Testbericht

Asus Zenfone 5 im Test

Das Asus Zenfone 5 will im Test zeigen, dass man auch für unter 200 Euro ein gutes Smartphone mit großzügigem 5-Zoll-Display bekommt. Wir zeigen, warum das dem Dual-SIM-Phone nicht restlos gelingt.

  1. Asus Zenfone 5 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Zenfone 5-Modelle

© Asus

Das Asus Zenfone 5 will im Test zeigen, dass man auch für unter 200 Euro ein gutes Smartphone mit großzügigem 5-Zoll-Display bekommt.
EUR 195,00

Pro

  • sehr günstig
  • gute Sende- und Empfangsqualität
  • erweiterbarer Speicher

Contra

  • schwache Ausdauer
  • fest verbauter Akku
  • kein LTE
72,0%

Optisch kann das Asus Zenfone 5 im Test gleich überzeugen. Die Farbkombination des Testgerätes aus schwarzer Front und einem Backcover in knalligem Lila sieht schick aus. Wem die gewählte Zusammenstellung auf Dauer nicht mehr gefällt, kann die Rückseite auch einfach gegen eine andersfarbige Abdeckung austauschen.

Gehäuse und Verarbeitung: In Ordnung

Weniger schön ist allerdings das emsige Dokumentieren von Fingerabdrücken - das gilt sowohl für die Front als auch für die Rückseite. Bereits nach kurzer Zeit sieht die Displayabdeckung aus wie ein Cerankochfeld nach dem Braten eines Steaks, also nicht gerade lecker. Zwar soll der mit Gorilla-Glas geschützte Bildschirm des Zenfone 5 laut Asus eine Anti-Fingerprint-Beschichtung besitzen, doch beim Testgerät hat die nicht viel genutzt. Schade, denn ansonsten geht die Verarbeitung in Ordnung, auch wenn die Kunststoffrückseite beim Bedienen hin und wieder leicht knarzt und bei Druck minimal nachgibt.

Display: Feine Anzeige

Das IPS-Display im 5-Zoll-Format weiß dagegen auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Anzeige löst in HD mit 720 x 1280 Pixeln auf, bietet eine Helligkeit von 339 cd/m2 und gibt die Inhalte des Smartphones scharf und farbstark wieder. Wie bereits erwähnt, soll eine Abdeckung aus Gorilla-Glas das Display vor Kratzern schützen.

Performance: Flotte CPU

Unter der hübschen Schale des Android-4.4.2-Modells werkelt eine Intel-Atom-Plattform des Typs Z2560, die auf eine Dual-Core-CPU mit 1,6 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher setzt. Für den Nutzer gibt es sogar satte 11 GB an freiem Speicher, die sich durch den Micro-SD-Slot unter dem Backcover noch erweitern lassen. Zudem spendiert Asus 5 GB kostenlosen Cloudspeicher. Damit man diesen auch nutzen kann, bietet die Connectivity-Abteilung flotte Optionen: LTE ist für diesen Preis zwar nicht drin, aber Quadband-GSM und -UMTS, HSPA+ mit bis zu 42 Mbit/s im Download sowie b/g/n-WLAN und Bluetooth 4.0.

Ausstattung: Dual-SIM inklusive

Als Besonderheit beherrscht das Zenfone 5 zudem den Umgang mit zwei SIM-Karten. Dazu gibt es unter "Einstellungen" einen eigenen Menüpunkt. Hier kann der Besitzer festlegen, welche Karte für Telefonie und welche für die mobile Datenübertragung zuständig sein soll. Für Telefonie kann auch eine Abfrage bei jeder Nutzung definiert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine Rufumleitung zwischen den beiden SIM-Karten einzustellen, falls eine Karte mal nicht erreichbar sein sollte.

Auch sonst hat das Asus Zenfone 5 einiges zu bieten, etwa die 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Fotolicht. Die Aufnahmen können bei guten Lichtverhältnissen überzeugen, zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bieten Optionen. Videos werden sogar in Full HD aufgezeichnet. Für Sound aus dem Äther sorgt das integrierte UKW-Radio.

© Asus

Stets up to date: Das Widget "What's Next" informiert über anstehende Ereignisse.

Bedienung: Zen UI mit vielen Funktionen

Dank der Benutzeroberfläche Asus Zen UI klappt die Bedienung einfach. Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Anpassung und bringt auch viele Funktionen mit. So gibt es im Hauptmenü einen Audioassistenten, einen Dateimanager und eine Aufgaben- sowie eine Notizfunktion mit Handschrifterkennung. Besonders gut gefällt das Widget "What's Next", das auf dem Screen jederzeit über anstehende Ereignisse informiert. Auch auf dem Sperrbildschirm sind diese zu sehen.

Labormessungen: Display saugt Akku leer

Enttäuschend lief die Vorstellung des Asus Zenfone 5 im Ausdauertest. Während die Gesprächszeiten teilweise sehr gute Werte erreichen konnten, etwa 27 Stunden im GSM-Einsatz, sind 3:48 Stunden im praxisnahen Mischbetrieb im Vergleich zu Mitbewerbermodellen im ähnlichen Preisbereich geradezu kläglich. Hier scheint sich das Display doch einen gehörigen Schluck aus dem fest verbauten Energielieferanten zu genehmigen.

Fazit: Nichts für Vielnutzer

Für Smartphone-Vielnutzer ist das Zenfone 5 aufgrund der schwachen Ausdauer nicht zu empfehlen. Schade, denn die Sende- und Empfangseigenschaften sind wie die Akustik gut.

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