Testbericht

Vollverstärker Yamaha A S 2000

Das Symmetrieprinzip bietet die Gewähr, dass sich Einstreu-Störungen nicht auswirken. Sie treten in den doppelten Verstärkerzügen mit gleichem Vorzeichen auf.

  1. Vollverstärker Yamaha A S 2000
  2. Datenblatt
A S 2000 Frontansicht

© Archiv

A S 2000 Frontansicht

Bei konsequenter Fortsetzung addiert sich die Störspannung an den beiden Lautsprecherklemmen zu Null. Also legte Yamaha nicht nur den CD S 2000, sondern - koste es, was es wolle - auch den A S 2000 vollkommen zweigleisig aus.

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Zwei der vier dicken Elkos speichern die Energie für je eine Endstufe, jeder hat eine Kapazität von 22_000 Mikrofrarad.

Auf den mit Vorzug zu benutzenden symmetrischen XLR-Eingang (koaxiale Ankömmlinge werden nach Ankunft zwangssymmetriert) folgen transistorgespickte Pufferstufen sowie eine doppelte Pegel- und Klangregelung. Den Abschluss bildet eine komplexe Brückenendstufe, die Yamaha "Floating Balanced" nennt. Die identisch bestückten Plus- und Minus-Seiten besitzen inklusive Trafowicklung jeweils ein eigenes Netzteil, das keinerlei Massebezug aufweist. So entfällt auch diese potentielle Störquelle, und der Yamaha bietet bis hin zu den Boxenklemmen wahrhaft vollendete Symmetrie. Nicht zuletzt erinnert diese Schaltung an die "Cyclotron"-Ausgangstufe der teuren Thorens-Monoblöcke TEM 3200 (1/06), die immerhin Referenz sind!

Vorhang ganz auf" schien der A S 2000 beim Hörtest zu befehlen, um dann völlig makellosen Glanz, eine wie gewienerte Sauberkeit und eine durch und durch klare, energische Abbildungs-Ordnung herzustellen. Somit empfahl sich der Yamaha-Amp als wahrer Universalist, der Flügelläufe mit beliebiger Finesse dahinperlen lässt und dennoch beim Rest des Orchesters vollendete Übersicht wahrt.Frisch-lebendig bei Stimmen, intim bei zartem Gitarrengeranke - der A S 2000 ließ fast keinen Eigensinn erkennen. Wie das leicht unterbelichtete Regengeriesel bei Jack Johnsons "Banana Pancake" (In Between Dreams, Universal-CD) zeigte, interessiert ihn nur Hintergrundgefitzel nicht sehr.

stereoplay Meinung

Gemessen an dem gigantischen Aufwand, den Yamaha trieb, müssen die 1300 und 1600 Euro als Kampfpreis erscheinen. Zu alledem klingt das Phonoteil mit MM-Tonabnehmern hell, aber brauchbar, bei MC-Pickups dezenter, lebendiger und feiner, also sehr gut.

Yamaha A-S 2000

HerstellerYamaha
Preis1600.00 €
Wertung50.0 Punkte
Testverfahren1.0

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Wer ist die Nummer eins? -

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