Testbericht

Sony Ericsson Elm

Sony Ericsson hat seine umweltfreundliche, als "GreenHeart" bezeichnete Handyreihe mit dem neuen Candybar-Modell Elm weiter ausgebaut.

  1. Sony Ericsson Elm
  2. Datenblatt
Sony Ericsson Elm

© Sony

Sony Ericsson Elm

Der Öko-Riegel kommt sparsam verpackt und ohne gedruckte Bedienungsanleitung daher - wer Hilfestellung sucht, findet diese in digitaler Form direkt auf dem Handy unter "Einstellungen/Hilfe" oder auf www.sonyericsson.com unter "Support". Auch die Sync-Software packt der Hersteller nicht in die kleine Verpackung, sondern stellt sie lediglich als Download bereit.

Sparsam fällt leider auch der Lieferumfang aus: Weder Datenkabel noch Speicherkarte sind am Start. Zwar unterstützt das Elm Sync-Profile für den Outlook-Abgleich, bekommt aufgrund des fehlenden Datenkabels in unserer Wertung dafür jedoch keine Punkte. Um dem Öko-Anspruch vollends gerecht zu werden, legt Sony Ericsson ein stromsparendes Ladegerät bei und gibt an, das Gehäuse des Elm aus recyceltem Kunststoff von alten Wasserflaschen und CDs hergestellt zu haben. Dies soll jedoch nicht zu der falschen Annahme führen, das Gehäuse sei deswegen zweitklassig. Zugegeben: Die geschwungene Rückseite wirkt in Sachen Materialqualität nicht eben preisverdächtig. Dafür kann die Front mit einem stabilen Bildschirm und einer gummierten, mit sauber definiertem Druckpunkt konstruierten Zifferntastatur überzeugen.

Ebenfalls spartanisch fallen die Anschlussmöglichkeiten aus: Zum Andocken von Kopfhörern und zum Verbandeln mit dem PC hat das Elm nur einen proprietären Anschluss - doppelt ärgerlich natürlich, dass das Datenkabel nicht mitgeliefert wird.

Dann ist aber auch Schluss mit sparsam: Ausstattungsseitig hat Sony Ericsson in die Vollen gelangt und die Platine des Ökohandys mit ordentlich Features bestückt. Im 3G-Betrieb zeichnet HSPA mit 7,2 Mbit/s im Down- und 1,8 Mbit/s im Upload verantwortlich, während EDGE in den vier GSM-Netzen für flotten Datentransfer sorgt. Noch schneller geht's dank passendem WLAN-Interface in Hotspot-Nähe.

Als Sahnehäubchen zum GPS-Empfänger ist noch eine einmonatige Testlizenz für die Navi-Software Wisepilot vorinstalliert - so ein pralles Featurepaket ist in dieser Preisklasse nicht eben selbstverständlich. Verstärkt zu beobachten ist derzeit der Trend, Handys mit einem Lärmfilter zur Reduzierung von Hintergrundgeräuschen auszustatten. Das Elm verwendet hierzu ein zweites Mikrofon, das beim Telefonieren das Gesprochene vom Straßenverkehr unterscheiden und letzteren dämpfen kann.

Beim Testen hat sich herausgestellt, dass die Technik im Ansatz gut funktioniert, jedoch bisher nicht ganz ausgereift ist. So war der Verkehrslärm an der stark befahrenen Straße vor der Stuttgarter Liederhalle zwar merklich leiser. Allerdings klang die Stimme in Senderichtung etwas schrill und abgehackt. Wen dieser Umstand stört, der kann den Lärmfilter während eines aktiven Gespräches unter "Optionen" einfach deaktivieren.

Eine durch und durch gelungene Vorstellung

Auch in Sachen Softskills spielt das Elm in einer gehobenen Liga und bringt sowohl E-Mail-Client als auch Webbrowser und RDS-Radio mit. Neben ordentlichen Organizer-Funktionen und einer Direktverknüpfung zur "PlayNow Arena" fürs Softtuning ist auch ein für Sportfans praktisches Tracker-Tool und eine optisch wie funktional gefällige Mediendarstellung von Bild, Video und Musik mit von der Partie.

Der durchweg positive Eindruck setzte sich auch im Testlabor fort. Mit etwas unter sechs Stunden Akkupower im täglichen Nutzungsmix ist das Elm zwar kein Ausdauerregent, konnte dafür aber mit guten Akustik- und Empfangswerten punkten. Am Ende des Tages bleibt festzuhalten: Im direkten Vergleich muss sich Samsungs S5350 dem Elm klar geschlagen geben.

Sony Ericsson Elm

HerstellerSony Ericsson
Preis149.00 €
Wertung375.0 Punkte
Testverfahren1.0

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