Vergleichstest

Zwei AV-Receiver unter 600 Euro im Test

Für knapp 600 Euro prahlen die neuen AV-Receiver Denon AVR 1912 und Onkyo TX NR 609 nicht mit allem. Aber sie bieten schon Netzwerk und weitere Überraschungen dazu.

AV-Receiver Denon AVR-1912 und Onkyo TX-NR609

© Julian Bauer

AV-Receiver Denon AVR-1912 und Onkyo TX-NR609

Wenn sich HiFi-Fans nach einem AV-Receiver für 500 bis 600 Euro umsehen, wollen sie sicherlich nicht in großartige neue Klangwelten vorstoßen. Die Suche gilt eher einer kommoden Erweiterung. Sie steht in High-End-Haushalten - zusammen mit einem soliden Lautsprecher-Set und einem Monitor - in einer eigenen "Neue Medien"-Ecke.

Genau dafür hat Denon seinen brandneuen AVR 1912 geschaffen. Und Onkyo schielt mit dem TX NR 609 nach der gleichen Klientel.

Onkyo TX NR 609

© stereoplay

Entlastet vom Lautsprecher, spielen die ..

Nun pflegt stereoplay seit Jahren die Idee der Aus-2-mach-4-(oder 5-)Erweiterung. Doch wie schon dem 550-Euro- Yamaha RX V 671 fehlen dem Denon AVR 1912 und dem Onkyo TX NR 609 die Pre-Outs, die den Hochpegel-Verbund mit Stereoanlagen gestatten. Jetzt zerfeln die Endstufen wieder so wenig, dass Lötkundige den Brückenschlag über Boxen-Klemmen und Widerstandsteiler - im Yamaha-Test kürzlich beschrieben - bedenken dürfen. Doch was soll's? Auch allein klingen die Kleinen schon groß.

Sehen und Hören

Bei näherer Untersuchung stellt sich der Video-Analog-Wandler des Denon allenfalls als milde Zugabe heraus. Eigentlich erstaunlich, denn im Prinzip könnten die mit der Konvertierung beschäftigten Analog-Devices-ICs ADV 7844 und ADV 7511 viel mehr leisten als das von Artefakten geprägte De-Interlacing des Denon AVR 1912. Der Onkyo TX NR 609 erweis sich als das krasse Gegenteil: Video-A/D-Wandlung, Skalierung (auch von HDMI auf HDMI) sowie Justagen gelangen perfekt.

Denon AVR 1912

© stereoplay

... Endstufen beider Kandidaten befreit auf.

Ein inzwischen verschmerzbarer Wermutstropfen: Im Gegensatz zu früheren Onkyos gibt der neue Receiver hochtransformiertes Video nur noch per HDMI und nicht mehr über die 3-Komponenten-Ausgänge aus. Genauso der Denon.

Kaufberatung: Vier Verstärker im Test

Auf jeden Fall schade, dass Pre-Outs fehlen. Der Hobby-Elektroniker vermag sie aber durch Widerstandsteiler zu ersetzen (47 Ohm nach Masse, 470 Ohm zum heißen Pol). Die entsprechenden Klirrdiagramme sehen brauchbar aus.

Fazit

Netzwerk können sie beide, darüber hinaus bietet der Onkyo eine perfekte Videobearbeitung und der Denon den besseren Klang. Diesbezüglich besiegt der AVR 1912 sogar das Highlight Yamaha RX V 671 .

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