Testbericht

Samsung Wave M im Test

Das Bada-Modell überzeugt mit runder Ausstattung und traumhafter Ausdauer. Die Anzeige könnte jedoch besser sein.

  1. Samsung Wave M im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Samsung Wave M

© Samsung

Samsung Wave M
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EUR 159,95

Pro

  • übersichtliches Hauptmenü
  • überragende Ausdauer

Contra

  • Display nicht blickwinkelstabil
  • grobe Displayauflösung
57,8%

Mit dem Wave M schickt Samsung ein Mittelklassemodell ins Rennen um die Gunst der Käufer. Es soll an die starke Leistung des Bada-Flaggschiffs Wave 3 anknüpfen - und um es vornewegzunehmen, das ist dem Wave M mit Bravour gelungen.

Display mit Schwächen

Optisch und haptisch trennten die beiden Wave-Modelle freilich Welten, was sich auch im Preis niederschlägt. So kostet das Wave M ohne Vertrag 259 Euro, was nicht nur im Vergleich zu den üppigen 429 Euro des großen Bruders günstig ist. Die Verarbeitung geht aber dennoch in Ordnung. Spaltmaße sind keine zu sehen, Knarzen ist auch bei härterem Zugriff nicht zu vernehmen. Die Kunststoffrückseite wartet mit einem gefälligen Metall-Look auf, insgesamt gibt sich das Wave M aber optisch eher zurückhaltend. Das lässt sich von der 3,6 Zoll großen TFT-Anzeige nicht behaupten, denn diese trumpft mit einer satten Helligkeit von 379 cd/m2 auf, was das Smartphone auch für den Einsatz in Sonnenlicht tauglich macht.

Interessant ist zudem, dass die nominell etwas kleinereAnzeige des Wave M auf Grund des Seitenverhältnisses (3:2) mit 39,3 cm2 mehr Fläche bietet, als das 3,7-Zoll-Display des Motorola Defy+ (16:9; 37,7 cm2). Dies zahlt sich vor allem beim Surfen mit dem flotten Dolfin-3.0-Browser aus. Weniger schön: Während die Auflösung mit 320 x 480 Pixeln für die Preisklasse gerade noch in Ordnung geht, stört die starke Blickwinkelabhängigkeit doch enorm. Zudem wirken die Icons auf dem Display recht pixelig.

Samsung Wave M

© Hersteller

Samsung Wave M

Bada 2.0 inklusive NFC

Die jüngste Überarbeitung des Samsung-Betriebssystems Bada auf die Version 2.0 bringt zahlreiche kleine und große Verbesserungen mit sich. So kann der Nutzer nun im übersichtlichen Hauptmenü und auch auf dem Startscreen mit seinen maximal zehn Ebenen Ordner anlegen. Apropos Startscreen: Hier bietet das Wave M zusätzlich einen Livescreen an, der übersichtlich Wetter- und Börseninfos, aktuelle Nachrichten, Kalendereinträge, die Google-Suche und bevorzugte Kontakte zur Ansicht bringt. Die einzelnen Elemente kann der Nutzer dabei selbst bestimmen. Etwas mau sieht es allerdings bei den vorhanden Widgets aus: Hier muss man sich aus dem Shop "Samsung Apps" mit seinen etwa 12 000 Programmen bedienen.

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Samsung Wave M

© Archiv

Social Hub dient als Sammelbecken für sämtliche Nachrichten.

Ansonsten klappt die Bedienung vorbildlich einfach und dank dem mit 832 MHz getakteten Prozessor auch flott. Als besonderes Ausstattungshighlight hat das Wave M neben A-GPS, schnellem n-WLAN und HSDPA den Kurzstreckenfunk NFC an Bord. Mit diesem Feature wird es in Zukunft möglich sein, Einkäufe zu bezahlen oder spezielle Tags, die etwa einen versteckten Weblink beinhalten, zu lesen. Auf der Vermisstenliste befindet sich allerdings HSUPA für den flotten Upload, etwa um Fotos in das eigene Onlinealbum hochzuladen.

Bildergalerie

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Überragende Ausdauerwerte

Für staunende Gesichter sorgte das Wave M dann im Labor. Hier lieferte das Bada-Smartphone eine Galavorstellung ab: 41 Tage Standby-Zeit, 5:35 Stunden typische Ausdauer und eine Gesprächszeit von bis zu 17 Stunden im GSM-Einsatz - das ist schon eine echte Hausnummer. Dazu gesellen sich überragende Akustikeigenschaften. Lediglich die durchschnittlichen Empfangswerte trüben das ansonsten perfekte Bild aus dem Messlabor.

Mit 411 Punkten liefert das Wave M nicht nur in diesem Umfeld eine Topleistung ab, sondern liegt auch gerade einmal einen Punkt hinter seinem teuren Bruder Wave 3. Bis auf die Display-Schwächen gibt es keinerlei Kritikpunkte an diesem potenten Allrounder zu bemängeln. Zumal der Preis erfreulich moderat ist - und im einschlägigen Online-Handel sicher unterboten wird.

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