Mobiles Internet

LTE - Long Term Evolution

  1. HSPA-Sticks im Vergleichstest
  2. LTE - Long Term Evolution

O2 und E-Plus

O2 setzt LTE seit Ende 2010 in Friendly-User-Tests in München, Ebersberg, Halle und Teutschenthal ein. Über tausend Quadratkilometer soll das Testnetz insgesamt überspannen. Erreichbar sind damit laut O2 fast eine halbe Million Einwohner, die tatsächlich am Test beteiligte Nutzerzahl ist jedoch um Größenordnungen geringer. Weitere Details zur Hardware, den Standorten und möglichen Vertragskonditionen will O2 spätestens Anfang Juli bekanntgeben.

E-Plus investiert zur Zeit massiv in den Umbau des UMTS-Netzes in ein modernes HSPA- und HSPA+-Netz. LTE setzt E-Plus bisher nur in Feldtests ein. Dabei vertritt der Anbieter den Standpunkt, dass LTE-fähige Smartphones kaum vor 2013 in für den Massenmarkt nötigen Stückzahlen und zu entsprechenden Preisen verfügbar sein werden.

LTE Sendeanlage

© Archiv

Dank der 800-MHz-Frequenz versorgt eine Antenne weite Gebiete.

Bis dahin setzt E-Plus voll auf das etablierte HSPA und HSPA+, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass viele der jetzt neu aufgestellten Sendestationen von HSPA+ einfach auf LTE umgeschaltet werden können. Dies ist bei moderner Mobilfunktechnik mit MIMO-Antennen allein eine Frage der Software. Bis ein echter Bedarf an LTE von Kundenseite entsteht, sieht sich E-Plus mit seinem HSPA-Netz gut aufgestellt.

Telekom

Der rosa Riese ist bei der Versorgung von Deutschlands weißen Flecken mit LTE schon gut vorangekommen. Das lässt sich auf der Deutschlandkarte beurteilen, die man mit der Suche "Funkversorgung Inland" auf t-mobile.de findet. Angeboten wird LTE etwa im Paket Call & Surf Comfort via Funk für monatlich 40 Euro. Die Downloadrate ist auf 3000 kbit/s begrenzt, beim Upload sind 500 kbit/s möglich.

Nach 3 Gigabyte Datentransfer erfolgt eine zweistufige Drosselung, die ab 5 GB bis zu 384 respektive 64 kbit/s im Down- und Upload reicht. Als Modem kommt für die DSL-Substitution ein Speedport LTE zum Einsatz. Das ist eine netzbetriebene Box, die den LTE-Datenverkehr per WLAN und Ethernet weiterleitet. Funktechnisch unterstützt das schnelle Speedport-Modem nur LTE auf 800 MHz, Handover zu anderen Mobilfunkstandards sind damit von vornherein ausgeschlossen.

LTE Schaltraum

© Telekom

Der von einem Telekom-Techniker bereitgestellte hochintegrierte LTE-Sender ist sehr kompakt.

Das gilt auch für LTE-Stationswechsel, soweit sich dafür momentan überhaupt zwei Basisstationen nahe genug sind. Denn die Funkvariante von Call & Surf ist standortgebunden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang noch, dass die Telekom Köln mit LTE bei 1,8 und 2,6 Gigahertz ausbaut. Dort soll die Übertragung mit einem LTE-Surfstick erfolgen, der von GSM bis zu den drei LTE-Frequenzen alle deutschen Standards beherrscht, wobei der 3G-/4G-Handover zur Zeit noch manuell durchgeführt werden muss.      Vodafone Eine ähnliche Route schlägt Vodafone in Berlin ein. Auch hier hat der Ausbau im hohen Frequenzbereich begonnen und auch dort werden LTE-Sticks zum Einsatz kommen, die vorerst nur eine manuelle Umschaltung zwischen 3G und 4G ermöglichen. Für stationäre Kunden, die in sogenannten weißen Flecken wohnen, bieten die Düsseldorfer für den Einstieg in die LTE-Versorgung Telefon & Internet 3600 mit Doppel-Flatrate und 3,6 Mbit/s Down- und 720 kbit/s Upload für 30 Euro, das Inklusivvolumen beträgt hierbei 5 Gigabyte.  Neben der 3600er-Variante gibt es auch leistungsfähigere Optionen mit zum Teil deutlich höherer Geschwindigkeit bis 50 Mbit/s und mit größeren Inklusiv-Volumina bis 30 Gigabyte. Den Zugang ermöglicht eine Kombination aus LTE-Modem und WLAN-Accesspoint. Wer die LTE-Versorgungslage von Vodafone checken möchte, findet sie auf der Homepage des Anbieters unter "UMTS-Netzabdeckung", nicht unter "LTE-Netzabdeckung".

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