Vergleichstest

Vier In-Ear-Kopfhörer im Test

Seit Jahren dominieren zwei Treibertechnologien den In-Ear-Markt: Balanced Armature (BA) und Elektrodynamik. Was besser klingt, haben wir anhand von vier individuellen High-End-Lösungen verglichen.

In-Ear-Kopfhörer im Test

© Hersteller/Archiv

In-Ear-Kopfhörer im Test

In-Ear-Kopfhörer im Test

Längst haben die Klangstöpsel den Kopfhörermarkt revolutioniert. Mittlerweile gibt es günstige In-Ears wie Sand am Meer. Doch immer mehr Hörer wollen wissen, was aus den ausgefallenen Miniaturgehäusen technisch noch alles herauszuholen ist.

Geht es um Mikrotreibertechnologie, klingt Balanced Armature etwa so verheißungsvoll wie für den HiFi-Freund das Bändchen. Die BA-Folienmembran erzielt einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, braucht keine externe Luftankopplung und klingt daher sehr präzise. Der Nachteil ist die geringe Basskraft. Deshalb müssen immer mehrere Wandler kombiniert werden. Der dynamische Treiber bietet einen größeren Frequenzumfang und klingt dank Luftankoppelung druckvoller, aber auch detailärmer. Eine Synthese aus beiden Welten - das wärs doch, oder?

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Logitech Ultra Ears 900
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Die vier In-Ears im Hörvergleich

Metallisch-rot ist die Posaune, mit der Nils Landgren seine Funk Unit auf "Fonk da World" antreibt. Produziert wurde das Album 2001 vom unlängst verstorbenen Esbjörn Svensson.

Kaufberatung: Die besten Kopfhörer bis 300 Euro

Auf "Mo Stuff" schält der Shure SE535 die Posaune am deutlichsten heraus, geht aber im Bass nicht so tief. Ausgewogen und angenehm integriert der UE 900 die Posaune, definiert den Bass jedoch weniger und klingt in den Höhen etwas bedeckt. Mit offen luftiger Transparenz kontert der Sony, zeigt die knackigere Posaune und macht unweigerlich klar, dass noch ein Egg-Shaker mitspielt. Der Ultrasone zieht alles gerade, löst Hi-Hat, Snare und Shaker am feinsten auf und liefert obendrein die natürlichste Posaune.

Auf dem Titelstück zeigt der SE535 den knackigsten Oberbass und wirft Landgrens Stimme nach vorne, während der UE 900 alles mehr zusammenzieht und insgesamt unaufgeregter bleibt - und auch nicht so feinauflösend. Die Sony-In-Ears erweiteren den Klang um einen sauberen Tiefbass, reißen die Abbildung auf und präzisieren das differenzierte Schlagwerk, ohne dass der schnell pumpende Funkbass dies beeinträchtigt. Erst mit den Ultrasone IQs fällt auf, welches Metall im Hi-Hat-Becken steckt, dass Nils Landgrens Stimme eigentlich doch sanfter klingt, der Bass von Fender stammt und dass mehr Grundtonpräzision im Mix steckt.

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