Vergleichstest

Lautsprecher JBL LSR 2328 P, ADAM A 7, KS Digital Coax C 5 Tiny, Klein + Hummel O 110, Dynaudio Focus 110 A, Genelec 8040 A, Genelec 6010 A

Professionelle Tonmeister bevorzugen aktive Studiomonitore, die normalen Boxen oftmals überlegen sind. Diese sieben High-Tech-Modelle ab 600 Euro lassen auch zuhause aufhorchen.

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Viel steht geschrieben über unterschiedliche Klangvorstellungen von Aufnahmeprofis und Endverbrauchern, doch wenn beide Seiten unter optimalen Randbedingungen zusammentreffen, so kommen sie zu ähnlichen Einschätzungen.

Wenn zuhause dennoch Zweifel am Können der Tonmeister keimen, dann liegt es nicht selten an den räumlichen Bedingungen: Private machen sich vielfach zu wenig Gedanken über Raumakustik und stecken ihr Geld lieber in teure Geräte.

Heimanwender tendieren traditionell zu großvolumigen, passiven Standboxen und separaten Verstärkern. Solche Ketten mögen in akustisch vorteilhaften Räumen prachtvoll klingen, doch wenn weniger als 25 Quadratmeter zur Verfügung stehen oder der Grundriss keine optimale Boxenaufstellung zulässt, dann bleibt der Klang oft hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Auch Profis leiden bisweilen unter langen Nachhallzeiten, aufstellungsbedingten Balancefehlern und Dröhneffekten und nutzen deshalb anpassungsfähige Aktivboxen, die mit nicht optimalen Bedingungen besser zurecht kommen. Viele Studiomonitore eignen sich für zuhause und stammen von Herstellern, die auch im Heimbereich vertreten sind.Was also können Private von den Profis lernen? An erster Stelle sollte immer der Raum stehen, dessen Eigenschaften sich bereits mit einfachen Mitteln verbessern lassen. Anregungen gibt es im Ratgeber "Raumakustik" auf unserer Homepage.

Rang zwei gebührt einem seit Jahrzehnten bewährten Akustiker-Trick, der da lautet: Wenn der Raum Probleme macht, dann höre im Nahfeld und wähle Hörentfernungen zwischen 1 und maximal 3 Meter, je nach Raum- und Boxengröße. Die Nachteile zu geringer Bedämpfung (halliger Raum) lassen sich damit ebenso mildern wie ausgeprägte Raummoden, die immer dann besonders störend in Erscheinung treten, wenn Boxen und/oder Hörplatz in Wandnähe untergebracht sind.

Für diese Art des Hörens gibt es sogenannte Nahfeldmonitore, die in Tonstudios zur Grundausstattung zählen. Faktisch handelt es sich um kompakte Aktivboxen mit elektronischen Frequenzweichen. Da im Nahfeld für den gleichen Klangeindruck geringere Pegel erforderlich sind, dürfen Verstärker und Boxen kleiner ausfallen als gewohnt.

Der dritte Schritt zum Profiglück ist die Nutzung der bei Studiomonitoren selbstverständlichen Ortsfilter zur Kompensation von Klangveränderungen durch unterschiedliche Aufstellungsarten. Sieben solcher High-Tech-Monitore wurden diesen Monat getestet.

Fazit

Nirgendwo sind die Vorteile der Aktivtechnik deutlicher als bei Kompaktboxen. Die elektronischen Filter sind wirksamer als ihre passiven Kollegen und leisten mehr. Sie schützen größenbedingt empfindliche Chassis vor Defekten durch Überlastung. Sie kitzeln kaum fassliche Bassqualiäten aus kleinsten Gehäusen und lösen auch noch Aufstellungsprobleme.

Preiswert im besten Sinne des Wortes sind alle sieben Teilnehmer, doch zwei ragen besonders hervor: Einmal die traumhaft lebendige und doch samtpfötige Dynaudio, die jede vergleichbare Kombi aus Amp und Passivbox in Grund und Boden spielt. Und die 8040 von Genelec, die Genuss und Genauigkeit auf höchstem Niveau vereint.

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