Testbericht

Surround-Lautsprecherset Nubert nuVero 5/AW 1000

Bei Kinofilmen konnte das Nubert nuVero 5/AW 1000 (3840 Euro) kraftvoll losrocken, ohne aus der Spur zu geraten.

  1. Surround-Lautsprecherset Nubert nuVero 5/AW 1000
  2. Die nuVero-Familie erhält Zuwachs
Surround-Lautsprecherset Nubert nuVero 5/AW 1000

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Surround-Lautsprecherset Nubert nuVero 5/AW 1000
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Magnete fast so groß wie die Membranen sichern den Konustreibern hohe Antriebskräfte für die Impulsverarbeitung. Die wulstigen Sicken gestatten enorme Auslenkungen.

Die augenfälligste Besonderheit der nuVero 5 von Boxenspezialist Nubert ist ein betont flaches Gehäuse mit lediglich 15 Zentimetern Tiefe - inklusive der Schutzgitter. Das aktuell zweitgünstigste Modell der Serie ist als Wandlautsprecher konzipiert, lässt sich dank zuschaltbarer Ortsanpassung aber auch fern von Grenzflächen betreiben.

Neben einer aus Gründen der Linearität leicht asymmetrischen Gewebekalotte für die Höhen wurden hier zwei 15 Zentimeter große Tiefmitteltöner verbaut, die von den Basschassis im Schwestermodell nuVero 11 abgeleitet sind.

Während die hubfreudigen Treiber der kommerziell höchst erfolgreichen Standbox (Test in Heft 5/2009) zu einer unteren Grenzfrequenz von sagenhaften 31 Hertz verhelfen, lässt es der Wandlautsprecher unter gleichen Bedingungen bei 89 Hertz bewenden.

Die Ursachen für die geringere Bassbandbreite des Wandmodells sind das annähernd sechsmal kleinere Bruttovolumen wie auch der fehlende Bassreflextunnel, der bei einem Gehäuse mit derart kleinem Volumen keinen venünftigen Beitrag liefern würde.

Das Set eignet sich für wandnahe Aufstellung

Der Verzicht auf Tiefbass ist für Schallwandler eines Multichannel-Boxensets jedoch kein Beinbruch - im Gegenteil. Das frühzeitige Ausblenden tieffrequenter Anteile und die Auslegung als geschlossenes System sind filtertechnisch gesehen nahezu ideal.

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Die beiden Schalter zur Ortsanpassung sitzen im Terminal versteckt. Die obere Wippe variiert den Hochtonbereich, die untere bestimmt die tonale Balance für freie oder wandnahe Aufstellung.

Das Arbeitsende der nuVero 5 liegt in einem Bereich, in dem sinnvollerweise der Einstieg des Subwoofers erfolgt. Die Steilheit der Ausblendung mit 12 Dezibel pro Oktave - eine grundlegende Eigenschaft geschlossener Gehäuse - fördert ein gutes Impulsverhalten und ermöglicht einen präzise definierten Übergang in Richtung Woofer.

Ein bei knappen Platzverhältnissen äußerst vorteilhafter Charakterzug der nuVero 5 ist ihre Auslegung für wandnahe Aufstellung. Die damit verbundenen Klangveränderungen werden so kompensiert.

Dennoch ist eine aufwändige Ortsanpassung integriert, falls mal ein Surrounder die Boxen doch lieber wandfern aufstellen möchte. Der zugehörige Schalter aktiviert zusätzliche Weichenbauteile, die das Schalldruckverhalten entsprechend korrigieren. Ein weiterer Schalter dient der Anpassung des Hochtons an Geschmack oder Raumakustik.

Die Gestaltung der Gehäuse entspricht den Standards, die Nubert-Kunden von den größeren nuVero-Modellen gewohnt sind. Gehäuse und Schallwand wurden sorgfältig gerundet und vornehm lackiert. Den beliebten Glanzeffekt gibt es jedoch nur an der Front, dafür in wahrhaft makelloser Ausführung aus deutscher Produktion.

Der Korpus ist in nicht ganz so arbeitsaufwändigen Mattlack gehüllt. Die Zweiteilung schafft einen erfrischenden Kontrast und hilft, die Kaufpreise auf dem Teppich zu halten. Drei Lackkombinationen stellt Nubert zur Wahl, jedoch keine Holzfurniere.

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Der Woofer bietet neben den üblichen Cinch-Buchsen (für Multichannel erste Wahl) auch solche für Boxenkabel. Ein Softclipping-Limiter und eine wählbare untere Eckfrequenz sind feine Extras.

Die gibt es auf Wunsch beim Subwoofer. Denn dieser stammt aktuell aus einer anderen Boxenserie, die den Namen nuLine trägt. Der AW 1000 ist ein vielfach preisgekrönter Klassiker mit analoger Signalverarbeitung. Das bringt technisch keine Nachteile, der AW 1000 passt bloß optisch nicht hundertprozentig zu den restlichen Komponenten des Sets. Grund für diese Modellpolitik sind Verzögerungen bei der Entwicklung einer neuen Subwoofer-Generation, die Ende des Jahres lieferbar sein soll.

Den Woofer stellen Surrounder klassischerweise auf den Fußboden, in die Nähe der vorderen Lautsprecher. Die nuVero 5 wird serienmäßig mit einem hier nicht gezeigten Edelstahlbügel ausgeliefert, der an den kurzen Seiten mit den Gehäusen verschraubt wird und eine bombenfeste Montage an Wänden aller Art ermöglicht.

Die Box lässt sich mit Hilfe des Bügels bequem zum Hörer ausrichten. Die Montage kann vertikal oder horizontal erfolgen, sollte aber mit Bedacht gewählt werden. Mehr dazu im Beitrag "Aus dem Messlabor" . Zur freien Aufstellung gibt es als Zubehör grazile Stative. Die Boxen können auf ihnen allerdings nur stehen, nicht liegen.

Das Nubert-Set nuVero 5 besaß einen sehr kultivierten, aber auch körperhaften Klangcharakter, der sehr entspannt wirkte, was vor allem Klassik- und Jazzliebhaber als äußerst angenehm vermerkten. Bei Kinofilmen konnte der Sixpack dennoch kraftvoll losrocken, ohne aus der Spur zu geraten. Weitere Klangeindrücke lesen Sie im ausführlichen Hörtest .

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