Testbericht

Workflow - iOS-App für den App-Eigenbau

Mit der neuen iOS-App Workflow tippen Sie sich Ihre eigenen Apps zusammen - ganz ohne Programmierkenntnisse und in wenigen Minuten. So ziehen neue Funktionen auf iPhone und iPad ein, die bislang nicht möglich waren. Was die App, die aktuell die AppStore-Charts rockt, taugt, haben wir uns angesehen.

Workflow

© Workflow/Archiv

Workflow

Workflow

  • Version: 1.0.1
  • Betriebssystem: iOS
  • Preis: 2,99 Euro (Einführungspreis, später 4,99)
  • Download-Link: iTunes  

Was Workflow kann? Drei Bilder aufnehmen, ein animiertes GIF daraus bauen und das Ergebnis per Twitter verschicken. Die Fahrtzeit nach Hause ermitteln, sie nach Hause texten und dann Google Maps für die Navigation öffnen. Fünf Bilder aus den Fotos auswählen und sie in der Dropbox abspeichern. So sehen drei von tausenden Workflows (Arbeitsabläufen) aus, die Sie mit der neuen App Workflow auf iPhone und iPad erstellen können.

Tatsächlich funktioniert Workflow so ähnlich wie das Spiel mit LEGO-Steinen. Sie stecken ihre eigenen Workflows aus vorgefertigten Bausteinen zusammen, den so genannten Aktionen. Dabei erkennt jede Aktion, welchen Inhalt sie von der vorherigen erhalten hat, und passt sich ihm an. Übergeben Sie der Aktion "Make PDF" (PDF erstellen) eine Web-Adresse, wird die zugehörige Website geladen und als PDF ausgegeben. Übergeben Sie ihr hingegen eine Adresse, öffnet Workflow den zugehörigen Kartenausschnitt, macht ein Foto davon und verwandelt dieses in ein PDF. "ContentGraph" nennen die Entwickler diesen innovativen Ansatz.

Workflow, App

© Workflow

Das farbenprächtige Workflow bietet auch eine Galerie, aus der Sie Workflows von anderen Nutzern herunterladen können. Gerade den Einstieg erleichtert das enorm.

Über 150 Aktionen

Workflow bringt über 150 Aktionen aus den unterschiedlichsten Ecken von iOS mit. Sie kann twittern und facebooken, Adressen, Textschnippsel und Bilder verarbeiten und vieles mehr. Teilweise bietet sie sogar Funktionen, die sonst in dieser Form gar nicht zugänglich sind. Ein Beispiel: die Dateiauswahl, dank der Sie in einem einzigen Fenster Dateien aus iCloud, Dropbox oder von einem anderen Ort auswählen und dann weiterverarbeiten können.

Um einen Workflow auszuführen, können Sie die App öffnen und einfach auf "Play" tippen. Doch es gibt elegantere Möglichkeiten. Sie können in der App für jeden Workflow ein Home-Screen-Icon erstellen. Dann ist der zugehörige Workflow vom Home-Screen aus zugänglich. Außerdem können Sie Workflows entwickeln, die sich in das Teilen-Menü von Apps integrieren. Außerdem kann die App Launch Center Pro Workflows integrieren.

Workflow, App

© Workflow

Aktionen werden aus dem linken Bild nach rechts in den aktuell bearbeiteten Workflow gezogen und dort gegebenenfalls noch konfiguriert.

Die Grenzen von Workflow

An Grenzen stößt Workflow dort, wo Apple diese setzt. Die iOS-Einstellungen kann Workflow zum Beispiel nicht verändern. Dabei ergäben sich zum Beispiel in Verbindung mit standortbasierten Aktionen interessante Möglichkeiten ("Schalte GPS ab, wenn ich zuhause bin"). Außerdem wäre es schick, wenn man Text, Bilder u.ä. in einer App markieren und an Workflow verschicken könnte. Dass die App das nicht kann, liegt aber an iOS. Das beherrscht iOS 8 einfach nicht.

Workflow, App

© Workflow

Auch im Teilen-Menü - hier in Safari - klinkt sich Workflow ein. Voraussetzung ist, dass Sie wenigstens einen Ihrer Workflows als "Action Extension" gekennzeichnet haben. Außerdem müssen Sie die Anzeige des "Run Workflow"-Knopfes wie gewohnt in der jeweiligen App freischalten.

Fazit:

Workflows eröffnet völlig neue Möglichkeiten unter iOS. Das gilt nicht nur, weil sich existierende Arbeitsabläufe automatisieren lassen. Es werden sogar ganz neue Funktionen möglich. Es würde uns nicht wundern, wenn Workflow rasch von Apple gekauft wird, zeigt das ContentGraph-Konzept doch, wie die Zusammenarbeit von Apps in Zukunft funktionieren könnte.

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