Testbericht

Tonabnehmer Kuzma KC 2

Im Unterschied zum KC 1 besitzt das Kuzma KC 2 (1350 Euro) ein im Durchmesser 0,3 mm dünnes Borröhchen als Nadelträger. Auch die Diamantnadel ist beim KC 2 eine andere.

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Tonabnehmer Kuzma KC 2

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Tonabnehmer Kuzma KC 2

Wenn ein Hersteller eine konservative Modellpolitik betreibt, kann dies dazu führen, dass es stiller um ihn wird: Keine neuen Geräte erregen die Aufmerksamkeit. Dennoch will Kuzma dies bei seinem Kernsegment nicht ändern. Zu recht ist man von der Qualität der bestehenden Plattenspieler-Modelle überzeugt. Dafür bringt sich Kuzma mit der neuen Tonabnehmerfamilie KC ins Gespräch. Und das sehr erfolgreich, wie man am stereoplay Highlight KC 1 (11/08) sieht.

Wie dieses - und auch die anderen Systeme der KC-Linie - wird das KC 2 für 1350 Euro bei ZXY gefertigt und besitzt ein Kunststoffgehäuse. So ist es sehr leicht, und man sollte bei mittelschweren Tonarmen nicht die beigelegten Aluminiumschrauben, sondern eher schwerere Exemplare aus Edelstahl verwenden. Sonst könnte die Tiefenresonanz in einen ungünstigen Bereich von über 13 Hertz rutschen.

Im Unterschied zum KC 1 besitzt das KC 2 ein im Durchmesser 0,3 mm dünnes Borröhchen als Nadelträger. Auch die Diamantnadel ist beim KC 2 eine andere. Sie besitzt einen Micro-Ridge-Schliff mit Verrundungen von 3 x 60 µm. Praktisch ist, dass die Kontermuttern am Systemkörper festgeklebt sind. Das erleichtert die Justage erheblich.

Die Spule aus 0,035 mm dickem 6N-Kupferdraht besitzt nur halb so viel Wicklungen wie der günstigere Bruder. Dies führt zwar zu einer halb so hohen Ausgangsspannung, aber auch zu einer kleineren Induktivität, wodurch der Frequenzgang erweitert wird. Durch die kleinere Spule ist zudem die bewegte Masse kleiner - so kann die Nadel feinen Rillenauslenkungen besser folgen.

Die Herstellerangabe zum Abschlusswiderstand von über 100 Ohm sollte eher großzügig nach oben ausgelegt werden. Je nach angeschlossener Phonostufe stellte sich das harmonischste Klangbild zwischen 200 und 470 Ohm ein.

Hörtest

Ohne Details vermissen zu lassen, konnte es ein noch zusammenhängenderes Klangbild und ein stimmigeres Zusammenspiel der Musiker vermitteln als der Ortofon Cadenza Blue. Wer aber vermutete, dass dies den Aufnahmeraum begrenzt, sah sich angesichts des überzeugenden Panoramas, welches das Kuzma auffächerte, schnell vom Gegenteil überzeugt. Es bot zwar nicht ganz den satten Bass des Blue, dafür war der des KC 2 konturierter und wirkte sogar etwas tiefer.

Den ausführlichen Hörtest finden Sie hier .

Kuzma KC 2

HerstellerKuzma
Preis1350.00 €
Wertung56.0 Punkte
Testverfahren1.0

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