Android-Smartphone

ZTE Axon Elite im Test

Wer bei seinem Smartphone auf einen großen Markennamen verzichten möchte, kann mit dem ZTE Axon Elite eine Menge Geld sparen. Wir haben das Android-Phone getestet.

ZTE Axon Elite: Front und Back

© ZTE

Zwei Bildsensoren auf der Rückseite dokumentieren die Besonderheit der Kamera des ZTE Axon Elite. 

Pro

  • brillantes und helles und hochaufgelöstes IPS-Display
  • 22 GB interner Speicher verfügbar
  • Micro-SD-Slot
  • Dual-SIM
  • bequeme und hohe Sicherheit mit Fingerabdrucksensor und Iris-Scan
  • gute, stabile Verarbeitung
  • günstiger Preis

Contra

  • nur Android 5
  • Akustikschwächen beim Empfangen
  • etwas unhandlich
  • kein UKW-Radio

Fazit

Gut
83,6%

Bei teuren Anschaffungen setzen viele Menschen auf große Namen. Denn auf Bewährtes zurückzugreifen schützt oft vor Fehlern. Doch Hersteller verlangen für den Nimbus ihrer Marke gerne einen Aufpreis. Da kann ein wenig Understatement bei der Wahl eines Top-Smartphones gut mehrere 100 Euro sparen. Im Falle des ZTE Axon Elite steht zudem ein in Deutschland zwar noch wenig bekannter, international aber riesengroßer Hersteller hinter dem Produkt. Knapp 70000 Mitarbeiter sind für den chinesischen Mobilfunkspezialisten tätig, der regelmäßig unter den Top 5 der Smartphone-Produzenten gelistet wird. 

Erkennbare Klasse

Mit dem ZTE Axon Elite hat er sein Spitzenmodell in den connect-Labortest geschickt. Dabei bleibt die unverbindliche Preisempfehlung mit 449 Euro deutlich unter dem, was viele andere für ihre Flaggschiffe verlangen. Dessen ungeachtet ist beim Axon Elite der ho- he Anspruch schon rein äußerlich unverkennbar. So ist das große Display durch eine an den Kanten verrundete Gorilla-Glas-Scheibe geschützt, Kratzer sollten damit ein Fremdwort bleiben. Oben und unten fassen feine, breite Gitterwerke zur Abdeckung von Lautsprecher und Mikrofonen das Display ein. Sie verleihen dem Axon Elite ein unverkennbares Äußeres, was in der uniformen Welt der Mobiltelefone nicht oft gelingt. 

Die hintere Abdeckung folgt dem Trend zum Metall und liegt mit einer Struktur, die sandgestrahltem und eloxiertem Aluminium ähnelt, angenehm kühl in der Hand. Oben und unten finden sich in Gehäusefarbe gehaltene Kunstlederstreifen, die den Antennen ungeschirmten Kontakt mit der Welt gestatten. Die Werte bei den Funkmessungen danken dem Designer diesen Materialmix, gerade bei UMTS und LTE sendet und empfängt das Elite auf sehr hohem Niveau. Zu haben ist das Topmodell aus der Axon-Baureihe nur in der abgebildeten, von ZTE als Gold bezeichneten Farbe, die eher an Champagner erinnert. 

Screenshots: ZTE Axon Elite

© Weka/Archiv

Links: Was einzelne Apps wollen und dürfen, lässt sich über einen Assitenten festlegen. Mitte: Was einzelne Apps wollen und dürfen, lässt sich über einen Assitenten festlegen. Rechts: Neben dem erwähnten Bokeh bietet die rückseitige Kamera viele Effekt-Filter.

Üppiger Auftritt beim Axon Elite

Unter die sauber verarbeitete Schale hat ZTE ein pralles Ausstattungspaket gepackt, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Für geschmeidige Abläufe sorgt ein 8-Kern-Qual-comm-Prozessor mit bis zu 2 Gigahertz Taktfrequenz, dem 3 Gigabyte Arbeitsspeicher zuarbeiten. Längerfristig werden die Daten in 32 Gigabyte Flash-Speicher abgelegt, von diesen sind über 22 für den Nutzer verfügbar. Wem das nicht reicht, der kann über einen Karten- einschub eine Micro-SD-Karte hinzufügen. 

Dann muss man aber auf den Betrieb von zwei SIM-Karten verzichten - denn das Axon Elite etabliert den Dual-SIM-Betrieb in der obersten Ausstattungsklasse. Der Kombisockel fasst entweder eine Nano-SIM und eine Speicherkarte oder zwei Nano-SIMs. Luxus sind auch der Fingerabdruck-Scanner und der Iris-Scanner als Zugangssperren. Beide funktionierten im Testbetrieb zuverlässig und bequem. Daneben unterstützt das Axon Elite alle Funkstandards, die ein Smartphone-Enthusiast hierzulande erwarten kann, selbst NFC lässt sich bei Bedarf aktivieren. 

Die wichtigste Komponente eines Smartphones ist das Display, und auch hier hat ZTE in die Vollen gegriffen: Mit 5,5 Zoll Diagonale ist die Anzeige angenehm groß, mit 1080 x 1920 Pixeln zudem optimal fein aufgelöst. Dabei ist sie dank IPS-Technik sehr blickwinkelstabil und mit 376 Candela pro Quadratmeter hell genug für den Outdoor-Betrieb bei Sonnenschein.

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