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TomTom Go 5100 und Go 510 im Test

Tomtom geht in die Cloud: Zu seiner MyDrive-Plattform stellte der Anbieter vier neue Navi- Modelle vor. Wir haben TomTom Go 5100 und Go 510 getestet. Doch auch deren Vorgänger lassen sich per Update mit der Cloud-Unterstützung aufrüsten.

Tom Tom GO

© Tom Tom

Tom Tom GO

Gleich vier neue Navi-Portis stellte Tomtom vor Kurzem vor: Die Go-Modelle 510, 610, 5100 und 6100. Doch wer deren direkte Vorgänger besitzt, muss sich nicht ärgern. Denn die Hardware der Neuen unterscheidet sich nicht von den bisherigen Modelle Tomtom Go 500 (Test), Go 600, Go 5000 und Go 6000. Diese älteren Tomtoms lassen sich über das Tool "MyDrive Connect" auf denselben Softwarestand 15.202 bringen, mit dem die neue Riege antritt. Nach dem Update bieten auch die alten Geräte alle Funktionen der neuen.

Karten und Dienste

Ein paar Besonderheiten gibt es dabei aber zu beachten: Die ersten Baureihen der Modelle Go 500 und 600 hatten noch kein Mikrofon, sodass die bei den neuen Go-Navis angebotene Sprachsteuerung in diesen Geräten nicht funktioniert. Betroffen sind alle Go 500, deren Seriennummern mit QI oder QJ beginnen, sowie alle Go 600, bei denen am Anfang der Seriennummer die Buchstaben QE und QF stehen.

Darüber hinaus hat Tomtom seine Neuen mit großzügigen Karten- und Dienstebeigaben bedacht. So können Käufer der neuen Modelle das Tomtom-Kartenmaterial der ganzen Welt nutzen. Vor einem Urlaub in Amerika, Afrika, Eurasien oder Australien/Neuseeland lässt sich passendes Kartenmaterial mit dem "MyDrive Connect"-Tool aus dem Internet laden und auf dem Navi installieren.

TomTom GO 5100 und 6100

© TomTom

Wie ein Ei dem anderen: Äußerlich sind die neuen Go 510 und 5100 sowie ihre 6-Zoll-Ableger Go 610 und 6100 jeweils identisch. Der Unterschied ist die in den x100-Modellen eingebaute SIM-Karte.

Weil dessen interner Speicher auf 8 GB beschränkt ist, muss die dort vorinstallierte Europa-Karte dazu allerdings Platz machen. Sie lässt sich aber nach der Rückkehr aus dem Ausland wieder zurückspielen. Und zwar immer in der neuesten Version, denn Tomtom verspricht Kartenupdates während der gesamten Lebensdauer des Geräts. Ebenfalls per "Lifetime-Update" werden Radarkamera-Warnungen für viele europäische Länder und der Online-Verkehrsinfodienst "HD Traffic" bereitgestellt. In welchen Ländern die einzelnen Dienste verfügbar sind, lässt sich unter www.tomtom.com/lifetime nachschauen.

Attraktive Komplettpakete

Preislich sind die neuen Geräte- und Dienste-Pakete durchaus attraktiv: Das 5-Zoll-Modell Go 510 gibt es schon für 199 Euro, die 6-Zoll-Variante Go 610 für 249 Euro. Beide müssen für Live-Updates ihrer Radarkamera-, HD-Traffic- und GPS-Fix-Daten per Bluetooth mit einem Mobiltelefon gekoppelt werden.

Das ist beim 5-Zoll-Modell Go 5100 für 299 Euro und der 6-Zoll-Topvariante Go 6100 für 349 Euro nicht nötig. Beide verfügen über ein eingebautes Mobilfunkmodem und eine fest installierte SIM-Karte, über die die Live-Dienste in fast allen europäischen Ländern abgerufen werden können. Da die Preisdifferenz von 100 Euro auch alle dafür anfallenden Mobilfunkkosten während der Lebensdauer des Geräts abdeckt, ist dieses Angebot gerade für Fahrer, die häufig außerhalb Deutschlands unterwegs sind, schon fast ein Schnäppchen.

Zum Test sind hier die beiden neuen 5-Zoll-Modelle angetreten. Ihre Ergebnisse gelten auch für die 6-Zöller - mit dem einzigen Unterschied, dass Letztere in der Tomtom-typischen Seitenleiste noch einige weitere Informationen anzeigen können.

Verbesserungen im Detail

Was sind nun die neuen Funktionen der Software-Version 15, über die sich Nutzer der bisherigen und der neuen Modellgeneration gleichermaßen freuen dürfen? An erster Stelle steht die Unterstützung des neuen Cloud-Dienstes "MyDrive".

TomTom Suchfunktioon und Hauptmenü

© TomTom

Clevere Suchfunktion: Für den eingegebenen Suchbegriff findet Tomtom sowohl Adressen als auch POI-Einträge und zeigt beides an (oben). Jetzt auch konfigurierbar: Die Anordnung der Symbole im neu gestalteten Hauptmenü lässt sich in der jüngsten Tomtom-Software auch ändern (unten).

Hinzu kommen noch weitere, kleinere Verbesserungen. Eine direkte Folge der neuen cloudbasierten Ortsübernahme ist die Möglichkeit, die auf dem Navi gespeicherten Points of Interest (POI) um eigene Daten zu erweitern. Dazu lassen sich diese unter "Meine Orte" aus sogenannten OV2-Dateien importieren. Auf diese Möglichkeit haben einige Power-User schon länger gewartet. Zu den Verbesserungen zählt auch die Auswahl des Navigationsziels durch einfaches Antippen auf der Kartendarstellung - was mit den kapazitiven Displays der genannten Modelle sehr gut funktioniert. Einen weiteren Kundenwunsch hat Tomtom mit der Option erfüllt, die Reihenfolge der Symbole im Hauptmenü zu verändern.

Unverändert gut im Vergleich zur Software-Version 14 blieben Routenplanung, Zielführung und Displayanzeigen. Auch die Zieleingabe über eine Schnellsuche, die neben Adressen in einer zweiten Spalte auch zum eingegebenen Suchbegriff passende POIs anzeigt, überzeugt.

Und wenn das eigene Go-Navi die Hardware-Voraussetzungen zur Nutzung der Sprachsteuerung erfüllt, kann man dem Gerät die gewünschte Zieladresse auch diktieren sowie einige weitere Funktionen per Sprache bedienen. Optional lässt sich das Gerät für eine Dauer-Hörbereitschaft konfigurieren, in der es auf das Codewort "Hallo Tomtom" achtet und anschließend Befehle wie "Fahre zu einer Tankstelle" oder "Wann komme ich an?" versteht und beantwortet.

Einige Formulierungen wie zum Beispiel "Fahre zur Heimatadresse" hätte man aber auch einfacher lösen können - "Fahre nach Hause". Und leider bietet auch die Software-Version 15 immer noch nicht die bei der neuen Tomtom-Hardwaregeneration nach wie vor vermisste Telefon-Freisprech-Funktion. Das ist schade, zumal diese Möglichkeit bei älteren Tomtom-Geräten schon lange zum Standard gehörte.

Gewohnt zuverlässig

Bei der Zielführung ist Tomtom mit seiner aktuellen Software aber nach wie vor top: Ob über Land oder in der Stadt, die Kombination aus den historischen Verkehrsdaten IQ Routes und dem Verkehrsinfodienst HD Traffic führt souverän und zuverlässig ans Ziel. Dass die Tomtom-Geräte dabei wirklich rund um die Uhr wissen, was gerade auf der Straße los ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass ihre Ankunftsschätzungen meist auf die Minute genau zutreffen.

Fazit

Auch wenn das jüngste Update keine dramatischen Neuerungen bringt, sind die damit angebotenen Navis uneingeschränkt zu empfehlen.

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