Testbericht

Tonabnehmer Denon DL 103 R

Beim DL 103 R für 360 Euro muss man sich keine Gedanken über Ausgleichsgwichte machen, denn er passt sehr gut zu mittelschweren Armen.

  1. Tonabnehmer Denon DL 103 R
  2. Datenblatt
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© Archiv

Da Denon aber das recht große Gehäuse des Klassikers DL 103 (4/97) beibehielt, ist bei kleinen Headshells, wie sie etwa der Linn Ekos SE (3/07) besitzt, Fingerpitzengefühl beim Einbau vonnöten. Im Unterschied zu dem seit 1963 gebauten Urahn besteht der Korpus aus einem etwas härteren Kunststoff,  der eine festere Montage an der Headshell ermöglicht. Aber auch im Inneren hat Denon Feinarbeit geleistet. So besteht nun die Spule nicht nur aus reinerem Kupfer (6N = 99,9999 Prozent), sondern weist auch weniger  Windungen auf. Durch ein neues Spulenkernmaterial sank die Ausgangsspannung trotzdem nur wenig. Magnetisch nicht direkt wirksam ist die Vergoldung der Polplatten, aber Denon hat sich aus klanglichen Gründen dafür entschieden. Beibehalten wurden der solide Aluminium-Nadelträger und die elliptische Diamantnadel, die den neuen "R" nicht so justagekritisch macht wie "schärfere" Versionen.

Das der DL 103 R wie der Audio-Technica OC 9 eine Tedenz zu kühlen Klang hatte kann man wahrhaftig nicht behaupten. Mit selbstverständlicher Musikalität begeisterte er die Tester vollkommen. Eine minimale Trägheit im ansonsten druckvollen Bass fiel gegenüber der natürlichen Stimmenwiedergabe und der sehr guten Artikulation nur wenig ins Gewicht. Streicher gab er mit betörendem Schmelz wieder. So errang der Denon DL 103 R das zweite stereoplay Highlight dieses Tests und beweist damit eindrücklich, dass guter  Tonabnehmerklang keine Unsummen kosten muss.

Denon DL 103 R

HerstellerDenon
Preis360.00 €
Wertung48.0 Punkte
Testverfahren1.0

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