Testbericht

Vorverstärker Pro-Ject Pre Box SE

Eine Vorstufe, die auch nur annähernd so klingt wie die Pro-Ject Pre Box SE (325 Euro) klingt, dürfte für rund 300 Euro jedenfalls nur schwer zu finden sein.

  1. Vorverstärker Pro-Ject Pre Box SE
  2. Datenblatt
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© Archiv

Dafür, dass sie keine Leistung erzeugen muss, besitzt die Pre Box SE schon einen beachtlichen, faustgroßen Umspanner, und der dient nicht nur zur Versorgung des fein auflösenden Frontdisplays. Die Wärme, die das Böxchen nach einigen Betriebsstunden abgibt, rührt hauptsächlich von den beiden Ausgangspuffern her, Kühlkörper-gekrönte ICs namens LT1010, die der Pre Box SE einen sehr niedrigen Ausgangswiderstand von 4 Ohm bescheren - lange, auch hochkapazitive Kabel sind damit ebenso unkritisch wie der Antrieb mehrerer parallelgeschalteter Endstufen.

Die Pegelregelung, fernbedienbar in reproduzierbaren 1-dB-Schritten, findet samt Eingangswahl in einem Kombi-Chip statt, der deutlich weniger kostet als eine Poti-Schalter-Kombi, klanglich aber offenbar nicht schadet.

Eine Vorstufe, die auch nur annähernd vergleichbar klingt, dürfte für rund 300 Euro jedenfalls nur schwer zu finden sein. Die Pre Box SE tut genau, was sie soll: Sie geht der Musik weitestgehend aus dem Weg, und die paar Abdrücke, die sie im Signal hinterlässt, hören sich eher nach Zugewinn als nach Verlust an. Die Darstellung unterscheidet sich vom gänzlich neutralen Ideal also eher durch größere Präsenz und eine leichte Betonung rhythmischer Ecken und Kanten. Dass im tiefsten Bass die Energie etwas nachlässt, hört man nur in ganz großen Ketten - eher nicht der typische Arbeitsplatz für das Kästchen.

Eine schöne Synergie ergab sich gerade im Bass, wenn die Pre Box SE mit ihrer Endstufenschwester Amp Box SE und vor allem mit deren Einkanal-Version Amp Box SE Mono zusammenspielte.

Pro-Ject Pre Box SE

HerstellerPro-Ject
Preis325.00 €
Wertung80.0 Punkte
Testverfahren1.0

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