Galaxy-S7-Vorgänger

Galaxy S5 oder Galaxy S6 – lohnt sich der Kauf?

Das Galaxy S7 ist seit Kurzem auf dem Markt. Doch Samsung-Fans, die jetzt zu einem der Vorgänger greifen wollen, haben die Qual der Wahl: Lieber das aktuellere Galaxy S6 kaufen oder etwas mehr Geld sparen und das ältere Galaxy S5 wählen? Was spricht für die beiden Smartphones?

Galaxy S5 vs. Galaxy S6

© Samsung

Galaxy S5 vs. Galaxy S6

Mit dem Galaxy S7 hat Samsung in diesem Jahr ein neues Top-Smartphone auf den Markt gebracht. Das zeigt nicht zuletzt der Blick auf die connect-Bestenliste, an deren Spitze das S7 seit Kurzem thront. Doch wer bei der Suche nach einem neuen Smartphone nicht auf das aktuellste Topmodell setzt, sollte auch einen Blick auf die jetzt günstigeren Vorgänger-Modelle werfen. Sollte man in dem Fall aber eher zum Galaxy S6 greifen, oder lohnt sich auch das mittlerweile zwei Jahre alte Galaxy S5 noch? Wir vergleichen die beiden S7-Vorgänger.

Preis

Beginnen wir mit den Fakten. Das Samsung Galaxy S7 (Test) ist im Moment ab rund 590 Euro zu haben. Die beiden Vorgänger sind da erwartungsgemäß um einiges billiger. Ein neues Samsung Galaxy S5 (SM-G900F) mit 16 GByte Speicher und ohne Vertrag kostet derzeit rund 330 Euro. Das 2015 erschienene und damit ein Jahr jüngere Galaxy S6 (SM-G920F) rückt Samsung mit 32 GByte Speicher für 400 Euro raus. Modelle mit 64 und 128 GByte sind für 460 beziehungsweise 550 Euro erhältlich.

Wir reden beim Galaxy S5 also über eine Preisersparnis von mindestens 70 Euro gegenüber dem S6. Sie fällt noch höher aus, wenn Sie zu einem gebrauchten S5 greifen. Passable Modelle kosten ab ca. 150 Euro, während ein gebrauchtes S6 eher bei 350 Euro liegt. Der Wertverfall trifft frühere Handy-Generationen einfach stärker.

Der Preis ist aber nicht alles. Zwar ist das S6 dem S5 in vielerlei Hinsicht technisch überlegen, muss sich in manchen wichtigen Disziplinen aber geschlagen geben.

Hier punktet das Samsung Galaxy S6

Die im Galaxy S6 (Test) verbaute CPU vom Typ Samsung Exynos 7420 ist deutlich schneller. Das liegt nicht nur an den 8 Kernen (4 beim S5) und 3 statt 2 GByte Arbeitsspeicher, sondern auch am dank UFS 2.0 deutlich flotteren Flash-Speicher. Zudem hat Samsung die hauseigene Android-Oberfläche namens TouchWiz für das S6 von viel unnötigem Ballast befreit, was ebenfalls der Geschwindigkeit zugutekommt.

Das Display des S6 löst noch höher auf (1.440x2.560 statt 1.080x1.920 Pixel), was schärfere Bilder ermöglicht. Die Hauptkamera des S6 liegt mit ihren 16 Megapixeln auf einem Level mit dem S5. Aber bei schlechten Lichtverhältnissen liefert sie die besseren Bilder. Die Frontkamera zeichnet 5 statt 2,1 Megapixel je Bild auf und schießt so die schöneren Selfies.

Das S6 punktet mit dem deutlich hochwertigeren Design. Metall und Glas ersetzen Plastik und rücken das Smartphone in die Nähe des iPhones. Wie beim iPhone reicht hier auch das Auflegen des Fingers auf den Fingerabdrucksensor, um das Smartphone zu entriegeln. Beim S5 muss man noch wischen, was weniger umständlich klingt als es sich in der Praxis anfühlt.

Das spricht für das Samsung Galaxy S5

Dass Metall und Glas nicht alles sind, zeigt das Galaxy S5 (Test) mit seinem Plastikrahmen in Chrom-Optik und der gummierten Rückseite im Heftpflaster-Design. Diese Kombination ist nämlich deutlich griffiger und flutscht seltener aus der Hand. Passiert das doch einmal, ist das S5 weniger anfällig für Beschädigungen als das S6. Zudem lässt sich die Rückseite einfach wechseln.

Unter der Abdeckung ruht ein Akku, der dem des S6 gleich in zweierlei Hinsicht voraus ist. Zum einen speichert er mehr Energie (2.800 statt 2.550 mAh). Zum anderen lässt er sich obendrein auch noch wechseln - gegen einen baugleichen Akku oder gleich gegen eine Rückseite mit größerem Akkupack. So ist das Galaxy S5 eher das Duracell-Häschen, das immer noch trommelt, wo das S6 längst schlapp gemacht hat. Da schlägt sich auch die niedrigere, aber immer noch sehr scharfe Display-Auflösung positiv nieder.

Noch in einer weiteren Disziplin erweist sich das S5 im Rückblick als die flexiblere Lösung - nämlich beim Speicher. Es bietet nämlich noch den beim S6 schmerzlich vermissten microSD-Karten-Schacht. Zwar erreichen dort eingelegte SD-Karten nicht die Geschwindigkeit des im S6 fest verbauten Speichers, aber sie sind eine Ecke günstiger. Am Rande: mit etwas Geschick lässt sich das schnellere TouchWiz des Samsung Galaxy S6 auch auf dem Galaxy S5 installieren.

Fazit

Wer das schnellere Smartphone, das schönere Design und/oder die bessere Kamera sucht, der greift selbstverständlich zum Samsung Galaxy S6. Das S5 ist die nicht mehr ganz taufrische, aber immer noch luxuriöse und häufig auch praktischere Lösung für deutlich weniger Geld. Und nicht zu vergessen: Auch in der connect-Bestenliste liegt das S5 ein paar Plätze vor dem S6.

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