Vergleichstest Verstärker Onkyo A-9155, Yamaha AX 397

Das Stereo-Comeback bei Verstärkern schien bislang eher auf die teureren Kaliber beschränkt. Endlich gibt's auch in der Einsteigerklasse wieder Nachwuchs. Im Test: Onkyo A-9155 und Yamaha AX 397.

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© Archiv

Inzwischen aber haben lange auf Surround beschränkte japanische Großserienhersteller den Ruf nach Stereo-Verstärkern erhört, die unter 300 Euro kosten und kompatibel sind mit Konfirmation oder Studium. Nach Denon bieten Onkyo und Yamaha nun neue Amps für den nicht so prallen Geldbeutel an.Dabei sehen weder der 230 Euro günstige Onkyo A-9155 noch der 40 Euro teurere Yamaha AX-397 wie Sparbüchsen aus. Mit jeweils separaten Phono-Eingängen - die Signale von Plattenspielern benötigen eigene, extra empfindliche Vorverstärker-Stufen - oder mit ihren Anschlüssen für zwei Aufnahmegeräte und für zwei Lautsprecher-Paare - jeweils tauglich für die praktischen Bananenstecker - laufen sie manch teurem High Ender in der Ausstattung schon mal den Rang ab. Auch an der inneren wie äußeren Verarbeitung gibt es nichts Substanzielles auszusetzen. Kein Kunde erwartet schließlich zu diesen Preisen Materialschlachten.

Eher wundert man sich noch über Gratis-Beigaben wie Fernbedienung, Standby-Trafos oder geschaltete Netzbuchsen auf den Rückseiten zum Anschluss weiterer Komponenten, was den HiFi-Alltag im Rack oder Regal ordnungsliebender Menschen erleichtert. Mag der High Ender darüber noch schmunzeln, so muss er zumindest Yamaha Respekt zollen für die Konsequenz des eigens zuschaltbaren "CD/DVD-Direct"-Eingangs. Die Signale dieser Quelle werden unter Umgehung aller eventuell klangschädlichen Schalter oder Klangregler auf den motorgetriebenen Lautstärkesteller geleitet. Beim Onkyo müssen "direct" geschaltete Quellen immer noch durch die Relais des sahnig klickenden Eingangs-Wahlschalters.

Dazugelernt

So bereitet schon die Papierform Freude und lässt überfälligen Zuwachs in der bezahlbaren Wohlklang-Welt erwarten. Die beiden Budget-Verstärker tragen natürlich keine revolutionäre Technik in sich. Doch mit Schnittbandkern-Trafos, normal dimensionierten Netzteilen, konventionellen Gegentakt-Schaltugen und je einem Leistungs-Transistor-Pärchen pro Endstufen-Kanal ist das alles solide aufgebaut. Wenn denn das Gesamtkonzept aufgeht. Das Messlabor von AUDIO zumindest stellte den beiden Kandidaten durch die Bank ordentliche Zeugnisse aus.

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