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Vergleichstest

Handy-Kameras im Vergleich: iPhone, Galaxy, Lumia

Padfone 2, Galaxy S3, HTC One X+
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Superscharfe Fotos, gute Bildqualität? Wir haben die Kameras von iPhone 5, Padfone 2, HTC One X+, Lumia 920, Galaxy S3 und Xperia T verglichen.

Soviel muss klar sein: Egal, wie toll Smartphone-Kameras mittlerweile auch sind, bereits eine mittelprächtige Digitalkamera steckt die beste Smartphone-Knipse in die Tasche – und zwar locker. Von der Qualität einer Spiegelreflexkamera reden wir erst gar nicht.

Dennoch machen die guten unter den Smartphone-Kameras inzwischen sehr passable Bilder – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn das Wetter schön ist, die Sonne scheint, dann kann man mit dem richtigen Telefon sehr ansehnliche Aufnahmen schießen.

Zudem lassen sich die Bilder dank Datenflat zumindest im Inland sofort zu einem Fotodienst oder Netzwerk hochladen. Außerdem hat man die Digitalkamera sicher nicht immer greifbar – das Smartphone schon. Wenn’s draußen allerdings trüb ist oder das Licht in der Kneipe zu dunkel, dann stoßen die meisten Telefonknipsen schnell an ihre Grenzen.

Die besten Kamera-Phones

Wir haben uns die für unseren Geschmack aktuell besten Kamera-Smartphones geschnappt und in drei Anwendungsszenarien die Probe aufs Exempel gemacht. Stärken und Schwächen lassen sich dabei sehr gut herauslesen.

In der folgenden Galerie finden Sie die Testaufnahmen vom Apple iPhone 5, Asus Padfone 2, HTC One X+, Nokia Lumia 920, Samsung Galaxy S3 und Sony Xperia T. Die drei Szenarien: Eine Außenaufnahme bei hellem Tageslicht, eine Innenaufnahme bei künstlichem Deckenlicht sowie ein Foto, bei der das Kameralicht zeigen muss, was es kann. Hier haben wir aus etwa zwei Metern Distand ein Motiv in fast völliger Dunkelheit fotografiert.

Apple iPhone 5 - Aufnahmen draußen

Apple iPhone 5

Bei dieser Außenaufnahme liefert das iPhone 5 insgesamt das ausgewogenste Ergebnis ab. Hier passen Schärfe, Farben und Kontrast perfekt zusammen.

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Apple iPhone 5

Mit der starken 8-Megapixel-Kamera des iPhone 5 gelingen bei schönem Wetter hervorragende Aufnahmen. Das 5er zählt zusammen mit Samsungs Galaxy S3 und dem HTC One X+ zu den Kamera-Assen auf dem Smartphone-Markt.

Die nominelle Auflösung beim iPhone 5 beträgt 8 Megapixel, damit gelingen insbesondere an sonnigen Tagen ausgesprochen gute Fotos mit kräftigen Farben und beinahe optimaler Schärfe. In düsterer Umgebung schaltet sich die kleine Foto-LED ein. Die Bilder sind auch im Zwielicht überraschend hell und bieten noch immer eine ordentliche Schärfe; das Bildrauschen ist aber deutlich zu sehen.

Apple iPhone 5
Apple iPhone 5 ©

Videos zeichnet die Kamera ebenfalls in guter Qualität mit maximal 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) und 30 Bildern pro Sekunde auf. Anders als bei den meisten Androiden ist das Kameramenü des iPhone 5 stark reduziert. Es gibt weder unterschiedliche Szenenmodi noch Selbstauslöser oder einen manuellen Helligkeitsregler – alle Einstellungen übernimmt die Kamera selbst.

Sie können lediglich HDR ein- und ausschalten, eine Panorama-Aufnahme starten oder die Blitzautomatik festlegen – das war’s. Das macht vieles einfacher, schränkt aber auch deutlich ein.

Asus Padfone 2

Das Überflieger-Smartphone von Asus ist mit einer herausragenden 13-Megapixel-Kamera ausgestattet. Diese Leistung verdient Respekt: Der Smartphone-Nobody Asus landete mit dem Padfone 2 praktisch aus dem Stand heraus einen Volltreffer.

Dank überragender Akkulaufzeiten, erstklassiger Ausstattung und guter Messwerte überzeugt das Android-4.0-Modell auf ganzer Linie. Auch die Kamera hinterlässt einen bärenstarken Eindruck und gehört zu den derzeit besten Modellen auf dem umkämpften Smartphone-Markt. Was die Eckdaten angeht, steckt sie die meisten Konkurrenten ohnehin in die Tasche: Das Objektiv macht Fotos mit bis zu 13 Megapixeln; bei Videoaufnahmen beträgt die maximale Auflösung 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) und 30 Bilder pro Sekunde.

Asus Padfone 2
Asus Padfone 2 ©

Verschiedene Szenenmodi, manuelle Helligkeitsanpassung, Autofokus und Selbstauslöser sind ebenfalls im Kameramenü zu finden. Hier können Sie auch im Handumdrehen festlegen, in welchem Format (etwa 4:3 oder 16:9) die Fotos aufgenommen werden. In heller Umgebung ist die Fotoqualität sehr gut, wie unsere Testaufnahmen zeigen.

Aber auch unter erschwerten Bedingungen erzielt das Asus vergleichsweise gute Ergebnisse, da in dunkler Umgebung und bei schwierigen Lichtverhältnissen eine kleine Foto-LED weiterhilft.

HTC One X+

Mit dem Topmodell One X+ hat HTC auch in puncto Fotografie ein heißes Eisen im Feuer. Das One X+ ist nicht nur das aktuell beste HTC-Smartphone in der connect-Bestenliste, sondern bietet auch in Sachen Kamera das volle Programm. Eine 8-Megapixel-Kamera inklusive Autofokus und einfachem Fotolicht fängt Motive ein.

Wobei die Kamera und vor allem das Licht nicht optimal auf der Geräterückseite sitzen, wenn man Bilder im üblichen Querformat aufnehmen will – was übrigens auch bei den Kollegen von Asus, Samsung und Sony der Fall ist. So kann es im Eifer des Gefechts leicht passieren, dass ein Finger das Fotolicht oder gleich die Linse bedeckt.

HTC One X+
HTC One X+ ©

Nach ein paar schlechten Erfahrungen hat man das aber schnell verinnerlicht und hält die Fingerchen fortan von der Optik fern. Dafür lässt sich die Knipse besonders flott und direkt aus dem Standby-Bildschirm heraus starten. Auch bei den Features gibt sich HTC keine Blöße: So beherrscht das One X+ HDR-Aufnahmen, bietet 15 verschiedene Bildeffekte, eine detaillierte Bildanpassung und eine Serienbildfunktion, die bis zu 20 Mal in Reihe auslöst.

Auch bei der Bildqualität kann das One X+ auftrumpfen. Zwar sind die Fotos tendenziell einen Tick dunkler als bei den Mitbewerbern, doch Schärfe, Kontrast und Farbtreue überzeugen durch die Bank. Unterm Strich liefert das HTC X+ zusammen mit dem Samsung Galaxy S3 und dem iPhone 5 die besten Ergebnisse im Testfeld.

Nokia Lumia 920

Das Lumia 920 von Nokia bringt besonders gute Voraussetzungen für gelungene Fotos mit. Seinem Topmodell Lumia 920 hat Nokia einige clevere Funktionen abseits der üblichen Features wie 8-Megapixel-Auflösung und doppeltes Fotolicht spendiert.

So wartet das Windows-Phone mit einer eigenen Kamerataste an der Geräteseite auf. Ein langer Druck startet die Optik aus jeder Situation heraus, auch wenn die Bildschirmsperre aktiv ist. Ein sanftes Antippen erweckt den Autofokus zum Leben, drückt man durch, wird der Auslöser betätigt.

Als weitere Besonderheit bringt das Lumia 920 einen optischen Bildstabilisator mit. Dieser sorgt nicht nur für wackelfreie Bilder, sondern ermöglicht längere Belichtungszeiten, was vor allem in Situationen mit schlechten Lichtverhältnissen einen Vorteil bringt. Die softwareseitige Ausstattung fällt im Vergleich zu den Android-Modellen etwas knapper aus, bietet aber von Haus aus immer noch mehr als Apples iPhone 5.

Nokia Lumia 920
Nokia Lumia 920 ©

Engagierte Fotografen freuen sich über Einstellmöglichkeiten für die Belichtung, die ISO-Zahl und den Weißabgleich. In den drei Testszenarien konnte das Lumia 920 die Vorzüge des Bildstabilisators allerdings nicht optimal ausspielen, da dieser Vorteile eher bei Dämmerung oder schummriger Raumbeleuchtung bringt – und nicht wie im Test in einem komplett dunklen Raum.

Dennoch kann sich die Bildqualität in jeder Situation sehen lassen, liegt aber etwas hinter den Top 3 Samsung Galaxy S3, iPhone 5 und HTC One X+.

Samsung Galaxy S3

Das Galaxy S3 reiht sich auch im Fotocontest in die Spitzenklasse der Smartphones ein. Der Megaseller von Samsung ist in diesem Umfeld, man höre und staune, das älteste Modell.

Dennoch zeigt das Galaxy S3 seinen Mitbewerbern, wo in puncto Fotografie der Hammer hängt und sichert sich mit seiner tollen Bildqualität und praller Ausstattung einen Spitzenplatz – und das mit Standard-Hardware aus 8-Megapixel-Sensor und einzelnem Fotolicht.

Das Galaxy S3 hat nicht nur die üblichen Einstellmöglichkeiten wie ISO, Belichtung, Weißabgleich, HDR, zwölf Effekte und eine Serienbildfunktion mit 20 Bildern innerhalb von etwa zwei Sekunden zu bieten, sondern auch eine Gesichtserkennung, die die Gesichter auf den Fotos mit den Bildern im Kontaktverzeichnis vergleicht und auf Wunsch dem entsprechenden Kontakt zuordnet.

Samsung Galaxy S3
Samsung Galaxy S3 ©

Dazu gesellen sich gleich zehn verschiedene Aufnahme- und ebenfalls zehn unterschiedliche Szenenmodi. Ein Bildstabilisator und GPS-Tagging komplettieren die üppige Ausstattung des Galaxy S3. Die einzigen Schwachpunkte sind wie bei Asus, HTC und Sony die in manchen Situationen etwas ungünstige Positionierung des Sensors und das Fehlen einer eigenen Kamerataste.

Dafür lässt sich die Knipse aber auch aus der Standby-Anzeige heraus flott starten. Übrigens treffen die Aussagen zur Bildqualität auch auf das Galaxy Note 2 zu, das diesen Testparcour ebenfalls absolvierte.

Sony Xperia T

Die starke 13-Megapixel-Kamera des Xperia T macht klasse Fotos. Wer mit nominell 13 Megapixeln auftrumpft, der weckt natürlich große Erwartungen – und die kann die Kamera des Sony Xperia T nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis zum Großteil erfüllen.

Auch wenn die Fotos der Konkurrenten von Apple, HTC und Samsung für unseren Geschmack sichtlich besser ausfallen, geht die Fotoqualität der Sony-Kamera mehr als in Ordnung. Ist es sonnig und hell, gelingen sehr schöne Aufnahmen mit satten Farben und guten Kontrasten. Die Schärfe der Fotos könnte allerdings etwas besser sein.

Sony Xperia T
Sony Xperia T ©

Etwas enttäuschend sind die Ergebnisse bei schwierigen Lichtverhältnissen: Die Aufnahmen sind verrauscht, da kann selbst die kleine Foto-LED keine Wunder bewirken. Das ist zwar bei Smartphones allgemein ein Problem, aber durchaus besser lösbar. Top ist der Autofokus: Er arbeitet schnell und zuverlässig und lässt sich über die zweistufige Auslösetaste am Gehäuse präzise einstellen.

Das Kameramenü ist üppig bestückt: Hier finden sich jede Menge Optionen für die optimale Bildeinstellung, neben manuellem Helligkeitsregler und verschiedenen Bildformaten auch diverse Szenenmodi und ein Selbstauslöser. Ein Camcorder ist ebenfalls mit von der Partie und fertigt Videoaufnahmen mit bis zu 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) und maximal 30 Bildern pro Sekunde.

Die Originalaufnahmen als Download

Die Bilder in der Galerie haben wir zur besseren Nutzung verkleinert. Wer die ganze Wahrheit will, muss sich die Originalaufnahmen anschauen. Die haben wir lediglich auf ein 5-zu-3-Format gebracht und als JPEG (alle mit der gleichen Kompression) abgespeichert. Hier finden Sie alle Testbilder als Zip-Datei zum Donwload.

 
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