Testbericht

Surroundboxen-Set KEF KHT 8005

Audiophile Klänge aus einem Design-Surroundset? KEF zeigt mit seinem trickreichen KHT 8005 (1300 Euro), wie es geht.

Surroundboxen-Set KEF KHT 8005

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Surroundboxen-Set KEF KHT 8005
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Bequem, aber leider nur für dünne Kabel geeignet: Federklemmen-Anschlüsse.

Mit dem KHT 8005 wagt KEF ein Zwitterunternehmen. Klanglich soll es ein klassisches 5.1-Surround-Set sein, optisch ähnelt es eher einem Surround-Virtualizer. Doch wo Konstruktionen wie Cantons DM 2 mit intelligenter Elektronik den Raumklang simulieren, arbeitet das KHT 8005 mit fünf diskreten Kanälen, die für den altbewährten Rundum-Ton sorgen.

Die beiden Frontkanäle und der Center besitzen neben je zwei Mitteltieftönern den famosen, KEF-typischen Uni-Q-Mittelhochton-Koax, der für seine besonders gute Räumlichkeit bekannt ist.

Im Gegensatz zu konventionellen 5.1-Sets sind alle drei Frontkanäle in einem Alu-Gehäuse namens HTF 8003 vereint. Dieses ist so klein, smart und edel geraten, dass es bestens unter jeden Flachbildschirm passt - auch weil KEF die Farbe an die verbreitete Samsung-Lackierung anlehnt.

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Bequem: Im Gegensatz zu manch anderen Woofern muss man sich hier nicht auf die Unterseite bemühen, um ihn an- und auszuschalten oder anzuschließen.

Mühelos aufstellen und anschließen

Mit dem KHT 8005 hat man durch die praktische 3-in-1-Lösung für die Frontgruppe erfreulicherweise nicht die üblichen Aufstellungsprobleme, die ein klassisches 5.1-System immer mit sich bringt.

Dank der Schiene an der Rückseite ist das HTF 8003 schnell an der Wand unter dem Flachbildschirm angebracht. Auch die kleinen und sehr leichten Satelliten lassen sich einfach und mühelos an den Wänden befestigen.

Aber auch auf dem Sideboard lässt sich das 8003 mit den zwei mitgelieferten Stoppern stilgerecht abstellen. Das einzige, was beachtet werden muss: Dieses Set ist für eine wandnahe Aufstellung konzipiert. Wenn es auf die Hilfe der Wandreflexion verzichten muss, klingt es schnell etwas dünnlich. Aber die meisten werden dankbar für diese Bedingung sein, wo es doch sonst in Sachen Lautsprecher meistens wohnraumfeindlich heißt: mehr Abstand zur Wand.

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1) Die zwei Satelliten HTS 7001 fallen klein und leicht aus; der Klang aber nicht, da das Gehäuse aus stabilem Aluminium ist. 2) Die beiden Front-kanäle sind im zierlichen HTF 8003 untergebracht und sorgen im Stereo-betrieb für einen ausgesprochen großen und tiefen Klangraum. 3) Der KEF Kube 2 unterstützt die filigranen Boxen mit einem satten Bass, ohne ihre Feinheit zu überdecken. 4) Der Center liegt zwischen den beiden Front-kanälen im HTF 8003 und leistet in Sachen Surround souveräne Arbeit.

Überraschend breite Stereoabbildung

Zuerst einmal wollten die Tester den HTF 8003 solo hören, denn dass dieses Klangstäbchen in der Lage sein soll, einen zufriedenstellenden Stereoklang zu zaubern, konnten sie sich nicht so ohne weiteres vorstellen.

Doch schon nach den ersten Takten des "Tuva Rap" von Melo X (auf der Titel-CD von stereoplay 5/07) war klar: Dieser zierliche Aluminium-Balken sorgt für ein erstaunlich breites und in die Tiefe gehendes Klangbild. Der Bass aus dem Subwoofer Kube 2 war kein bißchen schwammig und unterstützte die unverzerrte und natürliche Wiedergabe nach Kräften. 

Mit Stings Live-Version von "Message In A Bottle" in Dolby True HD wurden nun alle fünf Kanäle auf ihr Surround-Können geprüft: Mächtig laut und brutal kraftvoll ist anders. Dafür bildete das KHT 8005 außergewöhnlich fein ab. Die Auflösung war so hoch, dass jede Einzelheit hörbar war - und das sogar bei niedrigen Pegeln.

So empfiehlt sich das Set nicht nur durch sein edles, wohnraumfreundliches Design, sondern auch durch zartes Fingerspitzengefühl, Sprachverständlichkeit und unerwartet ausgedehnten Stereoklang.

KEF KHT 8005

HerstellerKEF
Preis1300.00 €
Testverfahren1.0

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