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Standlautsprecher Test 2016

Dynaudio Emit M30

Dynaudio Emit M30

© Dynaudio

Dynaudio Emit M30

Fazit

stereoplay-Testurteil: 75 Punkte, Preis/Leistung: sehr gut

Eine Dynaudio, gefertigt in Dänemark und aus Echtholz, hat für gewöhnlich ihren Preis. Doch immer wieder haben die Vorzeige-Audiophilen versucht, ihn zu drücken, etwa mit den einfacher gekleideten Audience- und DM-Serien, die aber aufgrund ihres Gehäuse- Finishs echte Fans nicht immer überzeugen konnten.

Das kann sich mit der neu eingeführten Emit durchaus ändern, deren Entwicklungsziel zugleich die Kompatibilität mit schwächeren oder weniger audiophilen Verstärkern ist. Sie verrät optisch nicht nur klassische Dynaudio-Kernkompetenzen und ist auch mit abgeschrägtem, sauber matt lackiertem Gehäuse im Stil der frühen Contour und ohne Abstriche bei der Technologie ein heißer Anwärter für preisbewusste Fans des dänischen HiFis.

Dynaudio EmitM30 Membran

© Dynaudio

Die Membranform deutet auf eine Staubschutzkalotte hin, das MSP (Magnesium-Silikat-Polymer) ist aber aus einem Stück geprägt.

Das Spitzenmodell M30 protzt gleich mit zwei Konustönern, deren Formgebung der aus einem Stück MSP (Magnesium- Silikat-Polymer) geprägten Membran die großen, richtig aufwendigen Aluminium- Schwingspulen dahinter verrät. Ungewöhnlich einfach fiel dagegen die Beschaltung aus: Die M30 ist eine reine Zwei-Wege- Box mit parallel geschalteten Tiefmitteltönern, was Entwickler wegen der nur schwer zu beherrschenden vertikalen Interferenzen oft vermeiden.

Umso wichtiger ist in einem solchen Konzept ein sanfter Übergang und damit die hohe Qualität des Hochtöners: eine 28 mm Kalotte bauähnlich der gerühtem Esotar-Modelle soll einen sanften Übergang hinbekommen.

Auflösung hoch 2

Der Hochton war denn bei Tori Amos' "Little Earthquakes" auch der Star der Darbietung: Mit audiophilster Auflösung und Sanftheit verwöhnte er die Ohren und stellte die Stimme glockenklar, aber durchsetzungsstark über eine besonders im Grundton voluminöse Begleitband. Der Mittelton dazwischen geriet ihr etwas blass, was aber gerade bei älteren Aufnahmen wie dem White Album der Beatles Charme hatte. Die Emit holte aus dem Vinyl maximale Dynamik, ohne den Hörer mit Details zu überfordern.

Bei Verdis Requiem (dirigiert von Georg Solti) beeindruckte ihre superbe Detailauflösung, allerdings fehlte es den "Dies Irae"-Pauken auch bei Live-Pegeln ein wenig an Schlagpräzision und subsonischer Durchsetzungskraft. Wer neu in die audiophile Welt einsteigen will, findet mit der Emit ein perfektes Genussmittel.

Fazit

Sehr hochauflösende und highendig transparente Box mit verblüffend weiter, schwelgerischer Räumlichkeit.​​

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