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Testbericht

Samsungs Ultrabook 900X1B im Praxistest

Samsung 900X1B
Im Test: Samsung 900X1B
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Mit dem 900X1B fügt Samsung dem Trendthema Ultrabooks ein optisch eigenständiges Kapitel hinzu. Leichtigkeit und Ausdauer sind den Koreanern wichtiger als das letzte Quäntchen Performance.

Im Praxistest: Samsung 900X1B
Im Praxistest: Samsung 900X1B ©

"Ich wünschte, ich hätte Steve’s Geschmack. Bei Menschen und Produkten. Das ist magisch.“ Mit diesem nicht nur unter Konkurrenten außergewöhnlichen Lob zollte Microsoft-Chef Bill Gates einmal in einem Interview Apple-Mastermind Steve Jobs höchsten Respekt. Niemand sonst in der IT-Industrie hat je ein so gutes Gespür bei der Einführung neuer Produkte bewiesen. Immer wieder fand Jobs genau den richtigen Zeitpunkt, um aus einer innovativen Technik einen Massenmarkt zu schaffen. Und so darf er mit dem Anfang 2008 vorgestellten Macbook Air auch als Wegbereiter der jetzt populär werdenden Ultrabooks gelten. Dabei ist der Name an sich ein von Intel eingetragenes und an bestimmte Produkteigenschaften geknüpftes Warenzeichen, das auch das Air erst in seiner 2011er-Inkarnation erfüllt. Und einmal mehr hat Apple einen hartnäckigen Konkurrenten: Samsung. Die Koreaner legen mit dem 900X1B-A01 einen schicken kleinen Mobilrechner für 1049 Euro Preisempfehlung vor, die im freien Handel teilweise merklich unterschritten wird. Beim Prozessor hält sich das 900X nicht sklavisch an die Intel-Vorgaben für Ultrabooks, und auch optisch läuft es keine Gefahr, wegen Geschmacksmusterverletzungen vom Markt entfernt zu werden.

Eigene Linie beim Design

Denn obwohl das Gehäuse des 900X zum großen Teil aus Aluminium besteht, schließt Samsung mit der schwarzen Oberfläche jede Verwechslungsgefahr mit Apple-Produkten aus. Nur eine das Hauptgehäuse und den Displaydeckel umlaufende, etwa 1,5 Millimeter starke Kante ist in Silber gehalten. Diese optisch herausstechende Linie ist haptisch allerdings fraglich – angenehm in der Hand liegt das Samsung nicht. Vom Unibody-Stil anderer Ultrabooks hebt sich das 900X also deutlich ab, bei der Stabilität macht es aber keine Abstriche: Die kritische Verbindung zwischen Display und Hauptgehäuse ist über ein solides Gelenk realisiert. Außer der Netzteilbuchse sind alle Anschlüsse durch etwas wacklige Klappen geschützt. Zur Verfügung stehen zwei USB-Schnittstellen, ein Micro-HDMI-Eingang, ein nur über Adapter nutzbarer Ethernet-Port, ein Micro-SD-Card-Slot und eine Kopfhörer-Buchse. Der Akku ist ins Gehäuse integriert und damit nicht wechselbar.

Auch wenn die physikalischen Daten das 900X als Leichtgewicht kennzeichnen, bietet das User Interface mit Display, Tastatur und Trackpad einigen Komfort.
Auch wenn die physikalischen Daten das 900X als Leichtgewicht kennzeichnen, bietet das User Interface mit Display, Tastatur und Trackpad einigen Komfort. ©

Mit knapp über einem Kilo ist das Samsung sehr leicht. Dafür gehört es mit seinem 11,6-Zoll-Display aber auch zu den kleineren Vertretern seiner Klasse. Die Auflösung liegt mit 1366 x 768 Pixeln im Rahmen dessen, was teils auch bei 13,3-Zöllern üblich ist, wie der Test des Acer Aspire S3 zeigt. Inhalte sind dank guter Entspiegelung, hoher Blickwinkelstabilität und einer maximalen Helligkeit von rund 330 cd/m2 gut ablesbar. Beleuchtet ist auch das nahezu standardkonforme Keyboard mit seinen solide geführten Tasten, die wie bei Ultrabooks üblich einen vergleichsweise geringen Hub aufweisen. Das multitouchfähige Trackpad reagiert präzise, nur die nahtlos integrierten Tasten erfordern Aufmerksamkeit.

Für die Leistung sorgt ein 1,3 Gigahertz schneller Core-i3-Prozessor. Hier verfehlt das 900X die Ultrabook-Vorgaben von Intel, die mindestens einen i5 mit 1,6 GHz vorschreiben. Der holt unter günstigen Bedingungen per „Turbo Boost“ eine noch höhere Taktfrequenz heraus, die man aber nur bei sehr leistungshungrigen Anwendungen spürt. In vier Recheneinheiten (Dual Core mit je maximal zwei getrennten sogenannten Threads) arbeiten sowohl i3- als auch i5-Prozessor. An Arbeitsspeicher brachte unser 900X üppige 4 Gigabyte mit.

Kleine Festplatte, gute Ausdauer

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Etwas knapp ausgefallen ist die in schneller und mechanisch stabiler SSD-Technik ausgeführte Festplatte mit knapp 60 nutzbaren Gigabyte. Ihre Geschwindigkeit ist mit dafür verantwortlich, dass das Samsung in wenigen Sekunden aus dem Standby-Modus erwacht. Langen Atem zeigt das Ultrabook im Ausdauertest: Unter normalen Betrieb simulierenden Testbedingungen hielt es über sieben Stunden durch. Nur die Stabilität des WLAN-Adapters konnte nicht überzeugen: Wo andere Mobilrechner noch dauerhafte Verbindungen aufbauten, schwächelte das Samsung 900X deutlich. Schade, denn ansonsten hinterlässt es einen durchaus positiven Eindruck.

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