Testbericht

Yamaha CDX-497

Der Yamaha CDX-497 erheischt eine AUDIO-Empfehlung als Party-, Hitparaden- und Historik-tauglicher Langzeit-Musiklieferant.

  1. Yamaha CDX-497
  2. Datenblatt
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© Archiv

Der Player spielt selbst datenreduzierte Digitalkost in Form von Windows-Media-Audio- (WMA)- oder MP3-CDs ab. Gute Idee. Denn zum einen lassen sich so am eigenen Computer Platz sparend produzierte Lieblingsstück-Sampler problemlos auch über die Heimanlage abhören. Zum anderen wächst das Angebot vorproduzierter, mit bis zu acht Stunden Musik befüllter MP3-CDs - etwa mit ohnehin in Dynamik und Frequenzumfang beschränkten historischen Mono-Aufnahmen (www.line-music.de ). Also sollte der erste Hördurchgang dem Faszinosum "Files aus eigener Fertigung" gelten.

In diesem Fall also auch historische CDs, weil deren Rauschen die Unterschiede CD/MP3 sehr deutlich machen kann. Wie in der 1954er Einspielung des Schumann-Klavierkonzerts mit Walter Gieseking und Herbert von Karajan, im 1951er Live-"Parsifal" unter dem Wagner-Spezialisten Hans Knappertsbusch sowie der von knackenden Schellacks übertragenen Interpretation der 9. Mahler-Sinfonie unter Buno Walter aus dem Jahr 1938. Dann wurde das Programm mit Standard-Software wie "Nero" auf CD gebrannt - und ab in den Hörraum zum Vergleich.

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Die gesamte Wandler- und Steuerelektronik des Players CDX-497 findet auf einer Platine Platz.

Hörtest

Der Yamaha-Player, über den Vorverstärker Accuphase C-2810 mit den Aktivboxen Backes & Müller BM 35 verbunden, erledigte seinen MP3-Job wirklich überzeugend. Ob machtvoll gegriffene Klavier-Akkorde, schmetternder Wagner-Gesang oder leicht scheppernde, antike Orchesterklänge: Die Unterschiede zwischen CD- und MP3-Wiedergabe blieben tolerabel klein. Selten nur entlarvte die hochanalytische BM 35 zischelnde oder fauchende MP3-Artefakte und nochmals gedeckelte Dynamik in der Daten-Diät. Spätestens mit 320 Kilobit aber lässt sich - übrigens auch bei aktuellen Metal-, HipHop- oder Dance-Produkten - kaum mehr ein Unterschied ausmachen. Doch der Yamaha CDX-497 erheischt bereits mit 192er-Standards eine AUDIO-Empfehlung als Party-, Hitparaden- und Historik-tauglicher Langzeit-Musiklieferant.

Und wie steht es mit "ernsthaftem" HiFi? Im direkten Vergleich mit dem Überflieger Denon DCD-500 AE (210 Euro) wirkte der Yamaha etwa bei hochdynamischer Kammermusik etwas distanzierter, weniger druckvoll und grundtonstark. Doch mit sehr ausgefeilter Detailarbeit und ordentlicher Raumaufteilung im Schubertschen Oktett (Super-Hörkurs-CD 5) erspielte  sich der Yamaha einen Gerade-noch-Punkte-Gleichstand.

Yamaha CDX-497

HerstellerYamaha
Preis270.00 €
Wertung80.0 Punkte
Testverfahren1.0

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