Testbericht

Vollverstärker Arcam A 38

Der neue 1800-Euro-Vollverstärker A 38 von Arcam, überzeugt mit handfesten Werten.

  1. Vollverstärker Arcam A 38
  2. Datenblatt
Vollverstärker Arcam A 38

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Vollverstärker Arcam A 38

Angefangen mit den teuren Wima-Folienkondensatoren, die bei den Eingängen ankommende Hochfrequenz-Vagabunden sicher klangschonender als irgendwelche anderen kurzschließen, überzeugt der A 38 zweifellos. Es folgen feinste, von extra kräftiger Schaltelektronik begleitete Schutzgas-Reed-Relais für die Quellenwahl.

Noch viel lobenswerter, dass auf der Vorstufen-Multilayer-Platine nicht das sonst übliche PGA 2310 von Texas Instruments die Lautstärke regelt, sondern die mit einem größeren Dynamikbereich gesegnete Profiversion 2320.

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© Julian Bauer

Klassiker: Ein IC treibt über seine Versorgungsanschlüsse die Gegentakt- Ausgangsstufen an.

Aber nein, das alles genügte den Arcamsern noch lange nicht. Für den wirklich guten Klang sorgt nun erst Voicing, und deswegen wurde nach unendlichen Hörsitzungen ein genau bemessenes Ferrit-Plättchen auf dem Pegel-IC aufgebracht. Dieses vermag auftreffende oder austretende magnetische  Störfelder tatsächlich in sich zu konzentrieren, also aufzusaugen. Für innen am Gehäuse klebende "Stealth Mats" und die zahllosen Voicing-Gummistückchen, die an Relais und Elkos oder sonstwo haften, gibt es jedoch außer der mechanischen Beruhigung keine rationale Erklärung mehr.

Das moderne Bedienkonzept und die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten des A 38 leuchten aber jedermann ein. So erlaubt ein Menü, für jeden Eingang - je nach Lautheit der Quelle - eine bestimmte Empfindlichkeit einzustellen oder eine fixe Verstärkung, wenn ein Surround-Decoder mit den Front-Stereokanälen ran darf. Wird der Pegel geregelt, offeriert der A 38 diverse Abstufungen bis hin zur feinsten ("Reference") mit halben Dezibeln. Der Verstärker gewährt überdies gleich zwei Recordern Anschluss, wobei er die Aufnahmewege brav mit Pufferstufen von den Hörkanälen trennt.

Der Vollverstärker A 38 schwang sich zu Großtaten auf. Frisch, frei und vollmundig reanimierte der Engländer Stimmen, in majestätischer Formation jubelten Chöre, schwelgerisch-bunt blätterte der Arcam die Klangfarben der Begleitinstrumente auf.Bei alledem fehlte es im Vergleich zu Verstärkern größeren Kalibers allenfalls ganz oben und ganz unten. So brachten sich Hartmanns QSilver 303 S mit feinerem Percussions-Glanz oder ein Vincent SV 234 mit mehr Bassschwärze gerade noch in Sicherheit (beide 5/05, 51 Punkte). Sie verhinderten aber nicht, dass der A 38 immer noch tolle 50 Punkte bekam.

Arcam A 38

HerstellerArcam
Preis1800.00 €
Wertung50.0 Punkte
Testverfahren1.0

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Wer ist die Nummer eins? -

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