Vergleichstest

WireWorld Cinchkabel im Test

WireWorld-Chef David Salz hat ein neues Isolationsmaterial gefunden und formt damit die neue Serie 7. Die vier interessantesten Cinch-Verbindungen hat stereoplay unter die Lupe genommen.

WireWorld Cinchkabel

© Hersteller/Archiv

WireWorld Cinchkabel

Der Mann ist ein Überzeugungstäter. Egal, wo man David Salz trifft, er plaudert über Kabel, über die Vorzüge dieses oder jenes Materials und lebt das Thema quasi ganzheitlich. Nun hat der ständig Suchende ein neues Isolationsmaterial entdeckt, dem er ein derart gutes Zeugnis ausstellt, dass er damit gleich seine gesamte Kabelfamilie auf den neuesten Stand gebracht hat. Der Superstoff heißt Composilex 2, aber woraus er genau besteht, darüber hüllt sich Salz in Schweigen. "Ein spezielles Komposit aus Polymer." Mehr will er nicht sagen.

Auf der CES 2013 in Las Vegas hatte ich die Gelegenheit, eine halbe Stunde mit Salz über seine neue Kabelserie 7 zu sprechen, und wir diskutierten den Einfluss der Isolationsmaterialien. Ob der klangliche Unterschied wirklich so gravierend sein kann, wollte ich wissen. Er gab sich überzeugt: "Du wirst es hören", antwortete er lächelnd. Ich bin gespannt.

Natürlich ist bei Serie 7 nicht nur der Isolator neu. Salz war schon immer sehr stolz auf die Stecker und verspricht vollmundig "die am besten leitenden Stecker der Welt."

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Diese bestehen fast alle aus Aluminium (nur die großen Modelle haben Karbon-Stecker), unterscheiden sich aber je nach Modell. Solstice und Luna haben die einfache Ausführung mit einem Pin aus einer Kupfer-Aluminium-Legierung. Beim Equinox-Stecker kommt ein mechanisches Dämpfungsglied hinzu und ein Pin mit Silber-Überzug. Beim (einfachen) Eclipse wird der Stecker des Equinox zusätzlich von der Masse isoliert. Davon verspricht sich Salz noch mehr Detailreichtum.

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WireWorld Eclipse Serie 7
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EclipseDie vier verdrillten Innenleiter (Flachlitze) bestehen aus reinstem OCC-Kupfer und kommen auf eine Fläche von 0,65 Quadratmillimeter.

Ist Kabelklang messbar?

Zumindest kann man etwas messen. Die TESTfactory ermittelte unauffällige Werte: bei der Kapazität - bezogen auf ein Meter Länge - zwischen 300 (bei Luna) und 400 Picofarad (bei Eclipse). Der doppelstöckige Kabelaufbau von Eclipse und Equinox schlägt sich in einer halbierten Induktivität nieder: 170 Nanohenry (bei Eclipse und Equinox) gegenüber 340 Nanohenry (bei Luna und Solstice). Wirklich erstaunlich ist die von der TESTfactory als wesentlich angesehene frequenzabhängige Isolatorgüte. Sie ist bei Luna und Solstice noch messbar, bei Eclipse nicht mehr. Gilt tatsächlich: je teurer und aufwendiger, desto besser?

Im Grunde ja. Wie üblich wurden die Hörtests an drei unterschiedlichen Anlagen durchgeführt: von der 80.000-Euro-Referenzanlage bis hin zu einer 3.000-Euro-Mittelklasseanlage. Die Ergebnisse waren wie so oft absolut vergleichbar.

Cinchkabel - stereoplay Testurteile

© Hersteller / Archiv

WireWorld Serie 7 Cinchkabel - stereoplay Testurteile

Luna 7

Dieses Kabel ist ein Hammer. Für nicht einmal 50 Euro räumt es alles ab, was im Preisbereich unter 100 Euro Rang und Namen hat. Das Luna 7 spielte offen, räumlich, präzise im Bass. Stimmen klangen natürlich und klar. Selten haben wir im Kabelbereich so gern ein Highlight vergeben.

Solstice

Das größere Solstice hingegen hinterließ einen zwiespältigen Eindruck. Es schien langsamer, weniger dynamisch. Sein Bass war deutlich voluminöser, satter, aber keineswegs präziser. Gemessen am Luna war es weniger informativ. Wir empfehlen das Solstice nur für sehr hell und dünn klingende Anlagen.

Equinox

Ein gewaltiger Schritt nach vorn. Das Equinox spielte wie ein in allen Belangen verbessertes Luna: offen, ungemein feindynamisch, fast schon spielerisch leicht und sehr prägnant und sauber im Hochton. Das Equinox Serie 3 war jahrelang so etwas wie eine Klassenreferenz bei stereoplay, dieses Equinox 7 ist deutlich besser.

Eclipse

Das größte WireWorld im Test machte auch den größten Eindruck. Mit noch mehr Präzision und Durchhörbarkeit als das Equinox überzeugte das Eclipse die Tester. Hier stimmte alles: die fantastische Auflösung, die Vielfalt der Details, aber auch die räumliche Abbildung.

David Salz ist hier ein superbes Upgrade gelungen: Drei Highlights sprechen eine klare Sprache.

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