Testbericht

Trekstor Smartphone im Praxistest

Das erste Smartphone des Speicherspezialisten zeigt gute Ansätze. Allerdings kann der resistive Touchscreen nicht überzeugen.

Trekstor Smartphone

© Trekstor

Trekstor Smartphone
Trekstor Smartphone

© Trekstor

Trekstor mischt mit dem schlicht Smartphone genannten Telefon ab sofort im TK-Markt mit. Der Name ist Programm, denn als Betriebssystem verrichtet Android in der Version 2.1 seinen Dienst. Dies und der resistive, also druckempfindliche Touchscreen im etwas knapp bemessenen 2,8-Zoll-Format machen aus dem Smartphone dann auch tatsächlich ein Smartphone.

Allerdings ist die Anzeige des Trekstor auch gleich das größte Manko. Die Darstellung ist leicht pixelig und blickwinkelabhängig, die Drücker der einblendbaren Schreibmaschinentastatur fallen zudem recht klein aus. Um diese dennoch einigermaßen gut bedienen zu können, beherbergt das Trekstor auf seiner Rückseite einen ausziehbaren Stylus. Auch die Reaktionszeit des Touchscreens liegt nicht auf der Höhe der Zeit.

Äußerlich gefällt das 159 Euro günstige Telefon mit einem angenehmen, an den Kanten abgerundeten Formfaktor, einer gefälligen Optik in Schwarz oder Weiß und einer mehr als ordentlichen Verarbeitung. Knarzgeräusche waren dem Trekstor nur mutwillig zu entlocken, und auch die Spaltmaße des Gehäuses sowie der insgesamt 11 Hardkeys bewegen sich im üblichen Bereich. Letztere bieten sogar gut definierte Druckpunkte.

Nicht ganz optimal in puncto Bedienergonomie ist allerdings die üppige Kante zwischen den Telefontasten und den drei Sensordrückern für Menü, Zurück und Optionen unterhalb des Displays. Hier ist dann schon genaues Zielen nötig, um das Trekstor zu bedienen.

Eine Überraschung gibt es bei der modifizierten Android-Benutzeroberfläche des Smartphones: Hier kann man gleich auf 15 Homescreens zugreifen und sie etwa mit Programmverknüpfungen bestücken. Die Homescreens lassen sich entweder per Finger oder aber über die Fünf-Wege-Steuerung sehr leicht wechseln. Letzteres entpuppte sich im Praxistest als deutlich schnellere Variante. Eine Leiste mit fünf Feldern im unteren Displaybereich sorgt zudem für eine schnelles Aufrufen von wichtigen Funktionen wie etwa Hauptmenü, Nachrichten, Telefonie und Kontakten.

Die Bediengeschwindigkeit des Android-Smartphones ist allgemein zwar nicht ganz so flott wie bei einigen Mitbewerbern, dennoch lässt sich das Trekstor hier nur wenig zuschulden kommen. Bei manchen Anwendungen wirkt die Kombination aus dem knapp bemessenen Arbeitsspeicher und dem 600-MHz-Prozessor allerdings etwas unterdimensioniert. Anders sieht es bei der Ausstattung des Smartphones aus, das mit dem Downloadbeschleuniger HSDPA, WLAN, Lagesensor sowie GPS aufwarten kann.

Zudem zeigt sich auch das Hauptmenü prall gefüllt und bietet einen Dateimanager, Documets To Go für die Darstellung von Office-Dokumenten, die praktischen Suchfunktion Servo Search und WLAN-Tethering, bei dem das Trekstor als Hot-Spot für andere Gerätschaften dient. Der Abgleich mit einem Exchange-Server gelingt zudem über zwei RoadSync-Anwendungen.Beim Surfen im Web entpuppt sich allerdings erneut das Display als großes Manko, denn mit seiner Auflösung von gerade einmal 240 x 320 Pixeln muss der Nutzer doch sehr viel scrollen.

Praxistest Trekstor Smartphone

© Trekstor

Bilder, oder besser gesagt Schnappschüsse fängt das Trekstore mit einer 3,2-Megapixel-Kamera ein. Eine einzelne LED bringt in dunklen Situationen etwas Licht, ein Autofokus fehlt jedoch. Der Musicplayer entspricht dem Android-Standard, allerdings befindet sich die Kopfhörerbuchse recht unpraktisch unten am Smartphone und das mitgelieferte Headset kann klanglich nicht überzeugen. Zu guter Letzt fängt ein UKW-Radio noch Sender aus dem Äther.

Alles in allem bietet das Trekstore Smartphone eine praxisgerechte Ausstattung und eine gelungene Benutzeroberfläche. Lediglich das Display kann nicht überzeugen. Dies ist allerdings bei dem günstigen Preis von 159 Euro Klagen auf einem hohen Niveau.

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