einem Euro mit Vertrag zu haben ist. So gerüstet soll sich der Newbie speziell bei UMTS-Einsteigern ins Herz funken.

Top Verarbeitung und einfaches Handling

Anschluss

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Der proprietäre Anschluss nimmt das Stereo-Headset und das Datenkabel auf.

Bereits optisch kann das Triband-Modell mit seiner dezent chromglänzenden Front und dem titangrauen Gehäuse überzeugen, das trotz Kunststoff mit feiner Anfassqualität verwöhnt. Der gute Eindruck wird auch beim Zugriff nicht getrübt: Kein Akkudeckel, der knirscht, keine Tasten, die zu viel Spiel haben und ein satt laufender Slider, für den Wackeln ein Fremdwort ist - das nennt man Qualität. Die großen Tasten reagieren mit klar definierten Druckpunkten und sind perfekt ausgeleuchtet; sogar das Fünf-Wege-Steuerkreuz bleibt nicht im Dunkeln. Lediglich die Displayabdeckung ist etwas dünn geraten, und so zeigt das SGH-L760 bereits bei sanftem Druck ein buntes Farbmoire. Dafür verdient sich der mit 176 x 220 Pixeln auflösende Screen mit seiner strahlend hellen Darstellung ein dickes Lob. Auch was zu sehen ist, gibt ein gutes Bild ab: Die Symbole im Hauptmenü sind selbsterklärend, die Schriften sauber geglättet.

Menü-Vorschau

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Das SGH-L760 bietet eine Menü-Vorschau und erleichtert so die Bedienung.

Dank der praktischen Menüvorschau und der Möglichkeit, einzelne Punkte durch die Zifferntastatur direkt anzuwählen, kommt man schnell zur gewünschten Funktion. Richtig nervend sind jedoch die Töne, mit denen das Samsung jede Eingabe bestätigt und die auf den Namen "Xylophon" hören. Zum Glück lässt sich diese Funktion im Profilmenü einstellen respektive abschalten. Apropos einstellen: Das Konfigurieren des E-Mail-Clients dürfte für unbedarfte User zur Tortur werden, denn hier fehlt ein Assistent, der einem bei diesem nicht ganz trivialen Vorgang zur Seite steht.

Reichlich Multimedia, aber kein HSDPA

Kamera

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Die 2-Megapixel-Kamera schießt ansehnliche Bilder; ein Autofokus fehlt aber.

Wie es sich für ein 3G-Handy gehört, beherrscht das SGH-L760 Videotelefonie. Bei den weiteren UMTS-Features gibt es sich allerdings zurückhaltend. So verfügt der Slider zwar über den Downloadbeschleuniger EDGE für die GSM-Netze, nicht aber über den Datenturbo HSDPA für den UMTS-Einsatz. Dafür gibt er bei den Multimedia-Features Gas: Eine 2-Megapixel-Kamera mit Videofunktion sorgt für scharfe Bilder, auf einen Autofokus oder einen Blitz muss der Käufer aber verzichten. Mit musikalischer Untermalung dienen wahlweise das UKW-Radio oder der gut bedienbare Musicplayer. Dieser beherrscht mit AAC, MP3 und WMA samt aktueller DRMs nicht nur alle relevanten Musikformate, sondern lässt sich - wie auch das Radio - im Hintergrund betreiben und dann mit den Steuerkreuztasten bedienen. Allerdings tönte das SGH-L760 mit dem mitgelieferten Stereo-Headset stets bass- und grundtonarm, ein Tausch gegen bessere Nachrüstkopfhörer ist durch den proprietären Anschluss nicht möglich und einen Equalizer zur individuellen Klanganpassung gibt's nicht. Der interne Speicher von 40 MB reicht natürlich nicht weit, lässt sich aber per MicroSD-Karte aufbohren, wobei der Käufer selbige erst kaufen muss. Ein Datenkabel samt Software für den Musiktransfer vom PC sowie die Synchronisation mit Outlook findet sich dagegen im Lieferkarton. Ein HTML-Browser, ein RSS-Reader, ein guter Kalender und zahlreiche Goodies wie Timer oder Umrechner runden die praxistaugliche Ausstattungsliste ab.

Gute Ausdauer, stromhungriges Display

Musicplayer

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Der Musicplayer spielt auch im Hintergrund, sodass man nebenher etwa SMS tippen kann.

Im Labor offenbarte das SGH-L760 gute Ausdauerwerte. Bis zu 15 Tage im GSM-Einsatz und hervorragende 24 Tage im UMTS-Betrieb können sich wahrlich sehen lasssen. Auch die Gesprächszeit mit bis zu fünf Stunden im E-Netz darf als sehr gut gelten. Wie üblich sinkt diese im UMTS-Einsatz allerdings auf magere zwei Stunden. Auch das helle Display forderte im Labor seinen Tribut und zwang im Betrieb den Akku bereits nach knapp fünf Stunden in die Knie. Bei den Kardinaltugenden Sende- und Empfangsqualität sowie Akustik konnte das Samsung in den GSM-Netzen ein dickes Lob einheimsen, im UMTS-Betrieb lässt sich dagegen noch Einiges verbessern. Tipp: Wer keine Videotelefonie und keine schnellen Datendownloads braucht, kann den UMTS-Modus deaktivieren und so von besserem Empfang und mehr Ausdauer profitieren.

Mit dem SGH-L760 ist Samsung ein richtig guter Allrounder zum günstigen Preis gelungen. Zwar gibt es ein paar Kritikpunkte wie das Fehlen von HSDPA oder das druckempfindliche Display, doch in der Summe überwiegen die positiven Merkmale klar. Und die Standby-Zeit im UMTS-Netz ist mit über 24 Tagen eine Kampfansage in dieser Klasse.

Samsung SGH-L760

  
HerstellerSamsung
Preis279.00 €
Wertung385.0 Punkte
Testverfahren0.9

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