Navis von 140 bis 780 Euro

Die große Navi-Kaufberatung

Mobile Navis sind Verkaufsschlager, doch das riesige Angebot macht die richtige Wahl nicht leicht. connect zeigt, worauf es beim Navi-Kauf im Weihnachtstrubel ankommt und was uns an 13 ausgewählten Navis besonders gut gefällt.

Navi-Kaufberatung

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Navi-Kaufberatung

Eine Bilderbuchkarriere: Navigationssysteme haben sich vom belächelten Nischenprodukt zum Wachstumsmotor der Unterhaltungselektronik entwickelt. So rechnen Experten für das Jahr 2007 mit mehr als zehn Millionen verkauften Systemen, und unter den Top 20 aller Unterhaltungselektronik-Produkte in Europa befinden sich mehrere Navisysteme. Im Weihnachtsgeschäft 2007 werden die transportablen Elektro-Lotsen schließlich zu den meistverkauften Produkten überhaupt zählen. Eine hohe Nachfrage trifft hier auf ein rekordverdächtig großes Angebot - bei den Händlern stapeln sich die Geräte. Nicht nur Kunden verlieren hier schnell den Überblick, auch so mancher Verkäufer blickt nicht mehr durch.

Die wichtigsten Systeme und Features

Die Redaktion hat daher eine Empfehlungsliste angefertigt, die nach aktuellen Marktpreisen sortiert ist. Denn die Preise befinden sich im Weihnachtstrubel im freien Fall, kaum ein Anbieter lässt sich hier die Chance entgehen, die sowieso schon günstige Konkurrenz noch zu unterbieten. Derzeit beginnt das Navigationsvergnügen bei knapp unter 100 Euro.

In solchen Preisregionen sollten jedoch nur ausgemachte Sparfüchse zuschlagen, denn derartige Dumping-Angebote sind nur mit massivem Sparzwang zu erreichen - mehr als eine Deutschlandkarte und die Standard-Features kann man bei derart günstigen Navis nicht erwarten. Klar, navigieren können auch die preiswertesten Geräte, doch spätestens wenn es um Robustheit, Service oder Updates geht, schaut der Kunde hier unter Umständen in die Röhre.

Der aus Redaktionssicht günstigste Einstieg in die Navigationswelt beginnt beim Garmin nüvi 200, das je nach Händler schon ab 140 Euro zu haben und trotzdem ein rundum gelungenes Navi ist. An TMC-Stauumfahrung ist zwar auch hier noch nicht zu denken, aber Verarbeitung, Empfang und Rechenleistung können schon bei den "Großen" mitspielen - da spürt man die Erfahrung Garmins. Deutschland und der Alpenraum sind als Kartenmaterial dabei, die Erweiterung ist dank des großen Garmin-Angebotes kein Problem.

Vom Umfang her ähnlich ist das Einstiegsmodell von Becker, das Traffic Assist 7926. Rund 170 Euro kostet das schicke Gerät in der Basisausführung mit D-A-CH-Karte, gegen Aufpreis gibt's auch eine Version mit Europakarte und TMC-Empfänger (dann mit der Modellbezeichnung Traffic Assist 7927).

Ab 190 Euro: TMC-Stauumfahrung

Der nächste Schritt in der Preisabfolge ist das Navigon 2100, das das derzeit günstigste Navi mit integriertem TMC-Empfänger darstellt - für deutlich unter 200 Euro bekommt der User eine Menge Navigation für sein Geld, für rund 60 Euro mehr sogar die Europaversion 2110. Das Navigon 2100 ist in diesem Preisbereich ein so attraktives Angebot, dass sich Marktführer TomTom genötigt sah, sein Einstiegsmodell ONE Regional für 200 Euro ab sofort nur noch als "T"-Version mit beigepacktem TMC-Empfänger auszuliefern.

Ein heißes Duell, das nach Punkten knapp zugunsten von TomTom ausgeht - wer sich für die zwei Geräte interessiert, sollte beim Fachhändler mal probetippen. Übrigens: Das größere TomTom namens ONE XL wurde auch schon für rund 200 Euro gesichtet - zwar ohne TMC, dafür aber mit Bluetooth und der Möglichkeit, über das Internet Zusatzdienste abzurufen.

Europa und TMC-Empfänger gleichzeitg gibt's ab rund 270 Euro mit dem erwähnten Becker 7927; auch das neue Blaupunkt Lucca 3.5 - erstmals mit einer von Blaupunkt selbst entwickelten Software - liegt in diesem Preisbereich. Wer auf Großdisplay und Design Wert legt, ist beim Falk F5 Europe richtig: Das extrem flache Navi mit Alu-Gehäuse kostet mit Europakarte knapp unter 300 Euro (mit einer D-A-CH-Karte als F3 ab 240 Euro), bietet einen TMC-Empfänger und einen Reiseführer. Ähnlich teuer sind die ebenfalls optisch attraktiven Sony-Modelle NV-U53T (Deutschland/Österreich) und NV-U73T (Europa).

Stufe drei: Bluetooth-Freisprechanlage

Das neue Sony-Topmodell NV-U93T ist gleichzeitig auch der erste Vertreter der Navigationssysteme mit integrierter Bluetooth-Freisprechanlage - zu Preisen um 350 Euro und darunter. Für ein Topmodell ein wahres Schnäppchen, zumal auch das Display mit seiner 4,8-Zoll-Diagonale in neue Größenregionen vorstößt.

Die weiteren Features betreffen dann hauptsächlich Zusatzfunktionen wie MP3-Player, Bild- und Video-Wiedergabe sowie eine Verbindungsmöglichkeit mit dem Autoradio. Besitzt beispielsweise das erwähnte Blaupunkt Lucca 3.5 einen MP3-Player plus Bildbetrachter, so kommen beim großen Bruder Lucca 5.3 für rund 450 Euro auch ein Videoplayer und - mit der passenden Halterung - sogar ein Video-Eingang dazu.

Stufe vier: Unterhaltung satt

Eine Ausnahme im Preisbereich über 400 Euro stellt das Navigon 7110 dar, das mit einem besonders ausgefallenen Design und der realistischen Darstellung von Autobahnausfahrten punkten will. Alle anderen Geräte in dieser Region setzen auf Unterhaltung satt. So zum Beispiel auch die beiden Ausstattungsgroßmeister TomTom Go 720 T und Garmin nüvi 760, die mit Bluetooth-Freisprechanlage, MP3-Player, FM-Transmitter zur Tonübertragung aufs Autoradio sowie vielen Zusatzfunktionen keine Konkurrenz zu fürchten brauchen. Das TomTom-Modell führt die connect-Bestenliste souverän an und hat sogar TMC Pro, Bluetooth-A2DP sowie - gegen Aufpreis - einen iPod-Anschluss an Bord.

High-End: Design und Technik

Bleibt die Frage, warum man überhaupt noch mehr Geld ausgeben sollte. Die Antwort fällt leicht: um bei Design, Image und Ausstattung noch das letzte Qäntchen draufzusetzen. So wie beim Porsche Design P'9611, das mit einem Gehäuse aus Metall, dem im Fuß integrierten Lautsprecher und dem tollen Screendesign einen Meilenstein in Sachen Verarbeitung setzt. Bei der Software holt sich das System zwar unübersehbar Anregungen beim Navigon 7110, aber die Kaufentscheidung fällt hier ganz klar aus anderen Gründen.

Auch der Merian Scout Navigator entzieht sich mit seinem Preis von fast 800 Euro jeder Diskussion über irgendwelche Preis-Leistungs Verhältnisse. Im Zentrum steht hier der integrierte Reiseführer mit unzähligen Audioguides in Hörbuchqualität, automatisch aufpoppenden Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Tausenden Fotos von Restaurants und Hotels.

Der Navigator ist ein derzeit einzigartiges Navi, das selbstverständlich nicht zum Schnäppchenpreis zu haben ist. Die Navigation bietet TMC, eine Europakarte und dank der leistungsfähigen Lautsprecher auf der Rückseite eine besonders klare und laute Sprachausgabe. Die hochwertige Verarbeitung mit dem eleganten Leuchtring kommt noch dazu. Sehen Sie sich die Bildergalerie an und finden Sie IhrWunschmodell.

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