Router

TP-Link Archer VR2600v im Test

Mit dem Archer VR2600v bietet TP-Link einen neuen Top-Router an, dessen Ausstattung es mit den Flaggschiffen des Rivalen AVM durchaus aufnehmen kann. Ist er eine Alternative zur Fritzbox? Wir haben den Test gemacht.

TP-Link Archer VR2600v

© TP-Link

TP-Link Archer VR2600v

Jetzt kaufen
EUR 199,00

Pro

  • schnelles WLAN mit Multi-User-MIMO
  • Unterstützung für Vectoring und All-IP-Anschlüsse
  • Unterstützung auch für IPTV
  • DECT-Basis mit CAT-iq 2.0
  • Print- und Medienserver
  • starke Firewall- und Routing-Funktionen

Contra

  • nur eine Sprachbox auf Anrufbeantworter
  • keine Fax- und AB-Weiterleitung
  • Blacklist für Kinderschutz nur über manuelle Eingabe
Hervorragend

D​ie chinesische Firma TP-Link ist Weltmarktführer für Router und gilt unter Netzwerkspezialisten als Anbieter besonders leistungsfähiger und funktionsstarker Geräte. Doch das Unternehmen will mehr. So zeigt es sich seit Kurzem mit neuem Logo und will sich verstärkt als Lifestyle-Marke präsentieren. Ein breites Sortiment an Smart-Home-Lösungen, das die Chinesen im vergangenen September auf der IFA präsentierten, unterstreicht diesen Anspruch. 

Auf dem deutschen Markt ist dem ambitionierten Hersteller vor allem der hiesige Platzhirsch AVM ein Dorn im Auge. Ihm will TP-Link Marktanteile abjagen – nicht zuletzt mit seinem neuen Router-Topmodell VR2600v​.

Mitglied der Router-Topklasse 

Seine Ausstattung unterstreicht, was bei Routern derzeit en vogue ist: Das Gerät ist für IP-basierte Anschlüsse ausgelegt und unterstützt ADSL2/2+ sowie VDSL2 bis hin zu Vectoring mit 100 Mbit/s. Auffällig sind die vier WLAN-Antennen, über die der VR2600v Dualband-WLAN auf 2,4 und 5 GHz anbietet. Addiert man die theoretischen Maximalgeschwindigkeiten von 1733 Mbit/s im 5-GHz-Band (11ac) und 800 Mbit/s auf der Frequenz 2,4 GHz (11n), ergeben sich nach​ großzügiger Aufrundung jene 2600 Mbit/s, denen das Gerät seinen Namen verdankt. Wie in der Oberliga heute üblich, unterstützt der VR2600v auch Multi-User-MIMO, kann also mehrere WLAN-Clients durch gezieltes „Beamforming“ mit höheren Datenraten versorgen. 

Beeindruckt haben uns im Praxistest allerdings weniger die Datenraten, die in der Praxis ohnehin deutlich unter den angegebenen theoretischen Maxima liegen, als vielmehr die hohe Reichweite, die der TP-Link insbesondere auf dem 5-GHz-Frequenzband erzielt. Auch hinter drei Wänden waren immer noch brauchbare Geschwindigkeiten um 20 Mbit/s zu erreichen. In einer Entfernung von etwa einem Meter zum Router erzielten wir mit dem MU-MIMO-tauglichen USB-Stick Linksys MaxStream AC600 Datenraten von rund 350 Mbit/s – bei einem theoretischen Maximum von 600 Mbit/s für diesen Adapter ein ziemlich guter Wert.​

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