Testbericht

Wiko Wax im Test

Ein LTE-fähiges Android-Smartphone für knapp 200 Euro: Der Test zeigt wie gut man mit dem Wiko Wax unterwegs ist.

  1. Wiko Wax im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Wiko Wax

© Wiko

Wiko Wax
EUR 129,00

Pro

  • geringes Gewicht
  • günstiger Preis
  • wechselbarer Akku

Contra

  • magere Ausdauer
  • geringer interner Speicher
75,4%

Für 199 Euro im mobilen Internet auf die Überholspur wechseln? Das geht. Wie, zeigt Wiko. Unter der Modellbezeichnung Wax schickt der junge, aufstrebende Anbieter sein erstes 4G-fähiges Android-Phone ins Rennen.

Performance: System-Chip von Nvidia

Der LTE-Debütant französischen Ursprungs wird in China gefertigt. Den Touch des Besonderen bringt ein klassenbezogen leistungsstarker System-Chip des PC-Grafikprozessor-Herstellers Nvidia. Neben einem 1,7 GHz schnellen ARM-Cortex-A9-Vierkernprozessor samt zusätzlichem Stromsparkern stecken in dem SoC (System on a chip) auch eine auf mobiles Gaming zugeschnittene Grafikeinheit und ein LTE-Softmodem der Kategorie 3.

Letzteres unterstützt die 4G-Netze in allen hierzulande gängigen Frequenzbändern. Die theoretisch erreichbaren Maximaldatenraten betragen somit im Downlink 100 Mbit/s und im Uplink 50 Mbit/s. In den gut ausgebauten 3G-Mobilfunknetzen macht HSPA+ bis 21 Mbit/s den Downloads Beine.

Wiko Wax

© Wiko

Adieu Tristesse: Außer in den Farbvarianten Schwarz und Weiß möchte Wiko das Wax künftig auch in Koralle und Türkis anbieten.

Ausstattung: Am Speicher wird gespart

Düster sieht es dagegen beim Thema Speicher aus: Von dem internen 4 GB Flash-Speicher beanspruchen Android 4.3 und die Google-Anwendungen rund die Hälfte. Der Rest wird nochmals unterteilt: Ca. 1,5 GB hält das Wax für zusätzliche Apps aus dem Google Play Store bereit - wobei sich dieser App-Speicher weder mit dem vorinstallierten Dateimanager verwalten noch am PC als USB-Laufwerk einbinden ließ.

Für eigene Daten wie Musiktitel, Fotos oder Videoclips bleiben gerade mal 500 MB im Gerät frei. Immerhin: Über ein optionales USB-OTG-Adapterkabel finden Speichersticks Zugang zum Wax. Hinter der etwas labilen Kunststoffrückwand sitzt zudem ein Einschub für Wechselspeicherkarten.

Der 2000-mAh-Akku ist ebenfalls austauschbar. Dessen Reserven reichten im praxisorientierten Mix rund fünf Stunden. Wer den Ladestopp hinauszögern will, kann inden Stromspareinstellungen unter anderem zwei CPUKerne ruhigstellen.

Display: Kontrastreiche HD-Anzeige

Ein gutes Bild gibt das 4,7 Zoll messende, auch von der Seite problemlos ablesbare Ein-Glas-Display mit einer Punktdichte von 315 ppi ab. Die im connect-Labor gemesseneHelligkeit von 400 cd/m2 ist ausgesprochen hoch - nicht nur für so ein preiswertesSmartphone ein Topwert. Auch bei klarem Himmel bleiben Schriften und Icons hinter der kratzfesten, spiegelnden Gorilla-Glass-2-Oberfläche erkennbar. Auch die Fotos der 8-Megapixel-Kamera gefallen. Besonders Außenaufnahmen bei gutem Licht erschienen am PC detailreich, natürlich und klar.

Wiko Wax

© Wiko

Pures Vergnügen: Im Wax werkeln ein nahezu unbehandeltes Android 4.3 und die üblichen Google-Apps. Arbeitspeicherbelastung: Die App-Verwaltung zeigt, wie viel Platz aktive Dienste und Prozesse brauchen. Spielplatz: Mobile Gamer finden über die "Tegra Zone"-App News und Downloads für ihr Nvidia-Phone.

Bedienung: Mut zur Eigenständigkeit

Der Ein/Aus-Schalter? Befindet sich am rechten Gehäuserahmen unter den Lautstärketasten. Und die Micro-USBSchnittstelle? Die ist oben platziert. Von den drei Navigationstasten führt die rechte statt der linken "zurück". Das französische Phone gönntsich seine Extravaganzen, die zunächst ungewohnt, aber nicht wirklich nachteilig sind.

Dass man mit dem Wax schnell klarkommt, liegt auch daran, dass Wiko Android 4.3 kaum modifiziert und Anwendungen von zweifelhaftem Nutzen außen vor bleiben. Auf Fingerberührungen reagiert die Hardware meist unverzüglich. Werden bei hoher Auslastung Befehle mal zögerlich ausgeführt, stößt vermutlich der 1 Gigabyte großeArbeitsspeicher an seine Grenzen.

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Solides Zeugnis im Messlabor

Die Sende- und Empfangsqualität im UMTS-Netz erwies sich im Testlabor als exzellent. Nur die Akustikmessungen in Senderichtung fielen ab. Dementsprechend kann sich bei Telefonaten die Stimme beim Gegenüber etwas dumpf anhören. Insgesamt erreichte das Wax im Labortest ein gutes Ergebnis.

Fazit: Flotter Begleiter für kleines Geld

Für Power-User mit professionellen Ambitionen und für intensive App-Sammler empfehlen sich LTE-Phones mit größerem internem Speicher und höherer Ausdauer. Doch dafür muss man tiefer in die Tasche greifen. Diejenigen, die dazu nicht bereit sind, unddennoch mobiles Internet ohne gerätespezifische Tempolimits möchten? Voila, die können in dem 119 Gramm leichten Wiko Wax für relativ kleines Geld einen flotten Begleiter finden.

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