Sport-Gadgets

SPT Game Traka, PIQ Robot und Digitsole Run Profiler / Warm Series im Test

SPT Game Traka

GPS und Bewegungssensoren sollen bei der Analyse von Mannschaftssportarten helfen.​

SPT Game Traka

© Hersteller

SPT Game Traka

Pro

  • praxisgerechte, relative leichte Sensor-Tracker (80 Gramm)
  • Akkulaufzeit von sechs Stunden für fast alle Sportarten ausreichend
  • umfangreiche Analysefunktionen in der Software
  • Basisfunktionen bereits mit Kauf eines Trackers

Contra

  • für komplette Mannschaften nicht billig
  • professionellere und spezialisierte Analysefunktionen nur gegen Aufpreis

Warum sollten sich nicht auch Sportvereine und Amateurmannschaften mit professionellen Analyse-Tools weiterentwickeln? Diese Frage stellt das australische Start-up SPT. Der Anbieter offeriert zu diesem Zweck das Mannschafts- Trackingsystem „GameTraka“, das aus einem GPS-Sensor für jeden Mitspieler und umfangreicher Analyse-Software besteht.​

Die rund 80 Gramm leichten Sensorgeräte werden komplett mit Trägern in den Größen S, M, L oder XL geliefert und kosten pro Stück 260 Euro. Sie erfassen bis zu sechs Stunden lang die Position des Spielers auf dem Spielfeld und mit weiteren Sensoren auch Bewegungsabläufe. Nach dem Spiel werden die auf den Trackern gespeicherten Daten per USB-Kabel auf den Analyse-Rechner übertragen (derzeit nur Windows). Dort lassen sich dann die Bewegungsprofile der gesamten Mannschaft, Heatmaps (wer hielt sich wo wie lange auf dem Spielfeld auf) sowie individuelle Statistiken pro Spieler abrufen und visualisieren. 

Eine Basisversion der Software steht dabei jedem, der mindestens einen Tracker besitzt, zur Verfügung. Für Mannschaften bietet der Hersteller zudem auf unterschiedliche Sportarten wie Fußball, American Football, Rugby oder Hockey spezialisierte detailliertere Analysefunktionen an. Die Kosten für diese Upgrades teilt der Anbieter auf Anfrage mit. Wer will, kann Tracker und Software auch als Einzelperson nutzen, obwohl dies nicht im Fokus dieses Systems steht.​

PIQ Robot

Über 13 Messachsen erkennt der smarte Sensor Bewegungsabläufe, die dann per App und Web analysiert werden können.​

PIQ Robot

© Hersteller

PIQ Robot

Pro

  • vielseitiger Sensor, wird mit Zubehör und Auswertungssoftware spezifisch an die gewünschte Sportart angepasst
  • namhafte Kooperationspartner pro Sportart
  • Erweiterung auf andere Sportarten vergleichsweise günstig

Contra

  • Akkulaufzeit von rund 5 Stunden je nach Sportart etwas kurz
  • weitere Sportarten stehen bislang noch aus

Herzstück des Angebots von PIQ ist der 10 Gramm leichte Bluetooth- LE-Sensor, der über 13 Achsen komplexe Bewegungs- abläufe erfasst. Um diese zu analysieren, arbeitet der Anbieter mit Experten für verschiedene Sportarten zusammen. Bislang unterstützt werden Golf (Kooperation mit Mobitee), Tennis (Babolat), Ski (Rossignol), Kite-Surfing (North) und Boxen (Everlast). Die jeweiligen Partner steuern das sportspezifische Zubehör wie Befestigungen und NFC-Tags (etwa für Golfschläger) sowie die Algorithmen zur Auswertung bei. Wer den Sensor etwa im Rahmen des Golf- Starterkits für 269 Euro gekauft hat, kann für andere Sportarten Zubehör und App-Lizenz als günstigere Add-ons nachkaufen.​

Digitsole Run Profiler / Warm Series

Der französische Hersteller packt Sensorik und beim Modell „Warm Series“ sogar eine Heizung in Einlegesohlen.​

Digitsole Run Profiler

© Hersteller

Digitsole Run Profiler

Pro

  • mehrere Sensoren im Modell „Run Profiler“
  • originelle Heizfunktion in der „Warm Series“
  • App-Unterstützung für iOS und Android
  • beim „Run Profiler“ viele Analysefunktionen
  • in verschiedenen Schuhgrößen erhältlich
  • Feinanpassung an Vorderseite mit Schere

Contra

  • Akkulaufzeit im Heizbetrieb recht beschränkt
  • nicht gerade günstig

Die Einlegesohlen von Digitsole sind nicht nur abgefedert und antibakteriell beschichtet, sondern auch mit Digitaltechnik vollgepackt. Das Modell „Run Profiler“ erfasst Fußstellung und Schrittzahl und errechnet mit der zugehörigen App (iOS und Android) auch Laufstil, Entfernungen und Kalorienverbrauch. Das Modell „Warm Series“ schützt mit Akkubeheizung bis 45 Grad vor kalten Füßen und enthält zusätzlich einen Schrittzähler, nicht aber die Sensorik für die Fußstellung. Aufgeladen werden die Akkus per Micro-USB. Im Trackingbetrieb sollen sie bis zu 6 Stunden durchhalten, bei Beheizung wohl deutlich kürzer. In Planung ist zudem ein Modell, dessen Dämpfung sich per App einstellen lässt.​

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