Testbericht

System Fidelity SA-250

Ein für seine Preisklasse außergewöhnlich laststabiler Verstärker mit reichlich Aufrüstoptionen.

  1. System Fidelity SA-250
  2. Datenblatt
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© Archiv

Während der Verstärker mit soliden Lautsprecherklemmen aufwartet und sich bis auf die extrem lang übersetzte Lautstärkeregelung keinerlei Schwächen leistet, kündet der Player im Detail von einem gewissen Sparzwang. Er verfügt nicht einmal über einen optischen, geschweige denn einen koaxialen Digitalausgang. Und die Geräusche, die der Schubladenmechanismus von sich gibt, sind nichts für verwöhnte Ohren.

Der Star ist hier also fraglos der fernsteuerbare Amp. Mit einem in dieser Klasse unüblichen Display informiert er über die Lautstärke und die gerade angewählte Programmquelle. Zwar lässt er traditionsbewusste Tape-Freunde im Regen stehen, doch trendige Ripper können ihren MP3-Player oder iPod über die Kopfhörer-Buchse mit dem 3,5- mm-Klinkeneingang auf seiner Frontplatte verbinden. Auch der Schritt zur Mini-Klinke für Kopfhörer zeugt von neuzeitlichem Denken.

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© H.Härle

Auch der Verstärker separiert die Baugruppen - Eingangssektion und Vorstufe (links), Controlling (hinter der Front), Endstufe (Mitte) und Netzteil (rechts).

Hörtest

Trotz seiner geringen Leistung spielte der SA-250 bei gehobener Zimmerlautstärke locker auf - eine übermäßige Anstrengung jedenfalls ließ er nicht erkennen.

Erst wenn's laut wurde, deutete der schlanke Silberne dezent an, dass es langsam reicht - jedoch ohne dabei hart an die Schmerzgrenze zu stoßen. Noch mehr als der Player bewies der Amp ein ausgeprägtes Taktgefühl und zog den Zuhörer in seine spritzige Performance hinein. Eine Aufnahme wie Ana Carams "Rio After Dark" ("Great Music III", AUDIO Titel-CD 9/08, Bose) zeigte über den SA-250 zwar ein helles Timbre, aber keine Kälte oder Härte.

Der trocken-schlanke Bass passte vom Timing her perfekt zum Rest des Klanggeschehens. Die erstaunlich stabile Positionierung von Schallereignissen sowie die Eigenschaft, aus Einzeltönen bemerkenswert konturierte Klangkörper zu formen, ließen den Herausforderer in Verbindung mit authentischeren Klavieranschlägen am 230 Euro teuren Denon PMA-500 AE (65 Punkte, Test 11/06) vorbeiziehen. Der Japaner bot zwar mehr Grobdynamik, wirkte aber vergleichsweise nervös.

Da musste schon der 70-Punkte-Brocken NAD C 315 BEE (350 Euro, Test 12/07) her, um den forschen Vormarsch zu stoppen: Die Darstellung des NAD wirkte einfach farbiger, erwachsener.

System Fidelity SA 250

HerstellerSystem Fidelity
Preis275.00 €
Wertung65.0 Punkte
Testverfahren1.0

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