Phablet mit 4K-Display

Sony Xperia Z5 Premium im Test

Sonys Flaggschiff Xperia Z5 Premium beeindruckt mit einem Rekord-Display, das mehr als 8 Millionen Bildpunkte auf 5,5 Zoll anzeigt. Doch wozu braucht man diese Pixelflut? Saugt die nicht den Akku leer? Und was hat der 5,5-Zöller sonst noch drauf? connect hat ihn ins Testlab gesteckt.

  1. Sony Xperia Z5 Premium im Test
  2. Sony Xperia Z5 Premium: Leistung und Messwerte
Sony Xperia Z5 Premium

© Sony

Sony Xperia Z5 Premium

EUR 659,99

Pro

  • Premium-Design und exzellente Verarbeitung
  • wasserdicht nach IP68
  • Fingerabdrucksensor in die Powertaste integriert
  • starkes Display mit extrem hoher Auflösung
  • hervorragende Kamera-Ausstattung
  • elegante Benutzeroberfläche mit vielen Sony-Extras

Contra

  • die hohe 4K-Auflösung bringt keinen Mehrwert
  • drahtloses Aufladen wird nicht unterstützt
  • Schwächen im GSM-Netz
  • hoher Preis

Fazit

connect-Urteil: gut (422 Punkte)
84,4%

Das Z5 Premium ist nach Xperia Z5 und Z5 Compact der dritte und letzte Vertreter von Sonys Z5-Reihe, der die Serie preislich und optisch nach oben hin abschließt. Von handlich kann bei 154 x 76 Millimetern und 181 Gramm keine Rede mehr sein, und eine UVP von 799 Euro spricht ebenfalls eine klare Sprache. Einen neuen Weltrekord vermutet man aber trotzdem nicht gleich unter dem schlichten Gehäuse, das aus zwei Glasplatten besteht, die von einem massiven Rahmen zusammengehalten werden.

Die damit verbundene schnörkellose Formensprache ist seit Jahren typisch für Sonys Premium-Modelle. Doch während das Glas auf der Rückseite bei Z5 und Z5 Compact rau und milchig ist, hat sich Sony beim Z5 Premium für eine glatte und glänzende Oberfläche entschieden. Aber damit nicht genug: In der (neben Gold und Schwarz dritten) Farbvariante Chrom ist die ganze Rückseite verspiegelt, was nicht nur Blicke, sondern auch Fingerabdrücke magisch anzieht. Die protzige Spiegeloptik dürfte nicht jedem gefallen, aber sie ist schon allein deshalb begrüßenswert, weil Sony damit die eingetretenen Pfade des immer gleichen Smartphone-Designs verlässt.

Die Verarbeitung ist - typisch für Japaner - exzellent bis hin zu einer IP-Zertifizierung (IP68). Das Smartphone ist gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser immun, dabei liegt der USB-Anschluss erfreulicherweise offen, was das fummelige Abnehmen der Schutzkappe beim Nachladen erspart. Gut gefallen hat uns auch die breite Powertaste, die rechts in den Rahmen eingelassen ist. Sie lässt sich gut erfühlen und beherbergt einen Fingerabdrucksensor mit einer sehr hohen Erkennungsrate. Man kann das Display also mit einem sanften Daumendruck bequem entsperren.

Sony Xperia Z5 Premium

© Sony

Das Display des Xperia Z5 Premium bietet eine tolle Darstellungsqualität. Unsere Messwerte zeigen aber auch, dass die 4K-Auflösung keinen Extrabonus bringt.

Display: Nicht immer 4K

Als Sony das Z5 Premium auf der IFA 2015 vorstellte, war die Aufregung groß, und zwar nicht wegen der beeindruckenden technischen Ausstattung, sondern weil dem Hersteller mit Blick auf das Rekord-Display Trickserei unterstellt wurde. Wie sich schnell herausstellte, werden die Inhalte in den meisten Fällen gar nicht in 4K dargestellt, also mit 3840 x 2160 Pixeln, sondern mit einer niedrigeren Auflösung, die einfach hochskaliert wird. Schuld daran ist aber nicht Sony, sondern vielmehr die schlichte Tatsache, dass das Android-Betriebssystem samt Apps gar nicht für eine so hohe Auflösung programmiert ist. Dem ultrascharfen Display fehlen also die Inhalte - ein Problem, das man auch von 4K-Fernsehern kennt. Momentan werden nur Fotos und Videos in "echtem" 4K angezeigt, und das auch nur, wenn sie in einer entsprechend hohen Auflösung gespeichert sind.

Das belastet allerdings den Speicher, denn wenn schon ein einminütiges Video locker 500 MB schluckt, dann braucht ein normaler Spielfilm in etwa 45 GB - was auch das Z5 Premium überfordert: 20,5 GB sind intern für alle Nutzerinhalte verfügbar, bis zu 200 GB lassen sich via Micro-SD nachrüsten. Nicht nur dieses Beispiel zeigt, dass 4K momentan eine Technologie ist, die - um es mal freundlich zu formulieren - ihrer Zeit weit voraus ist. Die Tatsache, dass Sony nicht einmal ein 4K-Demovideo in den Speicher packt, spricht ebenfalls Bände. Das könnte aber auch daran liegen, dass der erstaunte Betrachter beim Anschauen von nativen 4K-Inhalten schnell feststellen wird, dass die hohe Auflösung auf dem kleinen Display überhaupt keine Schärfevorteile bringt.

Einen Unterschied zu Full-HD oder 2K konnten wir beim besten Willen nicht feststellen. Was wir aber sehr wohl durch Messungen bestätigen konnten, ist die unabhängig von der aberwitzigen Auflösung sehr gute Darstellungsqualität des Panels.

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