Testbericht

Verstärker NAD C 355 BEE

Und unterm Strich kommt der Verstärker C 355 BEE von NAD (650 Euro) zwar nicht mit weniger, dafür aber mit kleineren und darum preisgünstigeren Bauteilen aus.

  1. Verstärker NAD C 355 BEE
  2. Datenblatt
Verstärker NAD C 355 BEE

© Archiv

Verstärker NAD C 355 BEE

Der C 355 BEE glänzt mit zahlreichen Anschlussmöglichkeiten: Mit nicht weniger als sieben, von langzeittauglichen Relais angewählten Hochpegel-Eingängen, zwei Vorverstärker-Ausgängen sowie Main-In-Buchsen (wo sich beispielsweise prima eine Surroundvorstufe einschleifen lässt), die direkten Zugang zu seinen Endstufen gewähren.

Verstärker NAD C 355 BEE

© Julian Bauer

Den Endstufen reicht der relativ kleine Kühlkörper, weil sie bei Hochlast auf niedrigere Betriebsspannung schalten. Eingangs-Stehplatinen: Weil ihre Stromkreise senkrecht zu denen der Hauptplatine stehen, kriegen sie weniger Stör-Magnetfelder ab. Die Eingänge, Tape-Out und die Klemmen für Boxenpaare A und B werden von Relais aktiviert.

Diese lieferten - während normale Verstärker an niederohmigere Lastwiderstände mehr Strom und Leistung abgeben als an höherohmige - sowohl an 4 als auch an 8 Ohm gleiche 95 Watt ab. Dieses Verhalten erklärt sich durch NADs "Power Drive", eine Automatik, die den Endtransistoren je nach Belastung mal eine höhere und mal eine geringere Versorgungsspannung serviert. Im C 355 BEE finden sich in der Tat Schalttransistoren, die den beiden Haupt-Speicherelkos entweder eine dünnere oder eine windungsreichere Netztrafo-Wicklung zum Nachladen zuweisen.

Dank dieses Tricks kann es sich der NAD leisten, das eine Mal Gas zu geben und in anderen Fällen dennoch seine Halbleiter zu schützen.

Mit "Soft-Clipping" bringt der C 355 BEE eine weitere - vor allem im Party-Einsatz sehr nützliche - Notbremse mit. Sie sorgt dafür, dass Musikimpulse bei Übersteuerung nicht scharf abgekappt werden, sondern verrundet bleiben. So entsteht weniger für Boxen gefährliche Hochtonenergie.

Der Hörtest

An nicht allzu kritischen Lautsprechern spielte der NAD locker, klangfarbenreich und in den Höhen sehr offen auf. Ein bisschen ins Schwimmen kam er definitv erst bei brachial lauter Rockmusik. Instrumentengruppen bildete er dann nicht mehr ganz so messerscharf umrissen ab, der Bassbereich verlor etwas an Kontur.

NAD C 355 BEE

HerstellerNAD
Preis650.00 €
Wertung41.0 Punkte
Testverfahren1.0

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