Sprachkurs auf dem Smartphone

Busuu im Test

Busuu Logo

© Weka/Archiv

Busuu

Pro

  • hohe Grundfunktionalität auch ohne Premium Account
  • sehr gute Strukturierung der Kurse
  • Community ermöglicht den Austausch mit Muttersprachlern​

Contra

  • Premium-Funktionen sind teuer
  • Grammatik nicht nachschlagbar​

Welche Sprache soll ich nur lernen? Busuu bietet viel Auswahl und gute Übungen. Um eine Sprache von Grund auf korrekt zu lernen, muss man jedoch die Geldbörse zücken.​

Mit Busuu kann man zwölf Sprachen pauken, darunter Arabisch und Japanisch. Was diese App von anderen unterscheidet, ist eine starke Community, die aus 60 Millionen Mitgliedern besteht. So gleicht die App einem sozialen Netzwerk, bei dem man mit Tandem-Lernpartnern chatten oder sich sogar über Videotelefonie – auch via Laptop – austauschen kann. 

Die Kurse sind nach dem europäischen Referenzrahmen für Sprachen eingeteilt. So beginnt man mit A1 und arbeitet sich Lektion für Lektion bis Niveau B2 hoch. Die Themen der einzelnen Lektionen sind sehr gut strukturiert und alltagsnah. Zu Beginn jedes Kapitels lernt man die benötigten Vokabeln, die mit einer Kombination aus Audioausgabe und Bildern vorgestellt werden. Gelegentlich gibt die App einen Beispielsatz aus, damit man das Wort im Kontext hört.

Busuu Screenshot

© Weka/Archiv

Busuu gibt jeder Lektion ein bestimmtes Thema, wobei die Reihenfolge der Themen sehr durchdacht sind.

Die häufigen, ausführlichen Grammatikhinweise zur korrekten Benutzung bestimmter Phrasen oder Verben gefallen ebenfalls. Jede Lektion enthält einen ausgewogen Anteil an Vokabeln, Grammatik und Übungen. Letztere gestaltet Busuu sehr abwechslungsreich. Es gibt unter anderem Hörverstehen, Auswahlaufgaben und Dialoge, die man ergänzen muss. Somit lernt es sich recht kurzweilig.​

Hat man eine Lektion abgeschlossen, gilt es eine Schreibaufgabe zu bewältigen, die von Muttersprachlern aus der Community korrigiert wird. Im Test hatten wir unsere Übung schon nach zehn Minuten verbessert im Posteingang.

Am Ende eines Kurses besteht die Möglichkeit, einen 15-minütigen Abschlusstest zu absolvieren, um seinen gegenwärtigen Wissensstand zu prüfen. Ein Vokabeltrainer ist ebenfalls vorhanden, mit dem man bereits behandelte Wörter üben kann. Sehr gut: Begriffe, mit denen man Probleme hat, kann man markieren und so gesondert festigen.

Busuu Screenshots

© Weka/Archiv

Nicht immer sind die Schreibübungen, die von der Busuu-Gemeinschaft korrigiert werden, so einfach. Die Übungen sind vielfältig und lassen nicht so schnell Langeweile aufkommen. Mit dem Vokabeltrainer bleibt man immer am Ball. Problemwörter lernt man unter „Favoriten“ gesondert.

Mit Busuu lernt man spielerisch eine Vielzahl von Sprachen. Die Kurse sind durchdacht aufgebaut und in sich schlüssig. Für Leute, die sich auch mit Muttersprachlern austauschen möchten, ist die App aufgrund ihrer Community besonders gut geeignet. Schon mit der kostenlosen Version kann man eine Menge lernen. Wer sich jedoch auch die Grammatik richtig aneignen will, kommt um die Premium-Version nicht herum. Diese beinhaltet einen Offlinemodus, Grammatikübungen und den Vokabeltrainer. Hinzu kommt ein besonders praktischer Reise-Sprachkurs. Alle Lektionen kann man zudem über die Webseite als PDF herunterladen.

Diese Zusatzfeatures lässt sich Busuu jedoch fürstlich entlohnen. Ein drei Monats-Abo kostet 29,99 Euro, womit die App die teuerste im Test ist. Zwar ist der Zugriff auf zwölf Sprachen inklusive, doch die werden die wenigsten alle brauchen. Ein gestaffeltes Preismodell wäre wünschenswert.​

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