Apps zur Wohungssuche

Immobilien-Apps im Vergleich

Wer ein Haus oder eine Wohnung sucht, tut das heute meist im Internet. Doch welche Immobilien-App ist die beste? Wir haben sechs Apps für die Wohnungssuche getestet.

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Wir stellen Ihnen Apps vor, die Sie bei der Suche nach einer neuen Wohnung unterstützen.

Wir stellen Ihnen die besten Immobilien-Apps zur Wohnungssuche vor. Mit diesen Apps finden Sie Wohnungsanzeigen und mehr - auch unterwegs.

Erinnern Sie sich noch an die vielen Zeitungen, die Sie einst auf der Suche nach einem neuen Zuhause gewälzt haben? Wenige Druckzeilen voll kryptischer Abkürzungen: Das war alles an Information, was man vorab bekam. Heute hingegen geht man einfach auf eines der vielen Immobilien- und Anzeigenportale im Internet. Hier finden sich bis zu 1,5 Millionen Angebote aus ganz Deutschland, von der Eigentumswohnung über das Gewerbegrundstück bis zum Ladenlokal - meist mit präzisen Infos und jeder Menge Fotos.

Was aber, wenn Sie viel unterwegs sind? Oder Sie haben sich gerade auf eine spannende Stelle in einer neuen Stadt beworben und dort bei einem Streifzug ein Wohngebiet entdeckt, das Ihnen gefällt?

Mit einer Immobilien-App können Sie direkt in der Umgebung nach Ihrer Traumwohnung suchen oder sich mit Ihrem Suchauftrag neue Angebote sofort auf Ihr Handy schicken lassen. Oder doch nicht? Wir haben sechs Immobilien-Apps fürs Smartphone getestet und ausprobiert, in welchem Maß sie die mobile Suche nach einem neuen Zuhause erleichtern.

Immobilo: Gute Idee, schwache Umsetzung

Immobilio

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Mit nur einer App gleichzeitig mehr als 50 Anzeigenportale durchforsten - die einzige Immobilien-Suchmaschine im Test ist eine gute Idee, die Umsetzung jedoch enttäuscht. Immobilo ist sehr schlicht gestaltet, relativ simpel strukturiert und insgesamt gut zu bedienen, nur die Schrift ist etwas klein. Die Immobiliensuche geht schnell und einfach: Eine Umgebungssuche ist ebenso integriert wie die Suche in Städten, Stadtteilen und Regionen.

Man kann nach Wohnungen und Häusern fahnden, nach Miete oder Kauf filtern. Gewerbeimmobilien fehlen in der Auswahl aber ebenso wie Stellplätze und Garagen. Wirklich schwach ist jedoch, dass man nicht einmal Wünsche wie Balkon oder Keller einstellen kann. Außerdem funktionierte im Test der sogenannte Suchagent nicht, wir konnten unsere Suchanfragen also nicht speichern. Man muss sie - wenn man zum Beispiel alternativ nach Miet- und Eigentumswohnungen sucht - jedesmal neu eingeben. Wenigstens lassen sich die besten Suchergebnisse auf einem Merkzettel ablegen.

Immobilio

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Praktisch und übersichtlich: Sucheinstellungen lassen sich ganz einfach per Schieberegler konfigurieren.

Die Darstellung der Suchergebnisse ist gelungen, vorausgesetzt, der Kooperationspartner ist in die App eingebunden (zum Beispiel Kalaydo). Dann sind Expose und Bildergalerie sauber integriert, man kann den Anbieter der Immobilie aus der App heraus kontaktieren. Meist ist dies jedoch nicht der Fall. Dann bietet Immobilo lediglich eine Verlinkung auf die jeweilige Anbieterwebseite an - und die Darstellung einer nicht für mobile Anwendungen programmierten Webseite auf dem Smartphone ist kein wirkliches Vergnügen.

Insgesamt fehlen einfach zu viele praktische Bedienhilfen und Features, die bei anderen Immobilien-Apps selbstverständlich sind. Noch dazu muss man Werbung in Kauf nehmen. Und dass man bei Immobilo weder Support noch ein Impressum findet, ist aus Verbrauchersicht eigentlich nicht zu akzeptieren.

Immonet: Aufwändige Gestaltung, gutes Handling

Immonet

© Immonet

Mit Immonet hat der Medienkonzern Axel Springer eines der größten Immobilienportale in Deutschland am Start, und auch die App ist gelungen. Nicht zu übersehen ist die aufwendige Gestaltung, die sich von den anderen Apps absetzt und auch das Handling angenehm und einfach macht. Die Suchoberfläche ist übersichtlich und klar strukturiert, alle wichtigen Suchfunktionen und Auswahlkriterien sind vorhanden. Das Einstellen zum Beispiel von Kaufpreis oder Wohnfläche über Schieberegler klappt bequem, man kann nach Angeboten mit Garten oder Stellplatz ebenso filtern wie nach seniorengerechten Wohnungen oder WG-Zimmern.

Leider fehlt die Möglichkeit, provisionsfreie Angeboten zu entdecken. Gewerbeimmobilien finden sich in der Immonet-App zwar nicht, aber wer privat auf Haus- oder Wohnungssuche ist, wird das verschmerzen können. Dafür werden etwa Zwangsversteigerungen extra ausgewiesen. Die Suchen werden automatisch gespeichert, überdies kann man sich neue Angebote automatisch als Push-Nachricht auf das Handy schicken lassen - allerdings nicht bei der Android-Version.

Immonet

© Immonet

Sieht richtig gut aus: Die Suchregion kann in der In-App-Karte exakt eingezeichnet werden.

Die Ergebnisse werden als Liste oder in einer In-App-Karte ausgegeben, die Sortierung nach Preis oder Wohnfläche ist möglich. Die Darstellung der Exposes ist top, eine Notizfunktion ist ebenso vorhanden wie ein Routenplaner. Man kann den Anbieter aus der App heraus kontaktieren und die Besichtigungstermine verwalten. Pfiffig: Man kann den Suchbereich in einer Karte einzeichnen und im Expose eigene Fotos von der Besichtigung speichern. Vermisst werden hingegen die Integration des Onlineportals und eine Anbieterbewertung.

Immopool: Klar strukturiert, aber nur Basisfunktionen

Immopool

© Immopool

Die Immobilien-App von Immopool verfügt eigentlich über eine gute Basis, zeigt aber in der Programmierung und in den Bedienfunktionen zu viele Mängel. Die App ist relativ schlicht gestaltet, die Struktur dabei klar und übersichtlich, sodass sich alles schnell und einfach bedienen lässt. Per Ortungsfunktion lässt sich in der direkten Umgebung suchen, die Auswahl an Privat- und Gewerbeimmobilien ist relativ hoch. Man kann sogar nach Studentenzimmern und Seniorenwohnungen filtern.

Unverständlich ist jedoch, dass sich Features wie Keller, Zentralheizung oder Balkon nicht auswählen lassen - und vor allem, dass bei der Einstellung des gewünschten Mietpreises oder der Wohnfläche die Bildschirmdarstellung nicht funktioniert und fast unlesbar wird. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Immopool

© Immopool

Mangelhafte Programmierung bei Immopool: Die Suchkriterien lassen sich leider nur schlecht einstellen.

Die eingestellte Suche lässt sich zwar speichern, doch über neue Angebote benachrichtigt einen die App leider nicht. Das Online-Portal ist nicht an die App angebunden, auch eine Kartendarstellung der Suchergebnisse fehlt. Dafür ist die Darstellung der Exposes gut strukturiert und sehr ausführlich, bei Interesse kann man den Anbieter per Mail direkt aus der App heraus kontaktieren.

Auch eigene Notizen im Expose lassen sich festhalten, dazu kann man seine Favoriten auf den Merkzettel setzen und auch per Mail weiterempfehlen. Damit sind die Basisfunktionen für eine erfolgreiche Haus- oder Wohnungssuche vorhanden, mehr aber eben auch nicht. Es fehlen einfach zu viele praktische Features und Service-Funktionen, die andere Apps bieten. Vor allem die schlechte Programmierung wertet Immopool am Ende deutlich ab.

Immoscout 24: Testsieger mit vielen Features

Immoscout 24

© Immoscout 24

Mit rund 1,5 Millionen Objekten pro Monat tritt Immoscout 24 an. Die App ist relativ einfach gestaltet, Konzept und Bedienbarkeit sind einwandfrei, nur die Android-Version leistet sich ein paar Bedienschwächen. Nach dem neuen Haus oder der neuen Wohnung sucht es sich sehr schnell und bequem, vor allem auch passgenau. Ob Privat- oder Gewerbe-Immobilie, Miete oder Kauf, Wohnung oder Pflegeplatz, WG-Zimmer, Zwangsversteigerung oder Anlageobjekt - wer in Deutschland oder Österreich ein neues Zuhause sucht, wird hier fündig.

Die Suchkriterien sind umfassend, eine Ortungsfunktion für die Umgebungssuche existiert ebenso wie die Möglichkeit, Features wie Balkon, Aufzug oder Keller einzugeben. Auch nach provisionsfreien Angeboten lässt sich forschen. Für die meisten Funktionen der App muss man sich nicht registrieren, doch wer seine Suchanfragen speichern möchte, um neue Angebote als Push-Nachricht oder Mail zu erhalten, der muss sich anmelden. Dann steht aber (zumindest fürs iPhone) sogar eine gemeinsame Immobiliensuche für mehrere Personen zur Verfügung.

Immoscout 24

© Immoscout 24

Leider mit Werbeeinblendungen: Bei Immoscout 24 erkennt man auf einen Blick, in welchem Preisbereich das Angebot liegt.

Die Suchergebnisse lassen sich als Liste oder in einer Karte darstellen und sortieren, eine Favoritenverwaltung ist integriert, die besten Objekte kann man weiterempfehlen. Private Angebote sind als solche gekennzeichnet, eine hilfreiche Anbieterbewertung gibt es auch. Die Exposes sind umfangreich, der Vermieter oder Verkäufer kann direkt aus der App heraus kontaktiert werden. Auch gibt es eine Notizfunktion und die Möglichkeit, Besichtigungstermine zu verwalten.

Überhaupt zieht Immoscout 24 bei den Service-Features alle Register: Von einer Berechnungsfunktion zur Finanzierung bis hin zur Einordnung in den jeweiligen regionalen Preis- oder Mietspiegel wurde an (fast) alles gedacht. Schade nur, dass die Suchergebnisse mit relativ viel Werbung versetzt sind.

Immowelt: Umfangreiche Such- und Auswahlkriterien

Immowelt

© Immowelt

Immowelt hält fast so viele Immobilien bereit wie der Testsieger Immoscout 24, und zumindest fürs iPhone ist die App ausgereift; die Android-Version schwächelt im Vergleich dazu etwas. Gestaltet sind beide Apps relativ schlicht, auf dem iPhone ist alles sehr gut und schnell zu bedienen. Auf Android erklärt sich das alles nicht ganz so intuitiv und von selbst. Dafür wird die Suche nach der neuen Traum-Immobilie auch hier sehr wahrscheinlich erfolgreich sein: Außer mit seiner riesigen Auswahl punktet Immowelt mit umfangreichen Suchfunktionen und Auswahlkriterien - das geht von der provisionsfreien Mietwohnung mit Balkon und Stellplatz über das WG-Zimmer oder Wohnen auf Zeit bis hin zum renovierten Haus mit großem Grundstück.

Auch Gewerbe-Immobilien gibt's hier reichlich; auch deckt Immowelt nicht nur Deutschland ab, sondern auch Österreich und die Schweiz. Leider ist die Stadt-/ Stadtteilsuche vor allem in der Android-Version nicht ganz so gelungen. Und hat man sich zum Speichern der Suchanfrage einmal auf dem Immobilienportal registriert, kann man sich aus der Android-App nicht mehr ausloggen - das sollte dringend korrigiert werden.

Immowelt

© Immowelt

Alles im Blick: Bei Immowelt sieht man sofort, ob die Wohnung einen Sonnenbalkon oder ein Schlafzimmer mit Morgensonne hat.

Die Suchergebnisse lassen sich dann als Liste und in einer Karte darstellen, sortieren und auf einen Merkzettel setzen. Die Exposes sind ausführlich, der jeweilige Anbieter kann direkt aus der App heraus kontaktiert werden, Notizfunktion und Routenplaner sind auch schon drin. Immowelt bietet somit alle Service-Features, die für eine bequeme und erfolgreiche Immobiliensuche nötig sind, und zwar ohne Werbeanzeigen. Ein cleveres Gimmick gibt's obendrauf: Mit der Sonnenbalkon-Funktion kann man bei der Wohnungsbesichtigung auch gleich überprüfen, ob man auf dem Balkon oder der Terrasse schön Sonne hat oder ob das Schlafzimmer mit Morgensonne beschienen wird. Das ist durchaus praktisch.

Myimmo: Nicht weiterentwickelt

Myimmo

© Myimmo

Myimmo ist das Immobilienportal von Unister, der Firma, die auch die Webseite ab-in-den-urlaub. de betreibt. Allerdings sollte man von der App nicht allzu viel erwarten, denn sie wurde seit 2012 nicht weiterentwickelt, was man ihr deutlich anmerkt. Struktur und Handling sind zwar einwandfrei, doch es fehlen einzelne sinnvolle Features für die bequeme Immobiliensuche, die andere Apps längst bieten. Auch an eine Anbindung an das Onlineportal und die damit verbundene Möglichkeit der geräteübergreifenden Suche hat hier niemand gedacht.

Die Anzahl der deutschlandweit verfügbaren Immobilien ist gering, die App konzentriert sich auf Mittel- und Ostdeutschland. So kooperiert Myimmo auch mit dem Immobilienverband Deutschland (IVD) Mitte-Ost. Die Auswahl für diese Gebiete ist daher sehr groß. Die Suchkriterien sind sehr umfangreich, egal ob für Haus oder Wohnung, Kauf oder Miete. Man kann aus reichlich Ausstattungskriterien wählen und auch nach provisionsfreien Angeboten stöbern. Leider lassen sich Suchanfragen nicht abspeichern, und wir vermissen auch die Möglichkeit, die Suchergebnisse sortieren zu können, zum Beispiel nach Preis oder Wohnfläche. Dass nicht einmal ein Merkzettel für die Favoritenverwaltung vorhanden ist, enttäuscht am meisten.

Myimmo

© Myimmo

Bei der Bedienung alles im grünen Bereich: Für die Suchanfrage kann man ganz einfach neue Angebote per Mail anfordern.

Die Exposes wiederum sind ausführlich, der Suchende kann den Anbieter auch direkt aus der App heraus kontaktieren, und sogar ein Routenplaner ist hier an Bord. Dafür fehlen jedoch eine Notizfunktion und die Möglichkeit, die entdeckte Traumwohnung weiterzuempfehlen. So ist Myimmo zwar App genug, um ein neues Zuhause zu finden, sie funktioniert aber nicht wirklich bequem und ist nicht sehr serviceorientiert. Auch die Werbung ist kein Pluspunkt.

Fazit

Am Ende machen die großen Drei das Rennen: Mit jeweils 1,2 bis 1,5 Millionen Objekten bieten Immoscout 24, Immonet und Immowelt die größte Auswahl und mit ihren Apps auch die beste Dienstleistung. Der Rest ist eigentlich Geschmackssache. Immonet beeindruckt mit einer gelungenen Gestaltung, guter Bedienbarkeit und außergewöhnlichen Features wie dem Einzeichnen der Suchregion in die In-App-Karte - werbefrei. Ebenfalls ohne Werbung kommt Immowelt aus, die App bietet ein paar Funktionen mehr, sie lässt sich mit dem Onlineportal synchronisieren und somit geräteübergreifend nutzen. Der Testsieger Immoscout 24 ist nicht werbefrei, bietet aber die Integration des Onlineportals und alle Features, die man sich überhaupt vorstellen kann. Ab jetzt lautet die Frage nur noch: Wohnst du schon oder suchst du noch?

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