Testbericht

VDO Dayton PN 3000 TMC

Mit der besten Navigationsleistung im Test erringt das VDO Dayton denkbar knapp den Testsieg - zeigt aber bei Stabilität und Bedienung Verbesserungsbedarf.

  1. VDO Dayton PN 3000 TMC
  2. Datenblatt
  3. Wertung
VDO Dayton PN 3000 TMC

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VDO Dayton PN 3000 TMC

Pro

  • Größe und Auflösung des Bildschirms
  • Lenkrad-Fernbedienung RCS 5100
  • großen, wechselbaren Akku

Contra

  • im 3-D-Modus unnatürliche Verzerrung

Fazit

Connect-Urteil: 421 von 500 Punkten gut; Preis/Leistung: mangelhaft
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Sub-Menü

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Unrund: Das Sub-Menü fährt ruckelig ein, die Icons sind schwer verständlich.

Mit der neuen Software-Plattform für seine mobilen Navigationssysteme hat VDO Dayton einen echten Volltreffer gelandet - schon das erste Modell der Serie, das PN 2050  TMC, hat in connect 2/07 mit 420 Punkten einen Testsieg errungen und Tuchfühlung mit der Spitzengruppe der Navigationssysteme aufgenommen. Das neue PN 3000 mit 4,3-Zoll-Bildschirm will dieses Ergebnis noch übertreffen - angesichts des größeren Monitors nur eine Formsache, sollte man meinen.

Mit MP3s bis ins Baltikum

Konfigurierbarkeit

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Flexibel: Buttonfarbe und Infoboxen unten können konfiguriert werden.

Wie das kleinere Modell gibt es das PN 3000 in mehreren Ausbaustufen - mit in die Halterung integriertem TMC-Empfänger kostet das System 499 Euro, mit zusätzlichem Bluetooth-Funkmodul 529 Euro. Das Kartenmaterial kommt vorinstalliert auf einer 2 Gigabyte großen Speicherkarte und reicht nach Osteuropa bis ins Baltikum. Wem auf der Fahrt langweilig ist, der kann während der Navigation MP3-Musik lauschen, eine Dia-Show veranstalten oder zwei Geschicklichkeitsspiele spielen. Zusätzlich kann das VDO mit der Lenkrad-Fernbedienung RCS 5100 ferngesteuert werden. Das 250 Gramm schwere Gerät verfügt über einen großen, wechselbaren Akku, der bis zu vier Stunden Navigation ermöglichen soll - hier schlägt das große Display zu Buche, der kleine Bruder hält trotz kleinerem Akku eine Stunde länger durch. Größe und Auflösung des Bildschirms tun der Darstellung dafür ausnehmend gut - wirkte der Vorgänger in einigen Fenstern fast schon überladen, bringt das Mehr an Fläche genau das Quäntchen Übersicht und Ruhe. Zum Beispiel bei der Kartendarstellung mit seitlich transparent eingeblendeter Pfeildarstellung, die die Kartenansicht nun nicht mehr nennenswert einschränkt. Die Entwickler haben die Darstellung aber nicht nur in die Breite gezogen, sondern den Platz sinnvoll genutzt, zum Beispiel gibt es in der Kartendarstellung nun sechs frei belegbare Infofelder am unteren Rand; Tastatur und Buttons in den Menüs und bei der Zieleingabe sind großzügiger und sicherer zu bedienen. Durch die Breite wird jedoch auch die im 3-D-Modus etwas unnatürliche Verzerrung der Karte auffallend und störend, was es anfangs schwer macht, die Abstände zu weiter entfernten Abbiegestellen richtig einzuordnen. So richtig vom kleineren Bruder absetzen kann sich das PN 3000 beim Thema Kartendarstellung damit unterm Strich nicht. Auch bei der Stabilität haperte es: Die Route verschwand des Öfteren für kurze Zeit vom Bildschirm und im Menü gab es bei schneller Abfolge von Eingaben einige Gedenkpausen und Hänger - da scheint noch etwas Feinschliff vonnöten.

Sicher auf allen Wegen

3D-Darstellung

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Oberflächlich: Der 3-D-Darstellung mangelt es an Tiefenstaffelung.

Den Praxistest absolvierte das PN 3000 dagegen mit Bravour, wählte mit die besten Routen und überzeugte vor allem mit gekonntem Timing bei der Sprachausgabe. Die akustische Qualität hing allerdings etwas zurück, auch zählt das VDO Dayton beim Rerouting eher zu den langsameren Geräten. Die 3-D-Kartendarstellung überzeugte wie erwähnt nur bei naher Zoomstufe, die Anzeige beeindruckte jedoch auch im 2-D-Modus mit den kräftigen Farben und scharfer, übersichtlicher  und informativer Darstellung. Die sichere Führung und Routenberechnung verhelfen dem PN 3000 zum nötigen Punktepolster, um auch diesmal den Testsieg einzufahren. Allerdings denkbar knapp - ein Polster zum Ausruhen ist das nicht.

connect-Urteil: gut (421 Punkte)

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