Günstiges Dual-SIM-Smartphone

Wileyfox Swift im Test

Das Wileyfox Swift ist ein spannendes Dual-SIM-Smartphone, das nicht nur durch das spezielle Betriebssystem positiv überrascht.

Wileyfox Swift

© Wileyfox

Die Maße des Wileyfox Swift: 141 x 71 x 10 mm; das Gewicht: 139 Gramm.

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EUR 159,80

Pro

  • hochwertiger Look
  • ordentliche Verarbeitung
  • einfache Bedienung
  • günstiger Preis
  • sehr helles und brillantes IPS-Display
  • Cyanogen OS bietet viele Funktionen
  • Dual-SIM-Funktion
  • sehr gute Laborwerte
  • vom Nutzer austauschbarer Akku
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • Ladegerät und Kopfhörer nicht im Lieferumfang
  • GSM-Gesprächszeiten könnten besser sein
  • kein NFC

Fazit

connect Testurteil: gut

Mit der 2015 gegründeten Firma Wileyfox betritt ein in London beheimateter Hersteller den deutschen Markt und versucht, hier eine Nische für seine Geräte zu finden - und die Chancen dazu stehen nach dem Test gar nicht schlecht. Aktuell sind lediglich zwei Wileyfox-Modelle über den eigenen Onlineshop oder alternativ beim Giganten Amazon erhältlich. Während es sich beim Storm um ein Phablet für 279 Euro handelt, kostet das zum Test angetretene Smartphone Swift lediglich 179 Euro. Schauen wir mal, was das schmucke Füchschen alles auf der Pfanne hat.

Gelungenes Outfit, helles Display

Der erste Eindruck ist gleich vielversprechend. Denn was da aus der nett gemachten Verpackung kommt, kann sich wirklich sehen lassen. Die Front des Swift wird von Gorilla-Glas 3 vor Kratzern geschützt, bei unserem Testgerät war zudem ab Werk eine Displayschutzfolie aufgezogen; die wichtigste Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist also ausgesprochen gut geschützt. Das 5 Zoll große IPS-Display mit HD-Auflösung beeindruckt mit feiner Darstellung und einer enormen Strahlkraft von 480 cd/m2, wie die connect-Messung ergeben hat. Obwohl im regnerischen England beheimatet, scheut das Wileyfox also auch das Sonnenlicht nicht.

Smartphone Gestaltung

© Screenshot WEKA / connect

Das Swift gibt dem Käufer freie Hand bei der Einrichtung und Gestaltung – bis ins letzte Detail.

Die abnehmbare Kunststoffrückseite ist mit einer samtartigen Oberfläche versehen, die nicht nur den Händen schmeichelt, sondern auch für einen sicheren Halt beim Bedienen sorgt. Unter der Abdeckung steckt ein löblicherweise wechselbarer Akku mit 2500 mAh. Ebenfalls dort untergebracht sind zwei SIMKartenfächer im Micro-Format und ein eigenständiger Slot für eine Micro-SD-Karte, mit der sich der Nutzerspeicher einfach und günstig erweitern lässt. Kein Fehler, obwohl das Swift dem Käufer bereits von Haus aus über 10 GB zur freien Verfügung bereitstellt - nicht schlecht für den Preis.

Gute Basis, tolle Kamera

Auch beim Prozessor knausert Wileyfox nicht und packt die gute Einsteigerplattform Snapdragon 410 von Qualcomm ins Gehäuse, die mit einer bis zu 1,2 GHz schnellen Quad-Core-CPU und 2 GB Arbeitsspeicher aufwarten kann. Die Connectivity-Abteilung kann sich mit Dual-SIM, LTE Cat-4, HSPA+ und Bluetooth ebenfalls sehen lassen. Lediglich NFC und schnelles WLAN fehlen.

Einen richtig guten Eindruck hinterlässt auch die 13-Megapixel-Kamera, die von Samsung zugeliefert wird. Die Bildqualität ist wirklich top und lässt erst bei sehr schlechten Lichtverhältnissen nach. Die Ausstattung geht mit HDR, Panoramamodus, schnellem Autofokus und einem Doppelblitz mehr als in Ordnung. Videos werden in Full-HD-Auflösung aufgezeichnet, um Selfies kümmert sich eine 5-Megapixel-Kamera auf der Front.

Sehr gute Performance im Labor

Bis hierher konnte das Swift also durch die Bank überzeugen. Und es patzte auch nicht beim Gang durch den unerbittlichen Messparcours des connect-Labors. Von Low Budget war auch hier nichts zu sehen - ganz im Gegenteil: Zu den tadellosen Sende- und Empfangseigenschaften gesellt sich eine gute Akustik beim Telefonieren. In der Praxis muss der Nutzer jedoch darauf achten, dass die etwas klein ausgeführte Lautsprecheröffnung auch tatsächlich in die Ohrmuschel schallt, sonst tönt es dumpf und leise.

SIM-Funktionen und AudioFX

© Screenshot WEKA / connect

Auch beim Wileyfox lässt sich die Dual-SIM-Funktionalität problemlos im Menü einstellen (links). Dank AudioFX beherrscht das Swift alle wichtigen Formate und bietet zudem einen umfangreichen Equalizer (rechts).

Bei den Ausdauermessungen liegt ebenfalls alles im grünen Bereich: Während sich die GSM-Gesprächszeit mit maximal 17 Stunden auf einem ordentlichen Niveau bewegt, sind die 7:31 Stunden im UMTS-Betrieb richtig gut. Dies trifft auch auf den Displaybetrieb im Alltagsmix zu: Hier stehen am Ende 7:29 Stunden auf der Habenseite des Wileyfox. In der Summe ergibt dies die Note "sehr gut" in der Laborwertung - davon können manch teurere Smartphones nur träumen.

Sehr gute Performance im Labor

Die Überraschung ist gelungen: Das Wileyfox Swift macht vieles richtig und der Schreiber dieser Zeilen hatte beim Testen den Eindruck, dass hier echte Smartphone-Fans bei der Entwicklung am Start waren. Sicherlich ist das Swift kein totaler Überflieger, was angesichts der schier endlosen Mitbewerberflut auch fast nicht möglich ist, doch Wileyfox ist ein richtig gutes Smartphone gelungen - wir freuen uns schon auf mehr.

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