Testbericht

Sony Ericsson C902

Überzeugender Einstand des neuen Cybershot-Primus: Mit nur 11 Millimetern Tiefe lässt das C902 seine pummeligen Vorgänger aus der K-Klasse ziemlich alt aussehen. Und auch sonst hat das edle Fotohandy, das auch als HSDPA-Modem gute Dienste leistet, so einiges an innovativen Ideen zu bieten.

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Testbericht Sony Ericsson C902

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Testbericht Sony Ericsson C902

Denn neben der für Sony Ericsson bereits seit Längerem typischen Kooperation mit Googles Blogger-Service, der die Einrichtung und Beschickung eines Foto- und Videoblogs vom Handy aus erlaubt, gibt es für das C902 auch stylische Applikationen für die beliebten Webdienste Facebook und Bebo: Mit dem "Storyteller" lassen sich Fotos mit Sprechblasen und anderen Gimmicks versehen, zu Diashows zusammenstellen und direkt über Facebook oder Bebo der eigenen Community zugänglich machen.

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Einen 5-Megapixel-Sensor hat das C902

Hardwareseitig sorgt ein Bewegungssensor für die richtige Ausrichtung des Displays - das ist zwar nichts bahnbrechend Neues, aber wer den Sensor einmal als Neigungslenkung im mitgelieferten Spiel "Need For Speed ProStreet" eingesetzt hat, kann sich der Innovationskraft dieses Features kaum mehr entziehen.

Erst ziehen, dann schießen

Frische Ideen gibt's auch im angestammten Spezialbereich der Cybershot-Serie: So wird die Kamera durch das Auseinanderziehen des C902 freigelegt und aktiviert - das klappt intuitiv und noch schneller als das Öffnen einer rückseitigen Linsenabdeckung.

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Das C902 liefert eine prima Bildqualität ab

Anschließend darf scharf geschossen werden: Die schicke Edelflunder bietet dank 5-Megapixel-Sensor, Autofokus und Goodies wie Gesichtserkennung oder Bildstabilisierung eine hervorragende Bildqualität, die den Vergleich mit den Carl-Zeiss-Geräten von Nokia nicht zu scheuen braucht.

Ambitionierte Handyfotografen dürfen über die blau beleuchteten Touch-Felder am rechten und linken Displayrand - im Fotomodus sind sie natürlich oben und unten - motivbezogene Anpassungen vornehmen und gerne auch zwischen Matrix- und Spotmessung entscheiden oder die Belichtung manuell steuern.

Videos zeichnet das Gerät mit rasanten 30 fps (Bildern pro Sekunde) auf, verzichtet aber bei der Auflösung auf TV-taugliche VGA-Qualität und bietet immerhin noch 320 x 240 Pixel - das ist Standard und alles andere als innovativ. Auch ein Xenon-Blitz statt Fotolicht hätte dem C902 gut zu Gesicht gestanden.

Perfekte Verarbeitung

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Edle Flunder, haptisch gerecht

Vollkommen unverständlich ist dagegen, warum Sony Ericsson dem 459 Euro teuren Gerät keine Speicherkarte beilegt. Zwar genügen 160 MB an internem Speicher für die ersten Erkundungen der Multimedia-Ausstattung, die neben Video- und Musicplayer auch ein Radio beinhaltet; früher oder später wird jedoch bei intensiver Nutzung ein nicht ganz billiger Memory Stick Micro fällig.

Positives lässt sich von der Qualitätsfront vermelden: Die Verarbeitung liegt auf höchstem Samsung-Niveau, die Tasten sind ausreichend dimensioniert und bieten einen eindeutigen Druckpunkt. Auch die übrige Haptik wird dem edlen Äußeren mehr als gerecht.

Gute Ausdauerleistung

Erst als die Messtechniker dem C902 auf den Pelz rückten, büßte der Cybershot-Primus etwas von seinem Glanz ein: Die ausgesprochen mittelmäßigen Sende- und Empfangsqualitäten verhindern eine Spitzenplatzierung, sollten aber auch kein Grund zur Sorge sein - lediglich in schlecht versorgten Gebieten ist mit Problemen zu rechnen.

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Need for Speed: Dank Bewegungssensor macht das Gaming höllisch viel Spaß

Beeindruckend hingegen ist die Kondition im Vergleich zu dem mit selbem Akku ausgestatteten C702: Mit sechs Stunden Gesprächszeit im D-Netz und fast sieben Stunden im E-Netz sowie 330 beziehungsweise 342 Stunden Standby-Zeit stellt es den Testgegner klar in den Schatten.

Sony Ericsson C902

HerstellerSony Ericsson
Preis299.00 €
Wertung347.0 Punkte
Testverfahren1.0

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