Testbericht

TomTom Go 730T

Als Randy Newman 1972 sein "Lonely at the Top" sang, dachte er nicht an TomTom. Dabei passt das Lied vom berühmten, aber nicht ganz glücklichen Rockstar gut zu den Navis der Niederländer. Aber noch geht der Newman-Song als TomTom-Hymne durch, denn niemand verkauft in Deutschland so viele Navis wie die Niederländer. Jetzt wird schon der nächste (Verkaufs-)Schlager angestimmt: auf den Go 730T.

  1. TomTom Go 730T
  2. Datenblatt
  3. Wertung
TomTom Go 730T

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TomTom Go 730T

Eins vorweg: Der TomTom Go 730T hat Schwächen bei der Sprachausgabe: Die Ansagen erreichen nicht die Präzision der Top-Konkurrenten. Obwohl das 4,3-Zoll-Topmodell dank G2P (Graphem to Phonem, Text-to-Speech) einen großen Wortschatz besitzt, muss man bei ihm die Karte stets im Blick behalten, wenn man sich auf mehrspurigen Straßen richtig sortieren will.

Screen TomTom Go 730T

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Street Life: Autobahn- Abbiegungen sind beim Go 730T in hübscher Aufmachung zu sehen

Kurioserweise kommen die souverän wirkenden Ansagen eigentlich immer zum richtigen Zeitpunkt, und der Lautsprecher gibt sie auch klar und unverzerrt wieder. Nur sind sie eben nicht immer unmissverständlich formuliert.

Damit sind die Schwächen des Wegweisers aber auch abgehandelt, der Rest ist eitel Sonnenschein. So ist das Navi wie sein großer Bruder, der Go 930T, zunächst einmal Technologieträger ersten Ranges. Aber der Reihe nach.

IQ Routes: spezifische Routenwahl

Die sogenannten IQ Routes sorgen dafür, dass die Routenwahl spezifisch für Werk- und Feiertage erfolgen kann. Typische Staustrecken sollen so zu Stoßzeiten gemieden werden. Auf der Basis anonymisierter, freiwillig per Internet übermittelter Nutzerdaten über Strecken und Geschwindigkeiten erstellt IQ Routes wochentagsabhängig die schnellste respektive die entspannteste Route. Eine Wegplanung von Stuttgart nach München ergab am Wochenende tatsächlich eine Zeiteinsparung von zwölf Minuten gegenüber einer Fahrt an einem Werktag - das ist zumindest in der Theorie vielversprechend.

Auch abgesehen davon bewegt sich der Go 730T auf hohem Niveau. Die Positionierung klappt souverän, die Positionsbestimmung ist super. Das gilt auch für die Routenwahl: Die ist beim 730T nahezu pefekt. Abgesehen von der Berechnung längerer Strecken entstehen auch keine messbaren Wartezeiten, der TomTom reagiert sofort auf jede Eingabe.

Spracherkennung und Kartenansicht

Screen TomTom Go 730T

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Auch im Go 730T: Map Share, um aktuelle Kartendaten mit anderen TomTom-Nutzern zu teilen

Die Bedienung wird vereinfacht durch eingeblendete Kontexthilfen und die Möglichkeit, das im Normalzustand etwas üppige Menü auf die wichtigsten Punkte einzudampfen. Alternativ hat er auch eine etwas holprig agierende Spracherkennung an Bord, das aber leider ohne Fernbedienung.

Die Kartenansicht ist groß und klar, allenfalls die Infoelemente hätten differenzierter gestaltet werden können. Dafür hat TomTom einen Spurassistenten spendiert, der an Autobahnkreuzen eine realistische Detailansicht zeigt.

Oben drauf gibt's einen Bluetooth-Freisprecher mit SMS-Funktion, Musicplayer, iPod-Steuerung, FM-Transmitter und Bildbetrachter - die Extras arbeiten mit beachtlicher Qualität. Der Go 730T verzichtet allerdings auf den "Tunnel-Sensor" sowie USA- und Kanada-Karten.

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