Testbericht

Teufel Ultima 7

Die Konstruktion der Teufel Ultima 7 ist gewagt: Ein 22 Zentimeter großer Tiefmitteltöner mit gepresster Fasermembran übergibt direkt an eine 2,8 Zentimeter kleine Gewebekalotte mit Partikelbeschichtung.

  1. Teufel Ultima 7
  2. Datenblatt
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© Archiv

Damit diese 2-Wege-Rechnung aufgeht, muss der Konus bis 2200 Hertz hinaufspielen, wo seine Eigenbündelung den Abstrahlwinkel schon merklich einschnürt. Die Kalotte erhielt daher neben einer starken Neodym-Magnetkonstruktion auch eine Schallführung zur Anpassung des Bündelungsverhaltens.

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© H.Härle

Der Tiefmitteltöner besitzt eine recht kleine Schwingspule, macht aber mächtig Hub.

Der philosophischen Frage, ob Single- oder Bi-Wiring vorzuziehen ist, entziehen sich die Berliner: Die Ultima 7 hält beide Anschlussvarianten auf ihrem Terminal bereit. Direkt darüber sieht man den Bassreflexschlitz, der im Vergleich zu einem Rohr weniger Strömungsgeräusche produzieren soll und sich zugleich optisch gut in das kantige, dennoch puristische Design einfügt. Im Normalfall wird die Ultima mit konvexen Abdeckungen betrieben, die zum Lieferumfang gehören und trickreich an den Chassisschrauben andocken können.

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© Archiv

Bassreflex-Schlitz statt -Rohr, Bi-Wiring und Single-Wiring-Buchsen nebeneinander

Hörtest

Die Teufel Ultima 7 klang im Kontrast zu ihrem massigen Aussehen eher schlank und bildete gut ab; sie vermochte jedoch mit einem leicht verhangenen und unbeteiligten Klangbild feinen Strukturen wenig entgegenzusetzen. Das änderte sich grundlegend, als mit "Tag am Meer" von den Fantastischen Vier ("Unplugged", Warner) andere Disziplinen gefragt waren. Rhythmisch präzise, tief und klar die Bassbeats der Teufel; allerdings konnte der Rest des Schlagzeugs über die Ultima 7 kaum Schubkraft entwickeln, zudem blieb ihr Raum blass. Die wichtigen Kopfnoten im AUDIOgramm - Neutralität und Detailtreue - lassen sich jedoch am besten mit unverstärkten Instrumenten und natürlich aufgenommenem Raumklang beurteilen. Eine Parade-Einspielung ist der Schlusssatz von Beethovens 9. Sinfonie auf der SACD des London Symphony Orchestra unter Bernard Haitink. Die Teufel ebnete die komplexe Beethovensche Partitur deutlich ein und nahm dem Finale seinen Gänsehautfaktor.

Teufel Ultima 7

HerstellerTeufel
Preis1300.00 €
Wertung74.0 Punkte
Testverfahren1.0

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