Menü

Testbericht Samsung Wave 3 im Test

von
Samsung Wave 3
Labortest
65,6 %
Zuletzt aktualisiert: 29.07.2014
Samsung Wave 3
Smartphones
Pro
  • perfekte Verarbeitung
  • gute Ausstattung
  • lässt sich intuitiv und einfach bedienen
Contra
  • NFC-Chip fehlt
Fazit

In puncto Musik macht dem Bada-Newcomer kaum ein Smartphone etwas vor.

Anzeige
Samsung hat sein hauseigenes Betriebssystem überarbeitet. Kann das erste Modell mit Bada 2.0, das Samsung Wave 3, überzeugen? Unser Test gibt die Antwort.

Um Bada, das hauseigene mobile Betriebssystem von Samsung, war es hierzulande in letzter Zeit etwas ruhig geworden. Doch stille Wasser sind bekanntlich tief: So konnte Bada laut den Analysten von Gartner im dritten Quartal 2011 Microsofts Windows Phone im Weltmarkt überholen. Damit die Erfolgsgeschichte nicht ins Stocken gerät und auch in Deutschland richtig Fahrt aufnimmt, haben die Koreaner bereits auf der IFA mit Bada 2.0 nicht nur ein Update ihres OS (Operating System) vorgestellt, sondern mit den Modellen Wave 3, Wave M und Wave Y ein komplett neues Line-up auf den Tisch gelegt. Jetzt ist endlich die Serien­version des Topmodells Wave 3 für 459 Euro zu haben – und muss sich natürlich sofort dem harten Testprozedere von connect stellen.

Edler Auftritt

Elegant: Die Rückseite besteht fas vollständig aus Aluminium
Elegant: Die Rückseite besteht fas vollständig aus Aluminium ©

Wobei die äußere Erscheinung des Wave 3 selbst den verwöhnten Testredakteuren ein anerkennendes Zungenschnalzen entlocken konnte. Kein Wunder, denn aus dem schwarzen Heer an Kunststoff-Smartphones sticht das Samsung mit seinem Mantel aus gebürstetem Aluminium gleich heraus. Da muss die perfekte Verarbeitung kaum noch extra erwähnt werden. Bemerkenswert: Akku, SIM-Karte und Micro-SD-Slot sitzen nicht unter einem labbrigen Deckel, sondern sind sehr elegant über eine Slidermechanik zugänglich. Das Gehäuse lässt sich dazu ein Stück nach oben ziehen und gibt so den unteren rückseitigen Bereich frei.

Nicht nur Materialien und Verarbeitung bewegen sich auf Spitzenniveau, auch der kapazitive 4-Zoll-Touchscreen mit 480 x 800 Pixeln ist ein Leckerbissen – und das nicht nur wegen seiner direkten Reaktion auf Berührungen. Die OLED-Anzeige der jüngsten Generation stellt Farben natürlich und nicht so überzeichnet dar wie frühere Displays dieses Typs. Wie bei OLEDs üblich, fällt der Helligkeitswert etwas schwächer aus als bei TFT-Screens. Doch sind die erzielten 292 cd/m2 aller Ehren wert.

Bada 2.0 mit neuen Features

Der überarbeitete Dolfin-Browser lädt Internetseiten nun deutlich flinker
Der überarbeitete Dolfin-Browser lädt Internetseiten nun deutlich flinker ©

Die neueste Variante von Bada bietet im Vergleich zu den bisherigen Versionen einige Verbesserungen. So beherrschen Bada-2.0-Smartphones nun Multitasking, reagieren auf Sprachbefehle (Text to Speech), setzen gespochenen Text in Schrift um (Speech to Text) und beherrschen WiFi-Direct, können also zwei oder mehr kompatible Geräte ohne zusätzlichen Router koppeln. Die persönliche Note wird ebenfalls groß geschrieben: Das Wave 3 bietet nicht nur die üblichen Einstellmöglichkeiten beim Startscreen und beim Hauptmenü, sondern auch bei der Anzeige für die Bildschirmsperre. Hier können nun etwa Wetterdaten eingebettet werden. Und nicht zuletzt erlaubt es Bada 2.0, Ordner im Hauptmenü zu erstellen, sodass sich ähnliche Programme einfach gruppieren lassen. Auch der integrierte Webkit-Open-Source-Browser Dolfin präsentiert sich in der Version 3.0 deutlich verbessert. Der Seitenaufbau gelingt wesentlich flotter und die Bedienung geht noch bequemer von der Hand.

Zudem lasssen sich im Hauptmenü des Wave 3 weitere interessante Funktionen finden. Über das Icon „Music Hub“ kommt der Nutzer etwa zum Musicshop von 7digital, der „Social Hub“ bündelt alle Nachrichten in einem Portal und der Messenger ChatOn ist ein plattformübergreifender Nachrichtendienst. Das alles lässt sich intuitiv und einfach bedienen und stellt selbst Smartphone-Novizen vor keine unlösbaren Aufgaben.

Kein NFC für das Wave 3

Der tolle Musicplayer bietet nicht nur eine attraktive Coverflow-Darstellung sondern auch sonst reichlich Mehrwert
Der tolle Musicplayer bietet nicht nur eine attraktive Coverflow-Darstellung sondern auch sonst reichlich Mehrwert ©

Die technische Basis des Wave 3 ist mit dem 1,4-GHz-Prozessor, schnellem n-WLAN, A-GPS und HSPA+ auf dem Stand der Zeit. Sehr knapp kalkuliert für ein Smartphone dieses Kalibers sind jedoch die 3 Gigabyte Speicher, die sich System und Benutzer auch noch teilen müssen. So bleibt dem Besitzer des Wave 3 am Ende lediglich 1 GB übrig. Zum Glück lässt sich diese schmale Reserve über den Micro-SD-Slot unterhalb besagter Akkuabdeckung problemlos um bis zu 32 GB erweitern. Das reicht dann auch für eine größere Musiksammlung inklusive einiger Videos.

Was das Wave 3 nicht an Bord hat: einen NFC-Chip. Das ist schade, schließlich sind die beiden kleineren Wave-Modelle, die leider noch nicht zum Labortest zur Verfügung standen, bereits mit dem modernen Kurzstreckenfunk ausgestattet. Eventuell stört das Metallgehäuse die reibungslose Funktion. Und da NFC auch für sensible Datenübertragung wie bargeldloses Bezahlen eingesetzt wird, ist Samsung hier wohl auf Nummer sicher gegangen.

Samsung Wave 3

Samsung Wave 3

vergrößern

Unterhaltungskünstler inklusive

Ganz in seinem Element ist das Wave 3 beim Thema Unterhaltung. In puncto Musik macht dem Bada-Newcomer kaum ein Smartphone etwas vor. So besitzt das Wave 3 einen der besten Musicplayer. Dieser bietet diverse Soundeinstellungen, eine attraktive Coverflow-Darstellung und die Möglichkeit, per DLNA die aktuelle Wiedergabe drahtlos direkt auf kompatible Wiedergabesysteme zu beamen.

©

Etwas unüblich sitzt die Kopfhörerbuchse auf der Unterseite, was im Alltag jedoch nicht weiter stört. Mit dem ausgewogenen Frequenzverlauf und einem Klirrfaktor von lediglich 0,03 % sowie eine Rauschabstand von 96 dB stimmen auch die technischen Daten. Für mehr Pepp beim Hören dürfen die genutzten Lauscher auch gerne etwas bassstark abgestimmt sein.

Nachholbedarf im Vergleich zu Apples App Store, dem Android Market und auch dem Windows Marketplace hat allerdings der Bada-Shop „Samsung Apps“. Aktuell sind hier insgesamt etwa 12 500 der bei den Nutzern sehr beliebten Miniprogramme gelistet – das sind deutlich weniger als bei den genannten Mitbewerbern. Die wichtigsten Tools, Spiele und Add-ons stehen jedoch auch im Bada-Shop zum Kauf per Kreditkarte oder zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Themen:

Samsung - Alle Smartphones-Test im Überblick

Alle Handy/Smartphone Tests

 
comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Samsung Wave 3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Anzeige
x