Testbericht

Zusatzhochtöner der C 7 - Mehr Hochtonenergie?

Mit dem zugeschalteten Tweeter klang alles ein bisschen heller, vielleicht sogar etwas frischer, aber - zumindest im stereoplay-Hörraum - nicht wirklich besser.

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Die Metallkalotte auf der Rückseite der C7 ist zuschaltbar und sorgt dann für mehr "Luft".

Die großen US-amerikanischen Lautsprechersysteme, die Infinitys aus den 80ern, aber auch die mächtigen Wilson-Schallwandler aus den 90ern, kamen quasi nicht "ohne" aus. Ihre Macher wussten (oder wissen) einfach, dass mehr Hochtonenergie im Raum fast immer zu einem größeren Klangbild und einer "feineren", luftigeren Wiedergabe führt.

Zwei Umstände sorgen für dieses Phänomen: Einerseits wird die Hochtonenergie am stärksten von Mobilar und Einrichtung absorbiert, zum anderen ist die Hochtonabstrahlung aufgrund der extrem kurzen Wellenlängen sehr gerichtet. Kurz: Außerhalb der Hörachse fehlt es in der Regel an Hochtonenergie. Deshalb klingen auch die Elac-Modelle mit den rundumstrahlenden 4-Pi-Bändchen-Hochtönern immer besonders mühelos. Einziges Problem eines solchen Zusatz-Hochtöners (oder auch des Elac-Bändchens): Das Klangbild wird stets größer und diffuser.

Den Ascendo-Machern ist dieser Widerspruch durchaus bewusst: Die Punktschallquelle des C-7-Koax wird durch den hinteren Hochtöner eigentlich ab absurdum geführt. Doch in den Messungen rechts ist zu erkennen, dass der zugeschaltet Hochtöner äußerst dezent eingesetzt wird: zwar sehr breitbandig, aber mit mehr als 10 Dezibel unter Normalpegel.

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Rückmessung: Die Zusatz-Metallkalotte läuft ab 3 KHz, ist aber im Pegel gebremst. Gut zu sehen ist die Kalotten-Resonanz bei 27 KHz.

Hört man das überhaupt? Aber ja. Mit dem zugeschalteten Tweeter klang alles ein bisschen heller, vielleicht sogar etwas frischer, aber - zumindest im stereoplay-Hörraum - nicht wirklich besser. Die C 7 ist ein so stimmiger und so ortungsscharfer Schallwandler, dass in den meisten Fällen der Rück-Tweeter mehr schadet als nutzt.

Doch der Zusatz ist vom Koax-Fan und Ascendo-Entwickler Norbert Heinz ja auch nur für Ausnahme-Situationen gedacht: entweder im Surround-Einsatz, in dem ein Dipol-Verhalten den Raumeindruck erweitert, oder in sehr stark bedämpften Räumen, in denen zusätzliche Hochtonenergie das Klangbild etwas frischer, luftiger und leichtfüßiger gestaltet.

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