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Testbericht

Sony Xperia Tablet Z im Test

Sony Xperia Tablet Z
Labortest
78 %
Zuletzt aktualisiert: 21.10.2014
Sony Xperia Tablet Z
Tablets
Pro
  • hervorragendes Display
  • wasser- und staubgeschützt
  • außergewöhnliches Design
  • 4-Kern Chip mit dedizierter Grafik
  • volle DLNA-Unterstützung
  • Infrarot-Fernbedienung
  • lichtstarke Kamera
  • Kamera mit Rauschunterdrückung
Contra
  • kein LED-Blitz
  • teuer
  • wenig Speicher
Fazit

Das flache Xperia Tablet Z ist wasserdicht und zeigt, bis auf die Ausdauer, durchweg gute Testergebnisse.

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Das derzeit dünnste Tablet: Im Test offenbart das Xperia Tablet Z die Vorzüge einer Display-Revolution von Sony, ist obendrein wasserdicht und empfiehlt sich doch fürs Wohnzimmer.

Vorbei die Zeiten, in denen Hi-Fi-Türme und TV/Videoanlagen die Wohnzimmer zierten, und dahinter unzählige Kabel und noch mehr Anschlüsse möglichst im Verborgenen bleiben sollten. Heute braucht man nur noch: einen Fern­seher, eine große Festplatte, ein Netzwerk. Und ein Tablet, das alles miteinander verbindet. Qualität spielt natürlich weiterhin eine Rolle. Und Technik auch.

Heinmvernetzung als Kinderspiel

Das Stichwort heißt DLNA, das die Vernetzung verschiedenster Geräte ermöglicht – mit dem Ziel, die gespeicherten Medien gemeinsam zu nutzen. Einige DLNA-fähige Geräte stellen Medien zur Verfügung, andere rufen sie ab, und manche organisieren nur die Ausgabe von einem Gerät auf ein anderes. Das Streamen von einer Festplatte auf einen Fernseher ist beispielsweise ein ideales Einsatzgebiet für Smartphones, die dabei nur als Controller agieren. Das Xperia Tablet Z kann dagegen alles. Und zeigt dies auch, anstatt die Möglichkeiten wie andere tief im Menü oder gar in den Einstellungen zu verstecken.

Top 10: Die besten Tablets im Test

Die Freigabe der Medien auf dem Tablet ist ein Kinderspiel: Auf der Suche nach Musik- und Filmtiteln zeigen die jeweiligen Player-Apps automatisch die anderen Medienserver im Heimnetz an. Hat man einen Titel gefunden, genügen zwei Knopfdrücke, und er landet auf dem Fernseher. Nur die Bezeichnung „throw“, englisch für werfen, ruft hierzulande nicht zwingend intuitiv die richtige Assoziation hervor.

Auch äußerlich ein Gewinn: Durch das Weglassen einer Luftschicht zwischen Display und Berührungsfläche ist das Tablet nur sieben Millimeter dünn.

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Damit man das Sony Xperia Tablet Z gar nicht mehr aus der Hand legen muss, kann man über Infrarot auch gleich den Fernseher umschalten. Die Remote-App Side View erkennt sogar etliche ältere Geräte verschiedenster Hersteller und legt sich, wenn sie gebraucht wird, in einem kleinen Fenster über den Screen. So wird das Tab­let zum vollen Control-Panel. Die Infos zum Film holt die Movies App notfalls aus dem Internet dazu. Auch Musikfreunde kommen dank des guten Klangs nicht zu kurz.

Nach Medienart getrennt zeigt der aufgeräumte Explorer des Xperia Tablet Z alle Dateien auf dem Tablet, und außerdem direkt in der App auch alles, was man in seiner Cloud gespeichert hat, sofern es sich um ein Konto bei Box, Dropbox, Sugarsync, Google Drive oder Sky Drive handelt.

Das Display ist ein Kracher!

Das Design des Xperia Tablet Z ist an die Optik der Xperia-Smartphones angepasst. Die Rundungen sind weg, selten war ein Tablet so eben und geradlinig gestaltet. Selten auch nur so dünn: 7 Millimeter sind für ein Tablet von knapp 500 Gramm ein echter Hammer!

Exakt 6,8 Millimeter dünn ist das Xperia Tablet Z. Das unterbietet derzeit kein anderes Tablet der 10-Zoll-Klasse, und auch nicht das kleinere iPad Mini mit seinen 7,2 Millimetern. Sony begründet den Raumgewinn mit einem neuartigen Display, dem Opti-Contrast-Panel.

So funktioniert das Opti-Contrast-Panel

Wie schon LG mit der Zero-Gap-Touch-Technologie beim Optimus G ist es aber auch Sony gelungen, die Luftschichten zwischen den einzelnen Displayschichten zu reduzieren. Dadurch wird das Tablet nicht nur schlanker: Weniger Lichtbrechungen sorgen zudem für eine klarere Anzeige.

Die beliebtesten Apps für Android-Tablets

In Verbindung mit der Mobile Bravia Engine 2, verspricht Sony eine Kontrastoptimierung in Echtzeit. Dunkle Töne in dunklen Bildbereichen sollen sich besser voneinander abheben und mehr Bilddetails offenbaren. Das ist beim Xperia Tablet Z mit bloßem Auge erkennbar. Gleichzeitig aber auch eine deutlich geringere Differenzierung der Kontraste in hellen Bildbereichen.

1. Glas, 2. Entfernte Luftschicht, 3. Sensorschicht, 4. Display
1. Glas, 2. Entfernte Luftschicht, 3. Sensorschicht, 4. Display ©

Das Display in den Labormessungen

Die connect-Messungen erfassen unter anderem das Kontrastverhältnis bei weniger als 1 Lux, 500 Lux und 20 Kilolux, also für den Betrieb im Dunkeln, Bürobedingungen und Tageslicht. Im reinen Android-Vergleich liegt das Xperia Z mit einem durchschnittlichen Kontrast von 1:312 an fünfter Stelle.

Spitzenreiter ist hier übrigens Amazons Kindle Fire HD. Bei geringer Beleuchtung wird das Xperia Tablet Z mit 1:1126 im selben Vergleichsfeld nur vom Huawei Media Pad 10 FHD mit einem Kontrastverhältnis von 1:1505 überflügelt.

Über dem Sicherheitsglas ist noch eine zusätzliche Splitterschutzfolie angebracht. Somit fehlt in dem zwiebeligen Aufbau eigentlich nur noch eine allerletzte Außenhaut gegen bleibende Fingerabdrücke. Denn die hinterlassen auf dem hochwertigen Display leider immer noch sehr leicht ihre Spuren.

Ausstattung: 3D-Surround-Sound

In den schmalen, rundum mit einem gummierten Schutz überzogenen Rand, hat Sony im oberen Bereich zu beiden Seiten insgesamt vier Mini-Speaker integriert – auf ein Headset allerdings verzichtet. Über den MHL-fähigen USB-Port auf der Unterseite kann man mit optionalen Adaptern auch HDMI oder normale USB-Sticks anschließen. Ein Micro-SD-Kartenslot ist natürlich ebenfalls an Bord.

Das getestete Sony Xperia Tablet Z mit LTE konnte auch eine 64 Gigabyte große SDXC-Karte problemlos lesen, allerdings nur im Format FAT32. Sieht man sich im Internet um, können die beiden reinen Wi-Fi-Versionen, mit 16 oder 32 Gigabyte Festspeicher zudem auch Karten im Format ExFat lesen. Damit ließen sich auch größere Videos leichter auf das Tablet bringen.

Durch die Softtouch-Oberfläche auf der Rückseite hat man das Tablet Z sicher in der Hand.
Durch die Softtouch-Oberfläche auf der Rückseite hat man das Tablet Z sicher in der Hand. ©

Die Anschlüsse sind allesamt unter fest sitzenden Abdeckungen verborgen. Das Öffnen über die kleine Kerbe, die sich am besten mit dem Finger­nagel erwischen lässt, ist nicht sehr erquicklich und sogar dann erforderlich, wenn man nur ein Headset ans Xperia Tablet Z anschließen will. Zudem baumelt die Abdeckung neben dem Kabel am Tablet. Hängt zusätzlich das Ladekabel dran, hängen schon zwei Laschen unschön in der Gegend herum.

Wasser marsch!

Das Ganze geschieht natürlich nicht ohne Grund, und auch nicht der reinen Schönheit des schnörkellosen Tablets wegen: Genauso wie das Smartphone Xperia Z ist auch das Xperia Tablet Z nach IP-55- und IP-57-Zertifizierung staub- und wasserdicht. Heißt im Klartext: Es soll sowohl einem Wasserstrahl standhalten als auch ein Tauchbad in bis zu einem Meter Tiefe 30 Minuten schadlos überstehen können.

Anders als beim Smartphone ist die Rückwand des Tablets nicht aus Glas, sondern aus einem weichen Kunststoff. Damit liegt es gut und griffig in der Hand oder auf dem Schoß – ist aber, wenn man nicht aufpasst, auch kratzempfindlicher. Durchdachtes Detail: Eine Markierung kennzeichnet den Sitz der NFC-Antenne. Das ist hilfreich, da die Funktechnik beim Einsatz räumliche Nähe fordert.

Kamera: It’s a Sony

Weiters sitzt eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Xperia Tablet Z – ohne Blitz, aber mit einer Tablet-Version von Sonys Exmor-R-Sensor. Die Bilder können sich sehen lassen: Auch bei mäßiger Beleuchtung sind Details gut zu erkennen und das Bildrauschen bleibt gering. Der gleiche lichtempfindliche Sensor werkelt auch in der 2-Megapixel-Frontkamera.

Vier Kerne für Bits und Bytes

Für die ruckel- und aussetzerfreie Unterhaltung auf dem Xperia Tablet Z sorgt Qualcomms Snapdragon-S4-Pro-Chip. Der Vierkerner und die dedizierte Grafikeinheit Adreno 320 dürften vor allem mit der Kontrastanpassung viel zu tun haben, die laut Sony in Echtzeit erfolgt.

So geht's: Android-Tablet perfekt konfigurieren

Die Performance des Multimedia-Spektakels hängt natürlich letztlich von der Auslastung des Netzwerks ab. Wenn bei drei Xperia-Tablets im Haus die Schwester über ihr Playstation-zertifiziertes Tablet mit der Konsole zockt, während im Wohnzimmer ein Blockbuster und im Badezimmer Musik aus der Cloud gestreamt wird, könnte es dann doch irgendwann mal eng werden ...

 
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Inhalt
  1. Sony Xperia Tablet Z im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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