Testbericht

Sony Ericsson Xperia Neo im Test

Das Neo ist Sony Ericssons Alternative zum 4,2-Zoll-Flaggschiff Arc und zum Playstation-Smartphone Play. Angefangen beim Preis ist hier alles eine Nummer kleiner.

  1. Sony Ericsson Xperia Neo im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Sony Ericsson Xperia Neo

© Sony Ericsson

Im Test: Sony Ericsson Xperia Neo

439 Euro soll das Neo kosten, wobei sich in Onlineshops bereits Angebote für rund 300 Euro finden. Der Preisunterschied etwa zum Nokia X7 ist in der Realität also deutlich größer als es die Preisempfehlungen vermuten lassen. Das Neo ist in der oberen Mittelklasse zu verorten - und die ist momentan deshalb so interessant, weil die Geräte im Vergleich zu den teuren Top-Smartphones nichts Wesentliches entbehren. Das gilt auch für das Sony Ericsson Neo.

Design und Verarbeitung

Das 117 Gramm schwere Xperia Neo steckt in einem Kunststoff-Gehäuse

© Hersteller

Das Xperia Neo steckt in einem Kunststoff-Gehäuse, die Verarbeitung zeigt keine Mängel

Das 117 Gramm leichte Smartphone steckt in einem glänzenden Kunststoffgehäuse, das recht kompakt, wenn auch etwas dicker als bei den beiden Konkurrenten ausfällt. Die Verarbeitung zeigt keine Mängel, ganz so edel wie das X7 im Metallgehäuse kommt das Neo aufgrund des Materials aber nicht daher. Während die superflachen Touchscreen-Geräte häufig auf der Hand balanciert werden müssen, hat man das an allen Kanten gerundete Gehäuse des Neo sicher im Griff.

Dazu trägt auch die schlanke Front bei, insgesamt vermittelt das Design den Einruck, dass man nicht viel mehr als einen Touchscreen in Händen hält. Tatsächlich verschenkt Sony Ericsson wenig Platz rund um die 3,7-Zoll-Anzeige. Die Android-typischen Steuerungstasten sind als schmale, mechanische Drücker ausgelegt; Fehleingaben wie bei den häufig verwendeten Sensortasten sind hier kaum möglich. Zudem lässt sich mit der Home-Taste die Displaybeleuchtung aktivieren; bei Geräten mit Sensortasten klappt das oft nur mit der Einschalttaste, die sich meist oben am Gehäuse befindet.

Exzellentes Display

Sony Ericsson Xperia Neo

© Archiv

Um die Displayausrichtung kümmert sich der Lagesensor, die automatische Ausrichtung lässt sich aber auch abschalten.

Die Anzeige selbst fällt mit einer Diagonale von 3,7 Zoll kleiner aus als bei den Konkurrenten im Testfeld - und schlägt diese trotzdem bei der Auflösung: 480x854 Pixel sorgen für eine brillante Darstellung, beim LG Optimus 3D sind es 480x800, beim X7 360x640 Pixel. Das zeigt sich spätestens beim Betrachten von Fotos, deren Darstellung laut Sony Ericsson durch die vom Arc bekannte Mobile Bravia Engine verbessert werden soll. Genau genommen kann das Neo mehr darstellen als das X7 und das Optimus 3D und leuchtet so hell, dass es auch in grellem Licht gut abzulesen ist. Der berührungsempfindliche Bildschirm kommt auch mit Multitouchgesten zurecht.

Android 2.3.3

Sony Ericsson Xperia Neo

© Archiv

Statt in einer langen Liste verteilt Sony Ericsson die Menüeinträge auf mehrere Reiter.

Dass die Anzeige etwas kleiner ist, fällt spätestens beim Blick auf den Startbildschirm auf. Die Icons in der Statusleiste wie auch die Bezeichnungen unter den Icons in der Schnellstartleiste unten am Display fallen doch recht klein aus.

Letzteres ist aufgrund der selbsterklärenden Symbole aber gut zu verkraften, zumal die Android-Oberfläche ansonsten gut zu bedienen ist. Sony Ericsson setzt auf die aktuelle Android-Version Gingerbread (2.3.3) und hat dieser, wie immer bei den Xperia-Modellen, seine eigene Note verpasst.

Statt in einer langen Liste sind die Einträge im Hauptmenü auf mehrere Bildschirme verteilt, durch die man mit einem horizontalen Wischer übers Display schnell blättern kann. Das entspricht der Logik der fünf frei definierbaren Startbildschirme, die ebenfalls nebeneinander angeordnet sind.

Timescape für soziale Netzwerke

Die wichtigste Erweiterung der Android-Plattform ist Sony Ericssons Benachrichtigungsfunktion Timescape. In 3-D-Optik bringt Timescape wichtige Neuigkeiten auf den Startbildschirm. Welche das sind, kann der Nutzer selbst festlegen. Neben neuen Nachrichten und verpassten Anrufen können das auch Statusupates und Tweets von Facebook und Twitter sein, wobei sich jeweils nur ein Nutzerkonto einbinden lässt. Wer diese Dienste gern und häufig in Gebrauch hat, hat sie mit Timescape jederzeit im Blick, ohne den passenden Client starten zu müssen.

Ausstattung

Sony Ericsson Xperia Neo

© Archiv

Die Statusupdates aus Facebook werden samt Profilbild des Absenders dargestellt.

Die übrige Ausstattung entspricht dem, was wir von Top-Smartphones gewohnt sind. So hat das Sony Ericsson einen 1-Gigahertz-Prozessor von Qualcomm verbaut. Ins Internet geht's per WLAN oder HSPA, die 277 Megabyte an freiem, internem Speicher ergänzt Sony Ericsson mit einer 8-Gigabyte-Speicherkarte. Der GPS-Empfänger samt Kompass macht das Neo im Zusammenspiel mit Google Maps zur mobilen Navi. Auch ein UKW-Radio ist an Bord, an praktischen Extras hat der Hersteller zudem eine Office-Suite vorinstalliert, mit der sich Office-Dokumente zumindest betrachten lassen. Über den Android Market kann man die Softwareausstattung zudem fast beliebig erweitern.

Als echtes Highlight bringt das Neo einen HDMI-Anschluss sowie eine 8-Megapixel-Kamera mit, die einen lichtempfindlichen Sensor nutzt. Obwohl hier nur eine kleine LED verbaut ist, gelingen damit auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch natürliche Aufnahmen. Weiterer Pluspunkt: Über die Kamerataste lässt sich der Autofokus sicher steuern.

Messwerte und Fazit

Sony Ericsson Xperia Neo

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connect-Kurzbewertung

Im Labor gab das Neo ein gutes Bild ab. Ob Empfang, Klang oder Ausdauer: Die Ergebnisse sind durchweg gut. Die Ausdauer bei Dauernutzung liegt mit knapp 6:30 Stunden deutlich über der der Konkurrenten. Die Gesprächszeit im UMTS-Netz beträgt knapp vier, im GSM-Betrieb weit über zehn Stunden. Dass der gemessene Empfang im GSM-Netz etwas schwächer ist als bei den anderen Kandidaten erweist sich im Alltag in gut versorgten Gebieten nicht als Nachteil.

Sony Ericsson ist mit dem Neo ein gutes Android-Smartphone gelungen, das sich als günstige Alternative zu den teuren Topmodellen empfiehlt.

Weitere Informationen:

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