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Testbericht

T-Home Speedport W 503V

Testergebnis
401.0 Punkte
100 EUR
Testverfahren: 1.0

connect


Wolfgang Boos

9. Februar 2009

Die meisten Zeitgenossen wollen zu Hause surfen und telefonieren und brauchen dazu keine Highend-Anlage, die allerlei Sperenzchen nebenbei beherrscht. Festnetzmogul T-Home hat mit dem Speedport W 503V solch einen klassischen Volksrouter auf den Markt gebracht.

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T-Home-Kunden bekommen die Box bei Abschluss eines T-DSL-Vertrags für 49 Euro. Wer bereits einen Vertrag hat, egal bei welchem Provider, kann das gute Stück auch separat kaufen – für 129 Euro.

T-Home Speedport W 503V
Bild vergrößern 468 352 http://img3.magnus.de/T-Home-Speedport-W-503V-r468x352-C-6dc9af82-25340865.jpg Die T-Home-Box stammt von AVM, das verrät der UR8-Chip von Infineon © Fotos: Peter Fenyvesi
© Fotos: Peter Fenyvesi

Die T-Home-Box stammt von AVM, das verrät der UR8-Chip von Infineon

Zum Vergleich: Bei knapp 200 Euro liegt die unverbindliche Preisempfehlung des nicht mehr ganz neuen Klassenkameraden AVM FritzBox Fon WLAN 7170 , wobei sich die Straßenpreise auf ähnlichem Niveau bewegen wie beim T-Home-Modell, das übrigens auch von AVM stammt.

Zunächst einmal: DSL-Telefonanlagen braucht eigentlich jeder Internetkunde. Denn die cleveren Kistchen enthalten neben dem erforderlichen DSL-Modem einen Router, der mehrere PCs parallel ins Netz bringt. Per WLAN-Datenfunk klappt das sogar drahtlos. Die eingebaute Telefonanlage vermittelt Gespräche wahlweise übers Festnetz oder das Internet.

Äußerlichkeiten und Innenansichten

Von außen betrachtet sieht der T-Home-Router deutlich wertig aus. Hochkant in edlem Weiß steht oder hängt er vor einem, denn sogar eine Wandhalterung liefert der rosa Riese mit. Jede Buchseneinheit auf der Rückseite ist mit einer eindeutigen Farbe versehen – so weiß auch der Laie intuitiv, welches Kabel wo rein muss. Die WLAN-Antennen hat das T-Home- Modell unter der Schale auf der Platine verbaut.

T-Home Speedport W 503V
Bild vergrößern 352 468 http://img2.magnus.de/T-Home-Speedport-W-503V-r352x468-C-94ad8a07-25340868.jpg T-Home hat den Menüzugang und den WLAN-Funk ab Werk verschlüsselt, die Passwörter stehen auf der Rückseite

T-Home hat den Menüzugang und den WLAN-Funk ab Werk verschlüsselt, die Passwörter stehen auf der Rückseite

Beginnen wir mit dem Anschluss ans DSL-Netz. Hier begnügt sich die Anlage mit ADSL und ADSL2+, also derzeit maximal 16 Mbit/s. Anscheinend war beim Speedport W 503V den Bonnern der Aufpreis auf einen VDSL-Datenwandler zu hoch, denn im Inneren verrichtet ein Infineon UR8-Chip seinen Dienst, und der beherrscht das hierzulande gängige VDSL-Profil nicht.

Allerdings: Den Datenwandler der Box kann man nicht umgehen und stattdessen ein alternatives Modem betreiben, was es etwa erlaubt, die Box auch an einem TV-Kabelanschluss, einem WiMAX-Funkanschluss oder sogar einem Glasfaserzugang zu betreiben. Planen Sie also einen Umzug in ein Gebiet ohne DSL-Versorgung, können Sie die dort T-Home-Box - auch nicht mit entsprechendem Modem - mit den anderen dort zur Verfügung stehenden Technologien betreiben.

Inbetriebnahme: von automatisch bis kinderleicht

Nachdem DSL- und Telefonkabel eingestöpselt sind, geht’s an die Konfiguration – für viele Kunden ein Graus. Doch Angst muss hier niemand mehr haben: Das Gerät ist kinderleicht in der Einrichtung.

T-Home hat sein Modell natürlich auf die eigenen Anschlüsse abgestimmt und ermöglicht beim 16-Plus-Zugang, also der IPTV-Variante, die Autokonfiguration: Der Kunde muss einfach den Router mit Strom versorgen und das kleine Kerlchen konfiguriert sich komplett allein, sogar Firmware-Updates erledigt der Speedport W 503V in Eigenregie.

Aber auch an einem normalen Anschluss geht die Einrichtung kinderleicht von der Hand: Einfach den PC an die Box anschließen und im Browser https://speedport.ip eingeben. Damit kommen Sie ins Konfigurationsmenü des Routers. Und da hat T-Home ein Sicherheitsfeature verbaut: Jede Speedport-Box ist mit einem individuellen Passwort gesichert, das auf der Rückseite des Routers aufgedruckt ist und natürlich jederzeit geändert werden kann.

Sicher Surfen vom Start weg

T-Home Speedport W 503V
Bild vergrößern 468 468 http://img2.magnus.de/T-Home-Speedport-W-503V-r468x468-C-e94e3f6-25340871.jpg Der W 503V kann per Knopfdruck wieder auf Werkseinstellungen gesetzt werden; der WLAN-Knopf ist etwas unhandlich

Der W 503V kann per Knopfdruck wieder auf Werkseinstellungen gesetzt werden; der WLAN-Knopf ist etwas unhandlich

Viel wichtiger und perfekt gelöst ist die werkseitige Verschlüsselung des WLAN-Funks. Der voreingestellte Schlüssel findet sich auf der Rückseite – so kann man nach Eingabe des Codes an seinem Rechner gleich dank WPA2-Verschlüsselung hochsicher ins Internet durchstarten.

Dieses Verfahren ist in der Produktion sehr aufwendig, da jedem Router ein eigenes Passwort aufgedruckt werden muss, das zudem in der Firmware des jeweiligen Geräts einprogrammiert sein muss. An diesem Engagement sollten sich andere WLAN-Hersteller ein Beispiel nehmen.

Aber noch mal zurück zur Hardware. An das das T-Home-Modell lassen sich nur analoge Geräte andocken. Wer liebgewonnene ISDN-Geräte sein Eigen nennt, sollte also beispielsweise zur AVM FritzBox 7170 greifen. Hinweis für den Notfall: Es reicht, mit einem spitzen Gegenstand in die Reset-Buchse zu drücken, schon kann man in Ruhe von vorne beginnen.

Highspeed WLAN bei T-Home

Beim drahtlosen Datenfunk drückt T-Home aufs Gas und zieht dank Pre-N-Standard mit theoretischen 300 Mbit/s ziemlich viel Speed - wer zukunftssicher sein will, sollte also zur Speedport-Box greifen. Auch beherrscht sie den WLAN-Funk ordentlich und komfortabel: So sucht sie den besten Funkkanal selbstständig aus und lässt sich in kleineren Wohnungen per Menü in puncto Sendeleistung drosseln.

Ebenfalls vorbildlich ist die "Nachtschaltung": Das Gerät knipst auf Wusch den WLAN-Sender zu einer bestimmten Zeit aus und morgens wieder an. Unabhängig davon kann man den WLAN-Funk auch per Telefoncode einoder ausschalten. Tipp: Legen Sie sich dazu einfach zwei Telefonbucheinträge zum Ein- und Ausschalten an. Obendrein hat die Box an der Rückseite nocheinen Taster zur WLAN-Steuerung, der aber zu fricklig geraten ist.

Bei den Telefoniefeatures müssen Sie ohne spezielle Ansprüche zufrieden sein: Schließen Sie ein Telefon an und stellen übers Menü ein, auf welche Rufnummer welches Telefon oder Faxgerät reagieren soll. Auch können Sie entscheiden, welche Rufnummernkreise per Internet-Telefonie gewählt werden und welche das Kistchen übers Festnetz aufbauen soll. Über die Anruferlisten sehen Sie, über welches Telefon wie lange mit welcher Rufnummer telefoniert hat.

Eingeschränkter Komfort

Das war’s dann aber fast schon mit dem Komfort. Nicht möglich sind folgende Features: Sie wollen, dass bei einem Anruf sowohl Ihr Telefon in der Wohnung als auch das bei der Arbeit klingelt? Einen Parallelruf gibt es nicht, auch keinen Anrufbeantworter, der übers angeschlossene Telefon abgehört werden kann oder den sie so einstellen können, dass Ihnen jede Nachricht perE-Mail als WAV-Datei zugeschickt wird.

Ebenso können Sie, etwa wenn lästige Werbeanrufer nerven, der Box nicht befehlen, Anrufer mit unterdrückter Rufnummer gleich auf den Rufsammler zu schicken, ohne dass das Telefon überhaupt klingelt. Auch hat die T-Home-Box kein internes Faxgerät bekommen, dem man nur eine Telefonnummer zuweisen muss, sodass sie Telefaxe entgegennimmt, speichert und die Botschaft auf Wunsch als E-Mail-Anhang im PDF-Format zuschickt.

Fazit: Bekommen Sie den Speedport W 503V von T-Home subventioniert, nutzen womöglich auch das Entertain-IPTV-Angebot und wollen drahtlos auf der Überholspur sein, sich ansonsten aber um die Technik keine Gedanken machen, dann sind Sie mit ihm bestens bedient. Das Gerät ist ausgereift und beherrscht die wichtigsten Funktionen, mit denen viele DSL-Kunden glücklich werden.

Mit dem neuen, härteren Testverfahren landet der Volksrouter auf einem guten vierten Platz der neuen Bestenliste. Wenn Ihnen dagegen ultraschnelles WLAN nicht so wichtig ist und Sie stattdessen Wert auf die vielen Komfortfeatures legen, dann sollten Sie besser zu AVMs FritzBox Fon WLAN 7170 greifen.


Technische Daten und Testergebnisse

AUSTATTUNG
LAN/WAN
Anzahl LAN-Anschlüsse 4
Datenrate drahtgebunden 10/100 Mbit/s
ADSL-/VDSL-Modem/ADSL2+ ja/nein/ja
Printserver/DHCP-Server nein/ja
Reset-Taste ja
PPPoE/DDNS/Bandbreitenmanagement ja/ja/ja
LED: DSL-Online/WLAN/LAN pro Buchse ja/ja/nein
LED: Gespräch über Internet/Festnetz ja/ja
Statusbericht per Mail nein
Zeitraum der Zwangstrennung einstellbar ja
WLAN: IEEE 802.11a/b/g/(pre)N ja/ja/ja/ja
WDS/Automatische Kanalwahl ja/ja
WLAN per Telefon/Taste/Uhrzeit steuerbar ja/ja/ja
WLAN-Sendeleistung einstellbar manuell/autom. ja/nein
MAC Filter/WEP 64/WEP 128 ja/ja/ja
WPA-PSK/WPA2 ja/ja
FIREWALL
Vordefinierte Portfreigaben ja
Denial of Service/Attack Logs ja/nein
Verbindungstimer/NAT ja/ja
DMZ/Portbereiche freigeben nein/ja
TK (VOIP UND FESTNETZ)
Protokoll SIP/H.323/Skype ja/nein/nein
Anzahl VoIP-Provider 10
Codec-Management automatisch ja
Codec: G.711 a-law/G.726/G.729a/G.722 ja/ja/neinnein
Codec: G.723.1/GSM/iLBC ja/nein/nein
analoge Nebenstellen/Anschlussklemmen 2/0
Anzahl ISDN-Nebenstellen 0
Festnetzanschluss: analog/ISDN ja/ja
Wahlregeln definierbar/vordefiniert ja/ja
Sperre abgehender Nummernkreise nein
Blacklist/Whitelist eingehend nein/nein
Parallelruf nein
Anrufweiterleitung sofort/nach Zeit/bei Besetzt ja/ja/ja
Call-by-Call-Nummer einrichtbar nein
Anrufliste: Richtung (eingehend/ausgehend) ja
Anrufliste: Datum/Uhrzeit/Dauer des Anrufs) ja/ja/ja
Anruferliste nach Stromausfall erhalten ja
CLIR/Call through/Nachtschaltung ja/nein/nein
einbuchbare DECT-Mobilteile/im Lieferumfang 0/0
Anrufbeantworter integriert/Speicherkapazität (mm:ss) nein/00:00
INSTALLATION UND SONSTIGES
WLAN ab Werk verschlüsselt ja
Einstellungen speichern/wiederherstellen ja
Webkonfigurator auf Deutsch ja
Zeitserver definierbar nein
Zeitabgleich automatisch ja
Link zum Firmwareupdate/Test mit Firmware ja/66.04.64
Stromverbrauch (inklusive WLAN-N) Watt 7,4
TESTERGEBNISSE
AUSSTATTUNG(max.290) (204)
LAN/WAN (80) 57
WLAN (35) 34
Firewall (25) 22
TK (VoIP und Festnetz) (max.150) 91
HANDHABUNG (max.160) (147)
Installation (50) 50
Konfiguration (75) 68
Handbuch (35) 29
QOS (50) (50)
CONNECT-Urteil max. 500 Punkte gut 401
getestet in Ausgabe: 03/09
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