Bilder digitalisieren

Fotoscanner: Rollei PDF-S340 und Doxie Flip

Rollei PDF-S340

Das beste Ergebnis liefert ein Abbild vom Negativ: Der Rollei PDF-S340 scannt sowohl Papierbilder als auch Negative und Dias​

Rollei-PDF-S340

© Rollei

Rollei PDF-S340.

Wurden Albumfotos vor dem Einkleben zurechtgeschnitten, sind sie als Bildquelle oft nicht mehr viel wert. Ohnehin ist der Papierabzug bereits selbst eine Reproduktion und das digitalisierte Foto eine Kopie von der Kopie. Sind noch Negative vorhanden? 

Dann ist die qualitativ beste Alternative ein Dia- und Negativ-Scanner. Hochwertige Geräte kosten allerdings 1000 Euro und mehr. Günstige Alter- nativen für den Hausgebrauch sind Flachbettscanner mit einer zusätzlichen Durchlichteinheit oder Kompaktscanner wie der Rollei PDF-S340. Fotos, Dias und Negative werden mit jeweils 1800 dpi gescannt. Die bestmögliche Auflösung sind 14 Megapixel, alternativ erzeugt der Scanner kleinere Bilder mit 10 und 5 Megapixeln oder bringt sie per Interpolation auf 20 Megapixel.

Ein kleiner 2,4-Zoll-Bildschirm stellt eine Vorschau dar, die horizontal wie vertikal gespiegelt werden kann – praktisch, wenn man den Streifen verkehrt herum eingelegt hat. Der Scanner belichtet das Quellmaterial automatisch und führt einen Farbabgleich durch.​

Rollei PDFS 340 scan links negativ rechts fotopapier

© Weka/Archiv

Selbst diese stark verkleinerte Darstellung zeigt, dass der Scan vom Negativ (links) bessere Bilddetails liefert als der Scan von dem einstigen Abzug auf Papier (rechts).

Fällt das Ergebnis nicht zufriedenstellend aus, kann man Helligkeit und RGB-Anteile des Bildes manuell nachjustieren. Im Test konnten eventuelle Korrekturen meistens für weitere Filme desselben Herstellers beibehalten werden. Bei mehreren Scans lohnt es sich daher, das erste Bild zur Kontrolle auf den Rechner zu spielen und mit den weiteren erst fortzufahren, wenn die richtigen Einstellungen gefunden sind. 

Übertragen kann man die Bilder entweder über das mitgelieferte USB-Kabel für die Stromquelle, die auch der Rechner sein kann. Nicht ideal ist, dass das Kabel weit vorne am Gerät sitzt, weniger störend wäre ein Ausgang an der Rückseite gewesen. Als Alternative zum internen Speicher kann man auch eine SD-Karte verwenden. 

Werden die Scans zwischendurch in den Rechner eingelesen und die Karte anschließend wieder eingesetzt, muss der Scanner aber jedes Mal neu gestartet werden. Während der Neustart letztlich nur wenige Sekunden dauert, ist ärgerlicher, dass das Pre-Set für die Papierbildformate nicht passt: Bildhalter und Gerät können auf Bilder der Größe 9x13, 10x15 und 13x19 eingestellt werden. 

Das Digitalfoto bildet aber nicht die vollen 100 Prozent des Originals ab; wählt man im Setup das nächstgrößere Bildformat, muss das Foto im Nachgang getrimmt werden, um die mitfotografierte Bildhalterung wieder abzuschneiden.​

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis 

Alles in allem hat der Rollei PDF-S340 also ein paar Schwächen in der Handhabung; die Ergebnisse sind aber insbesondere dank der Korrekturmöglichkeiten gut. Rollei gibt für den PDF-S340 eine Preisempfehlung von rund 170 Euro aus. Zum Portfolio gehören noch zwei günstigere 5-Megapixel-Foto- und Filmscanner sowie reine Filmscanner. Kleiner Tipp: Für eine Vorauswahl oder die Suche nach einem bestimmten Negativ bietet sich als Leuchttisch ein Tablet an. Man braucht hierfür lediglich eine Notizen-App mit einem virtuellen weißen Blatt und stellt dann einfach die höchste Helligkeitsstufe des Tablets ein.​

Doxie Flip

Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg kommen: Den mobilen Mini-Scanner Doxie Flip kann man kopfüber auf ein eingeklebtes Foto legen​.

Doxie Flip mit Fotobuch

© Doxie

Den mobilen Mini-Scanner Doxie Flip kann man kopfüber auf ein eingeklebtes Foto legen.

Scanner haben den Vorteil, dass sie Fotos gleichmäßig beleuchten, ohne unerwünschte Lichtreflexionen zu hinterlassen. Der 665 Gramm leichte Mini-Scanner Doxie Flip scannt Fotos bis zu einer Größe von 10x15 Zentimetern mit wahlweise 300 oder 600 dpi. 

Der Clou ist, dass man seinen weißen Deckel abnehmen und die Scan-Einheit kopfüber auf das Album legen kann – da kommt der Berg quasi zum Propheten. Damit man den Scanner gut ausrichten kann, ist seine Unterseite durchsichtig, wie auf dem Bild oben zu erkennen. Mit dem flexiblen Scanner lassen sich auch eingeklebte Fotos mit gleichmäßiger Belichtung einlesen, was sonst schwer zu erreichen ist. 

Das Bildformat wird nicht erkannt; überschüssige Ränder entfernt erst die zugehörige Software für Mac OS X oder Windows, die auch mehrere Scans großformatiger Bilder zu einem zusammenfügt. Die Scans werden auf einer mitgelieferten SD-Karte gespeichert, für die Stromversorgung liegen zwei Standard-AA-Batterien bei – der Doxie Flip ist sofort nach dem Auspacken startklar. Die UVP​ für den mobilen Mini-Scanner liegt bei 139 Euro.​

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