Testbericht

Zwei neue 3D-Verfahren

Die ab Ende des Jahres erhältlichen Player und Fernseher erzeugen das Bild vergleichbar der aktuellen 3D-Kinoqualität mit korrekten Farben und ohne Kopfschmerzen.

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3D kommt! Im Dezember wurde der 3D-Standard für Blu-rays festgelegt, nachdem bereits im Herbst mit HDMI 1.4 die Schnittstelle definiert wurde. Allerdings: Mit bisher erhältlichen 3D-Bildern mit anaglyphischer Farbcodierung und den daraus folgenden Kopfschmerzen hat der neue Standard rein gar nichts zu tun. Die ab Ende des Jahres erhältlichen Player und Fernseher erzeugen das Bild vergleichbar der aktuellen 3D-Kinoqualität mit korrekten Farben und ohne Kopfschmerzen.

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Moderne 3D-Techniken arbeiten mit polarisiertem Licht oder LCD-Shuttern. Die Brillen tragen sich angenehm, die Farben stimmen, und man schaut ganz entspannt.

Zukünftige 3D-Blu-rays speichern die Perspektive des rechten Auges (linkes Auge=2D-Fassung) als Differenzbild in der Data-Extension von H.264 ab. Herkömmliche Blu-rayer spielen wie bisher den H.264-Core ab und damit die 2D-Fassung. Künftige 3D-BD-Player decodieren Core und Extension und bilden daraus je zwei Bilder in voller HD-Auflösung. Diese werden dann sequenziell via HDMI 1.4 mit 48 Hz an das Display weitergereicht. Dieses muss nun die zwei Perspektiven für seine eigene 3D-Technik umsetzen. Es gibt wie im Kino zwei prinzipielle Verfahren: Entweder die Bilder werden in schneller Folge für die beiden Augen abwechselnd gezeigt oder gleichzeitig mit unterschiedlich polarisiertem Licht. Im ersten Falle trägt man eine Shutterbrille mit LCD-Gläsern, die jeweils nur Licht zu einem Auge pro Bild durchlassen, im anderen Falle eine Brille mit konträr polarisierten Gläsern. Das Ergebnis beider Verfahren ist qualitativ vergleichbar.

Wer also 3D-Blu-rays sehen möchte, der kommt früher oder später um einen neuen Player nicht herum, außer er verwendet die Playstation: Sony kündigte ein entsprechendes Update auf der CES für PS 3 an. Fehlen nur noch die 3D-Blu-ray-Discs.

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