Testbericht

stereoplay Praxis: So einfach, so gut

Wo Sie den Woofer aufstellen, ist Geschmacksache. In der Nähe der Boxen ist der Klang oft homogener, in Raumecken erzielen sie eine besonders intensive Anregung, ohne den Woofer groß zu stressen.

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Was überhaupt macht ein Woofer und wie bekomme ich ihn in meine Kette? Subwoofer sind auf Tiefbass spezialisierte, im Verhältnis zu Größe und Preis unglaublich leistungsfähige Spezialboxen. Ihre untere Grenzfrequenz, sprich ihr Tiefbassvermögen, wird vorwiegend von der Elektronik bestimmt und nicht so sehr von der Größe. Durch Limiter sind sie im Regelfall unzerstörbar.

Als erstes sollte der Anwender die Tonhöhe bestimmen, wo der Woofer eingrätschen soll. Bei einer Surround-Kette übernimmt das Speaker-Menü des Receivers diese Aufgabe; das regelbare Tiefpassfilter des Subwoofers bleibt inaktiv. Ein Surround-Receiver kann zusätzlich die übrigen Lautsprecher an der gleichen Stelle spiegelbildlich ausklinken, was selbige erheblich entlastet und dem Anwender deutliche Freiräume bei der Wahl der Ankopplung verschafft, die er bei Stereo in der Regel nicht hat.

Dazu dient die Betriebsart "Small", die für jeden Kanal anwählbar ist. Bei "Large" wird nur der Subwoofer bandbegrenzt. Letztere Variante klingt bisweilen homogener, belastet Satelliten (und Receiver) aber stärker. Mehr zum Thema Bassmanagement im kommenden Heft.

Bei Verwendung eines SurroundReceivers bitte dessen Sub-Out-Buchse mit dem LFE-Eingang des Woofers verbinden. Die Abkürzung steht für "Low Frequency Extension", was die Filter im Woofer umgeht. Ansonsten bitte die normalen Cinch-Eingänge verwenden und das Tiefpassfilter am Woofer auf Maximum drehen, damit sich die Filter nicht in die Quere kommen.

Die Übergangsfrequenz hängt von den Boxen ab. Sehr kleine Satelliten (nur in Surroundanlagen üblich) brauchen tendenziell 120 Hertz. Normal große Kompaktboxen (15er- bis 17er-Bass) im Schnitt 60 bis 80 Hertz, Standboxen je nach Auslegung 40 bis 60 Hertz. Je tiefer die Abkopplung, desto weniger klangkritisch ist das Thema.

Wo Sie den Woofer aufstellen, ist Geschmacksache. In der Nähe der Boxen ist der Klang oft homogener, in Raumecken erzielen sie eine besonders intensive Anregung, ohne den Woofer groß zu stressen. Unsere Erfahrung: Bei tiefer Ankopplung (maximal 50 Hertz) sind die Raumecken vielfach besser.

Bei einer Stereo-Kette lohnt es sich in der Regel nicht, die Hauptlautsprecher zu begrenzen. Hier darf der Woofer nur in den Bereichen laufen, wo auch tatsächlich Unterstützung benötigt wird. Dazu sollte der Anwender die untere Übertragungsgrenze seiner Boxen kennen, die stereoplay in den Messwertetabellen nennt. Der tiefere der beiden Werte (bezogen auf -6 Dezibel) ist der gesuchte Punkt. Jetzt bitte noch mit zwei, drei gut bekannten, basshaltigen Titeln die Wooferlautstärke so einstellen, dass selbiger gerade nicht hervorsticht.

Welche Woofereingänge Sie verwenden (Cinch oder Boxenklemmen) ist klanglich nicht entscheidend, es hängt von den Möglichkeiten Ihrer Kette ab. Wenn der Verstärker keinen lautstärkegeregelten Ausgang bietet, bleiben nur Boxenkabel zur Versorgung. Dann muss der Woofer über entsprechende Eingänge (High Level In) verfügen, was nicht selbstverständlich ist. Profis erzielen mit mehreren Geräten (die kleiner und günstiger ausfallen dürfen) eine extrem gute Basswiedergabe. Wie so etwas funktioniert, ist in Heft 5/2009 auf Seite 118 beschrieben (siehe: http://www.stereoplay.de/Themenspezial/Ratgeber-Subwoofer-in-Perfektion_5388831.html ).

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