10,1-Zoll-Tablet

Vodafone Tab Prime 7 im Test

Das Tab Prime 7 hat sich gegenüber dem Vorgänger merklich verbessert. Wie Vodafone sein Tablet aufgerüstet hat, erfahren Sie in unserem Test.

Vodafone Tab Prime 7 Vorder- und Rückseite

© Vodafone

Vodafone Tab Prime 7: Tablet mit 10,1-Zoll-Display

Pro

  • LTE-Tablet
  • Full-HD-Display
  • Speicher erweiterbar
  • Android 6
  • SMS-fähig
  • TV-fähig (für Vodafone-Kunden)
  • günstig angeboten in Verbindung mit Datentarif
  • auch ohne Tarif günstiger Preis

Contra

  • wenig interner Speicher
  • WLAN nur im 2,4-GHz-Bereich
  • Kamera mit Fixfokus
  • Display anfällig für Verschmieren

Fazit

connect-Testurteil: befriedigend (353 von 500 Punkten)
70,6%

Eine gehörige Portion Rot, und klar ist: Es geht um Vodafone. Demgegenüber nimmt sich das Logo auf dem Vodafone Tab Prime 7​ merklich zurück. Das neue Tablet aus Düsseldorf​ zeigt das Symbol des Netzbetreibers in schwachem Grau auf der silberfarbenen Rückseite, sodass es kaum auffällt. Wohl auch deshalb, weil man nicht zwingend Kunde der Vodafone Group sein muss: Für 249 Euro ist das optisch schlicht gehaltene Tab Prime 7 für jeden erhältlich und funkt mit SIM-Karten aller Couleur in allen deutschen Mobilfunknetzen.​

Gut ausgestattet 

Dass LTE bei dem Vodafone-Tablet nicht nur eine Option, sondern Standard ist, liegt in der Natur der Sache. In Zeiten großer Smartphones machen die Hersteller ihre Tablets aber immer seltener mobilfunktauglich – oder bieten sie mit dem entsprechenden Modul allenfalls als teurere Modellversion an. Insofern steht hier für das Tab Prime 7 schon der erste Pluspunkt zu Buche. 

Die Ausstattung, die im connect-Test auch die beste Teilnote beisteuert, hat Vodafone vor allem auch gegenüber dem Vorgänger verbessert. Das Tab Prime 6 enttäuschte​ im Test​ regelrecht. Größtes Manko des Vodafone-Tablets im Vorjahr war sein Display. Dessen äußerst schwache Kontrastwiedergabe hat Vodafone beim Nachfolger behoben.

Darüber hinaus holt jetzt ein größerer Akku mit einem Plus von eineinhalb Stunden auch eine zufriedenstellende Laufzeit raus. Die Zahl der Lautsprecher wurde von einem auf zwei erhöht – bei 10-Zöllern nicht nur sinnvoll, sondern mittlerweile Standard. Filme gibt das neue Vodafone- Tablet in voller HD-Auflösung wieder. Qualcomms Snapdragon 430 ist natürlich aktueller, aber immer noch ein Mittelklasse- Chip, wohingegen die Verdopplung des Hauptspeichers auf 2 Gigabyte eine echte Verbesserung ist. 

Der Datenspeicher bleibt mit nach wie vor 16 Gigabyte eine Schwachstelle, zumal der Hersteller auch den Einsatz einer Micro-SD auf maximal 64 Gigabyte begrenzt. Ein schwaches Bild liefert nach wie vor die Kamera ab, die zwar die Belichtung automatisch korrigiert und eine HDR-Funktion bietet, aber keine Möglichkeit der Fokussierung. Zudem verhindert eine vorstehende Einfassung der Kamera, dass das Tablet plan auf dem Tisch liegt.​

Vodafone Tab Prime 7 auf Tisch

© Vodafone

Die Kamera des Tab Prime 7 ist nicht unbedingt für Reisefotos geeignet.

Vernünftiger Software-Umfang 

Auf Basis von Android 6 setzt Vodafone vorrangig auf das Google-eigene Ökosystem, das auch weitgehend vollständig ist. Selbst die von Herstellern oft ausgelassenen Apps Google Docs, Tabellen und Präsentationen sind bereits aufgespielt, was wiederum den produktiven Möglichkeiten des Tab Prime 7 zuträglich ist. 

Vorbildlich: Die bei Anwendern wenig beliebte Installation weiterer Zusatz-Apps ab Werk beschränkt sich auf Microsoft Outlook, das News-Board Flipboard und natürlich ein paar zusätzliche Apps von Vodafone selbst, die aber allesamt entfernt werden können.​

Über Vodafone MobileTV können Vodafone- Kunden in den Tarifen Red, Black oder DataGo über UMTS oder LTE und natürlich im WLAN 30 TV-Sender empfangen – wobei Vodafone den Empfang aus lizenzrechtlichen Gründen auf Deutschland beschränkt. Hier kann dafür für 12,95 Euro zusätzlich das Sky-Fußball-Bundesliga- Paket zum Tarif zugebucht werden.​

Apropos Tarif: Erste Zielgruppe sind natürlich am Ende doch die Vodafone-Kunden. Sie erhalten das Tab Prime 7 in Verbindung mit den DataGo-Datentarifen (ab 19,99 monatlich) oder einer Red+-Datenkarte (5 Euro im Monat) für einmalig 9,90 Euro dazu. 

Wer das Tab Prime 7 ohne Tarif erwerben will, fährt mit 249 Euro für ein LTE-Tablet ebenfalls noch günstig, zumindest auf dem Papier: Das Samsung Galaxy Tab A etwa ist für 349 Euro zwar unter anderem in Sachen Rechenleistung und Kamera besser ausgestattet, bringt aber ebenfalls nur 2 Gigabyte Arbeits- und 16 Gigabyte Datenspeicher mit. 

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Online bekommt man Samsungs 10-Zöller allerdings inzwischen ebenfalls für 250 Euro, während ein Preisrutsch bei Vodafone unwahrscheinlich oder auf zeitlich begrenzte Aktionen beschränkt sein dürfte.​

Der Vertrieb des Tab Prime 7 erfolgt ausschließlich über Fachhändler sowie direkt über Vodafone, das Gerät ist also in allen Filialen und Shops sowie online auf www.vodafone.de​ erhältlich.​

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